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Leben in Hannover Luca Hänni: Er lebt seinen Traum
Hannover Leben in Hannover Luca Hänni: Er lebt seinen Traum
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00:15 02.10.2013
Von Andrea Tratner
Zu Gast bei der NP in der Stiftstraße: Sänger Luca Hänni.
Zu Gast bei der NP in der Stiftstraße: Sänger Luca Hänni. Quelle: Rainer Dröse
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Herr Hänni, das ist Ihre dritte Tour. Ist das anders als die Premiere?
Auf jeden Fall! Es ist viel mehr Routine drin, ich spiele zum dritten Mal mit derselben Band - wir sind als Team unterwegs, wie eine Familie. Das Programm ist natürlich völlig neu, die Platte „Living the Dream“ ist ja auch ganz frisch. Und vielleicht kommt noch dieses Jahr die neue Single raus. Es wird eine Zusammenarbeit mit einem anderen Musiker aus der Schweiz, mehr kann ich noch nicht verraten!

Ist es DJ Bobo? Baschi?
Nein, es wird ein bisschen verrückter, clubbiger. Dieser Künstler ist in Ländern wie Polen, Spanien und Portugal sehr bekannt, auf diesen Zug würde ich gerne aufspringen - ich möchte noch mehr Länder als Deutschland, Schweiz und Österreich für mich gewinnen. Mal in Spanien spielen? Das wäre geil! Ist aber schwierig!

Die neue Platte heißt „Living the Dream“. Was ist Ihr Traum?
Genau das, was ich gerade mache. Ich habe ja mit einer Maurer-Lehre angefangen - das hat mir auch viel Spaß gemacht, ich habe gerne handwerklich gearbeitet. Aber ich habe auch früh mit der Musik begonnen. Ich hab immer daheim Songs geschrieben und aufgenommen - hatte aber nie die Chance, sie den Leuten zu zeigen. Die habe ich jetzt.

Ein kleines bisschen Ruhm: Die DSDS-Stars Pietro Lombardi und Sarah Engels zu Gast in Hannover im Capitol. Wenigstens den Fans hats gefallen.

Sie sind doch erst 18. Ist der Traum also schon erfüllt?
Nein, man träumt automatisch weiter. Ich habe jetzt viele Fans, Riesen-Rummel, mache Touren. Aber ich will mehr (lacht).

Ist es ruhiger geworden seit dem DSDS-Sieg?
Ich merke nichts davon. Zum Glück ist ja auch mein zweites Album auf die Nummer eins gegangen. Das war der Knackpunkt. Mir war bewusst: Entweder jetzt sackt die Kurve ab - oder die Fans bleiben treu und ich kann weitermachen. Ich muss halt dranbleiben, neue Ideen entwickeln.

Sie haben sich von Dieter Bohlen getrennt ...
Ich brauchte einen musikalischen Wechsel. Ich bin zu Produzenten in Holland gegangen, habe neue Luft geschnuppert - und meine ersten eigenen Songs geschrieben. „The best Thing“ und „Closer to you“ sind mir ganz wichtig. Ich mag Songs, die abgehen. Aber diese Stücke sind sehr ruhig geworden. Das ist wohl meine Handschrift (lacht).

Koppeln Sie sich jetzt total ab von DSDS?
Ach, ich stehe dazu. Das war mein Sprungbrett, viele kennen mich von der Show, ich bin stolz auf den Sieg. Aber statt „Superstar“ möchte ich jetzt lieber „Luca Hänni, der Musiker aus der Schweiz“ sein. Das kann man aber nicht erzwingen, ich muss die Leute eben überzeugen. Die Vorurteile sind Hürden, die man bezwingen muss - das macht aber auch Spaß.

Erst sie, dann Beatrice Egli - zwei Schweizer Siege bei DSDS. Woran liegt das?
Keine Ahnung. Vielleicht trauen sich die Schweizer Kandidaten jetzt mehr? Beatrice macht nicht meine Musik, aber sie gibt auf der Bühne echt Gas! Die nächste Staffel sollte mal wieder ein Deutscher gewinnen, sonst wirds unheimlich!

Sie waren 17 beim Sieg. Hat sich mit dem 18. Geburtstag etwas geändert?
Man wird eh schneller erwachsen, wenn man so viel erlebt. Viele Städte, viele Menschen - das hat mich reifer gemacht als der Job auf der Baustelle früher. Mein Leben ist jetzt viel organisierter. Früher hab ich mich immer auf das Autofahren mit 19 gefreut - aber ich hab immer noch keinen Führerschein! Mein Stiefbruder Cyril chauffiert mich überall hin, er ist Tourmanager, kümmert sich um alles. Familie ist wichtig, der Familie kann ich zu 100 Prozent vertrauen. Und Cyril holt mich auch mal auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn es nötig ist.

Wie sehen Ihre Fans aus?
Ich nennen sie Fännis. Viele sind ganz jung, sie sind Fans der Show - und stürzen sich dann auch gerne auf den nächsten DSDS-Gewinner (lacht). So ab 18 ist dann eine große Lücke. Und ab Mitte 40 gibts dann die „Old Fännis“. Und die kommen nicht mit ihren kleinen Töchtern, sondern reisen uns auf der Tour hinterher.

Wer pflegt Ihre Facebook-Seite?
Ich poste bei Facebook, Twitter und Instagram alles selber, ich will die Fans einbinden. Und zum 18. Geburtstag hab ich so fast 20 000 Glückwünsche bekommen.

Wie gehts Ihrer Freundin Tamara?
Die halte ich aus dem Rummel heraus. Ich bin eine Person des öffentlichen Lebens, aber ein winziges Stück Privatleben will ich mir erhalten. Wir sind seit drei Jahren zusammen, waren schon vor der DSDS-Zeit ein Paar. Darüber bin ich sehr froh.

Sie waren in der DSDS-Staffel mit Joey Heindle. Was sagen Sie zu seiner Dschungel-Karriere?
Ui, das war mutig. Aber für ihn hat sich das wahrscheinlich gelohnt. Für mich wär das nichts. Ich mach lieber meine Musik.

Am 11. Oktober tritt Luca Hänni im Capitol auf, Beginn ist um 19 Uhr, Karten kosten 40,75 Euro.