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Leben in Hannover Model und Mama: Ivancan schafft das
Hannover Leben in Hannover Model und Mama: Ivancan schafft das
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15:35 15.02.2015
Von Mirjana Cvjetkovic
SELBSTBEWUSST: MonicaIvancan weiß, was sie kann.Fotos: Mike Meyer, Archiv, Facebook
SELBSTBEWUSST: Monica Ivancan weiß, was sie kann.
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Frau Ivancan, früher haben Sie gut und gerne zehn, elf Stunden pro Nacht geschlafen. Heute sind Sie Mutter, wie lange haben Sie jetzt so am Stück?
Heute war tatsächlich ein guter Tag, wir haben bis um neun Uhr geschlafen (lacht). Und Rosa war schon um 20 Uhr im Bett. Einmal hat sie gemeckert, weil sie ihren Nono nicht gefunden hat, so nennt sie ihren Schnuller. Und ich konnte gestern Abend sogar ausgehen, war erst um ein Uhr im Bett. Es war also eine gute Nacht!

Im Vorwort Ihres Buchs schreiben Sie: „Wenn du nur ein paar meiner Feelgood Goodies beherzigst, erreichst du diese Zufriedenheit auch“. Damit meinen Sie Tipps, mit denen es sich nicht nur als (werdende) Mama leichter leben lässt. Warum tun sich aber viele Menschen so schwer, etwas im Leben zu verändern?
Ich glaube, jeder hat schon mal etwas in seinem Leben verändert oder es zumindest versucht. Wer verändern will, braucht auch Mut zum Scheitern. Denn wenn man sich zu viel vorgenommen hat und dann scheitert, hat man Angst, es wieder zu versuchen. Deswegen lautet mein Appell, Dinge langsam zu ändern, ohne immer „du musst“ dabei zu denken. Ganz gleich, ob es um Ernährung, Sport oder das erste Mal ausgehen als Neu-Mama geht. Es sind kleine Inseln, die man sich schaffen soll.

Welche Intention steckt hinter dem Buch?
Eigentlich bin ich ein kleiner Schlaumeier (lacht). Ich war nämlich immer diejenige, die Freunden mit Tipps und Ratschlägen auf den Keks gegangen ist. Irgendwann meinten die dann: „Moni, du musst ein Buch schreiben!“. Erst dachte ich: Ich kann doch gar keine Bücher schreiben und Germanistik habe ich auch nicht studiert. Es hat mir dann aber doch geschmeichelt.

Und ein Verlag war auch interessiert.
Ja! Die Idee entstand vor etwa einem Jahr und ich sollte und wollte auch, so wie ich spreche, schreiben. Locker eben. Mein Anspruch ist, Frauen anzusprechen, die sich mit mir identifizieren. Damit meine ich aber nicht Models. Ich sehe mich nämlich nicht in der Glamourwelt zu Hause, nur weil ich da auch unterwegs bin. Ich bin greifbarer, komme ja aus eher einfachen Verhältnissen.

Ihre Schwangerschaft ist nicht all zu lange her, ihre Tochter Rosa wird im Mai zwei Jahre alt. Wie haben Sie sich zu den Themen Schwangerschaft und Baby informiert?
Über Bücher und Bekannte. Und dadurch, dass meine Schwester ihren Sohn Paul hatte, der war anderthalb, war ich voll mit involviert. Ich habe einfach viel gelesen und mich ausgetauscht. In einige Bücher schaue ich heute noch rein.

Eine Frage, die jede berufstätige Mutter interessieren dürfte: Wie bekommen Sie Kind und Karriere unter einen Hut?
Anfangs war das schwierig. Man muss nämlich lernen, sein schlechtes Gewissen abzulegen, wenn man unterwegs ist. Ich versuche, nur zwei Tage in der Woche weg zu sein, mache ansonsten viel von zu Hause, wenn die Kleine schläft. (Da meldet sich Rosa auch schon im Hintergrund: „Mama, vorlesen!“) Mein Partner und die Familie helfen ordentlich mit. Sie ist ja auch happy, wenn sie mit Papa oder Oma und Opa unterwegs ist. Wir Mütter müssen lernen loszulassen. Das Kind liebt einen trotzdem!

Die meisten Menschen kennen Sie seitdem Sie 2004 „Die Bachelorette“ waren. War der Weg vom blonden TV-Sternchen zu einer Frau, die ernst genommen werden will, ein schwieriger?
Man hat mich ja tatsächlich lange als das Blondchen auf roten Teppichen gesehen. Das war ein Teil von mir und steckt auch immer noch in mir. Ich wollte aber auch endlich von diesem Image weg, und eine andere Seite von mir zeigen. Eine, der ich viel näher bin und die mehr ist als roter Teppich und tiefes Dekolleté. Klar habe ich ein Image gepflegt und eine Rolle gespielt, aber das ist ja nicht alles von mir.

Wir kommen ja aus Hannover …
Ja, ich weiß, da finde ich es auch sehr schön (lacht).

Darauf wollte ich aber nicht hinaus, sondern auf Ihren Ex-Freund Oliver Pocher. Haben Sie noch Kontakt?
Nein, wir haben gar keinen Draht mehr zueinander.

Und was gefiel Ihnen bei uns?
Man konnte sehr schön Kaffee trinken und essen gehen. Und ihr habt da so ein tolles Kino in einem Hochhaus unter einer Kuppel. In Hannover ist es so schön klein und handlich und man versteht die Leute immer sehr gut (lacht).