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Leben in Hannover Mousse T. und Ferry machen Film-Musik
Hannover Leben in Hannover Mousse T. und Ferry machen Film-Musik
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00:17 22.03.2013
Von Mirjana Cvjetkovic
DICKE FREUNDE: Mousse T. (links) steuert den Soundtrack zu einem aktuellen Kinofilm bei. Von Ferry Ghods sind zwei Stücke dabei.
DICKE FREUNDE: Mousse T. (links) steuert den Soundtrack zu einem aktuellen Kinofilm bei. Von Ferry Ghods sind zwei Stücke dabei. Quelle: Wallenwein
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Dieser Mann tut, was er kann?– nämlich Musik machen. Mousse?T. (46, bürgerlich Mustafa Gündo?du) hat mal wieder seine Finger bei einem Soundtrack im Spiel gehabt: Zeitgleich zum Kinostart am 28. März kommt die Filmmusik zu „Heute bin ich blond“ auf den Markt. Nach dem Soundtrack zu „Pornorama“ (2007 mit Benno Fürmann, 41) und „Mann tut, was Mann kann“ (2012 mit Wotan Wilke Möhring, 45) ist dies der dritte Streich, den Mousse?T. mit Regisseur Marc Rothemund (44) ausgeheckt hat. Der Musik-Papst aus Hannover war fürs musikalische Konzept verantwortlich. „Es ist schon der Hammer, wenn du deine Musik in Verbindung mit einem Film hörst“, schwärmt der 46-Jährige. Das ist ihm auch schon international gelungen – etwa mit seinem Hammer-Hit „Horny“, der im Streifen „An jedem verdammten Sonntag“ mit Al Pacino (72) zu hören ist. Das Beste: „Arbeitsmäßig macht es für mich keinen Unterschied, der Aufwand ist der gleiche“, so Mousse T. Für den aktuellen Soundtrack hat er bekannte Leute ins Boot geholt. Zum Beispiel Lena Meyer-Landrut (21). „Ihr neuer Song ,Neon’ hat sehr gut als Rausschmeißer gepasst und ist der letzte auf der CD“, sagt der Produzent. Außerdem ist die Hit-Single „I Couldn’t Care Less“ von Newcomerin Leslie Clio (26) zu hören, alles in allem gibt es 23 Stücke. Und dazwischen taucht auch ein alter Bekannter von Mousse T. auf: Ferry Ghods (44) – ewiger Freund, WG-Partner, musikalischer Weggefährte. Von dessen Debüt-Album „Ferry Ultra And The Homeless Funkers“ schafften es zwei Titel auf den nagelneuen Soundtrack: „Happy“ und „Let Me Do My Thang“, ein soulig-funkiges Stück, „das andere ist klubtauglich und es spielt auch im Film in einer Klubszene“, erklärt Ghods. Und wenn er das Wort Film sagt, schwingt sogar Musik mit. „Ich wollte schon immer Schauspieler werden“, witzelt Ghods, „aber jetzt schaffe ich es wenigstens mal über die Musik in einen Kinofilm.“ Dabei macht der 44-Jährige, der die Klubs „Palo Palo“ und „Monkeys“ am Raschplatz betreibt, keine Witze – er hat wirklich mal die Aufnahmeprüfung für Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien abgelegt. Drei Stufen gab es, „die ersten beiden habe ich bravourös gemeistert“, erzählt Ghods stolz. „Die dritte Etappe ist aber in die Hose gegangen.“ Es galt, einen Goethe-Klassiker vorzusprechen. „Der Text war weg und ich musste improvisieren“, erinnert sich der DJ. „In der Absage hieß es, dass es ganz schön abwegig war. Aber Gestik und Mimik wären gut gewesen.“ So besann sich der Mann, der heute mit seiner Frau Sabine Chalabi (33) zwei Kinder hat, dann doch lieber auf die Musik. Zur Premiere von „Heute bin ich blond“ heute in Hamburg fahren die zwei Unzertrennlichen Ghods und Gündo?du gemeinsam. Es ist die Verfilmung des Bestsellers von Sophie van der Stap (29, die Autobiographie heißt „Das Mädchen mit den neun Perücken“). Darum gehts: Studentin Sophie erkrankt mit 21 Jahren an Krebs. „Ich versuche einfach weiterzuleben“, sagt sie sich tapfer. Sie kauft neun Perücken, verwandelt sich, schlüpft in immer neue Rollen. Das hilft ihr, um weiterzumachen. Harter Tobak. „Das Wichtigste ist, dass man trotzdem an das Beste glaubt und weiter über sich lachen kann, auch, wenn es mal unrund läuft im Leben“, resümiert dazu Mousse ?T. Vorbildlich!