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Leben in Hannover Luca Hänni singt Freitag im Capitol
Hannover Leben in Hannover Luca Hänni singt Freitag im Capitol
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05:24 04.10.2012
Von Maren Weitz
DER JUNGE VON DER BAUSTELLE: Luca Hänni ist „Superstar“.
DER JUNGE VON DER BAUSTELLE: Luca Hänni ist „Superstar“. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Von der Baustelle auf die Bühne: Mit dem Sieg bei „Deutschland sucht den Superstar“ ging für Luca Hänni (17) ein Traum in Erfüllung: Der Schweizerbrach seine Maurer-Ausbildung ab: „Das hat nicht zu mir gepasst. Ich wusste, das ich was anderes machen muss“, sagt Hänni in fast akzentfreiem Hochdeutsch. Mit dem Debütalbum „My Name Is Luca“ ist er jetzt auf seiner ersten Tour, morgen Abend singt er in Hannovers Capitol.

„Unglaublich, ich hätte nie gedacht, dass ich das mal machen darf“, freut sich der 17-Jährige ehrlich. Dabei steckt er ganz schön im Stress. Fünf Termine in zwei Städten an einem Tag sind für den „Superstar“ keine Seltenheit. Den Überblick hat er dabei längst verloren. „War ich schon mal in Hannover?“, fragt er seinen Manager Frank Wiedermann.

Wo Hänni auftaucht, brechen die Mädchen in hysterisches Kreischen aus, Autogramme schreibt er mittlerweile blind, und trotzdem ist er auf dem Boden geblieben. Er wohnt weiterhin bei seiner Mutter und seinem Stiefvater. Die Frage nach einer eigenen Wohnung stellt er sich nicht: „Welcher 17-Jährige wohnt denn schon allein?“ Auch von den 500000 Euro, die er bei „DSDS“ gewonnen hat, hat er kaum etwas ausgegeben. Ein Paar Schuhe hat er sich gegönnt, viel mehr nicht. Der Rest der Prämie liegt auf der Bank.

Ist die Casting-Show so tief im Ansehen gesunken, dass man Kandidaten nur noch mit einer halben Million Euro locken kann? „Ich wusste gar nicht, dass es Geld zu gewinnen gibt. Ich wollte die Show als Sprungbrett nutzen“, sagt Luca. Hat es geklappt? „Natürlich. Vorher war ich auf der Baustelle, jetzt stehe ich auf der Bühne.“

Nicht nur das: Luca ist jetzt auch Model. Für Unterwäsche. „Das Shooting war schon sehr speziell. Danach tat mir alles weh. Ich lag die ganze Zeit auf einer Tischplatte. Mit diesem Knochen hier“, sagt er und zeigt auf seine knabenhafte Hüfte. Schon hart, das Leben als Superstar. CD-Produktion, Tourvorbereitung, Foto-Shootings - bleibt da noch Freizeit? „Es gibt auch Momente, in denen ich frei habe“, betont Luca. Doch wenn er darüber nachdenkt, sind die überhaupt nicht so frei. Denn da gibt es da auch noch seine „Fännis“ auf Facebook. Immerhin 144436 „Gefälltmir“-Angaben, die mit Neuigkeiten und Hintergründen aus seinem Leben unterhalten werden wollen.