Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Leben in Hannover Kathy und Patricia - diese Kellys sind unberechenbar
Hannover Leben in Hannover Kathy und Patricia - diese Kellys sind unberechenbar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 04.12.2014
Von Mirjana Cvjetkovic
Hannover  Interview mit Patricia und Kathy Kelly (Foto: Rainer Droese)
Sie mögen Hannover: Patricia und Kathy Kelly. Quelle: Rainer Dröse
Anzeige

Patricia und Kathy Kelly, welches ist das erste Weihnachtslied, an das Sie sich erinnern können?
Patricia Kelly: „Los Peces en el Rio“, ein spanisches Lied, ich bin ja in Spanien geboren und aufgewachsen. Dieser Song am offenen Kamin, wir haben sehr ursprünglich gewohnt, einfach toll. Meine Kindheit war sowieso wunderschön.

Kathy Kelly: Ich war zwar schon fünf Jahre alt, als wir nach Spanien gezogen sind, aber trotzdem sind es bei mir auch die spanischen Lieder. Heiligabend haben wir in der Kirche für die Gemeinde gesungen, Lieder, die speziell für diesen Anlass komponiert worden sind. Von einem solchen Abend stammt übrigens mein erstes Foto vorm Mikrofonständer (lacht).

Auf Ihrer Tour singen Sie fast ausschließlich Weihnachtslieder. Warum eigentlich?
Patricia Kelly: Weil diese Lieder einfach wahnsinnig schön sind. Und Weihnachten ist doch auch nur einmal im Jahr. Weihnachtszeit und die Kellys - das passt gut zusammen, vor allem auch wir zwei Schwestern im Duett.

Kathy Kelly: Wir können ja schon verraten, dass wir „Stille Nacht“ in vier Sprachen singen werden. Aber das erste Lied singt hoffentlich Patricia ...

Patricia Kelly: Ich habe nicht „ja“ gesagt! Die Hauptsache ist, dass wir und das Publikum Spaß haben.

Kathy Kelly: Wir werden die Gäste auch mit einbeziehen, die Hannoveraner sind gut in so etwas.

Welchen Weihnachtsbrauch mochten Sie als Kinder am liebsten?
Patricia Kelly: Die Krippe! Als Kinder hatten wir massenweise Tonfiguren, die wir aufgestellt haben. Mit einer riesigen Landschaft, mit Moos und Flüssen, die wir tagelang aufgebaut haben.

Kathy Kelly: Ich habe unseren American Turkey immer geliebt, wir hatten einen riesigen Truthahn. Und Turrón, eine leckere Süßspeise aus Mandeln, Honig, Zucker und Ei.

Wie feiern Sie heute mit Ihren Familien? Haben Sie etwas aus Ihrer Kindheit beibehalten?
Patricia Kelly: Definitiv das Krippenspiel. Mein Mann ist für den Weihnachtsbaum zuständig.

Kathy Kelly: Mein Sohn hat schon die irische, deutsche und amerikanische Variante von Weihnachten erlebt. Ich genieße es, die unterschiedlichen Arten zu sehen. Ich muss aber gestehen, dass bei mir am ehesten die amerikanische Ader durchkommt.

Gehen Sie eigentlich noch mal zusammen mit den anderen Kellys auf Tour?
Kathy Kelly: Gute Frage. Ich weiß es nicht.

Patricia Kelly: Wir waren ja erst Ende 2012 auf Tour! Fünf Alte plus die neue Generation - zum Beispiel die Kinder von Joey. Aber die Kellys sind unberechenbar. Zehn Leute, zehn verschiedene Meinungen. Jeder von uns ist in verschiedenen Phasen: Kinder, lieber gerade keine Öffentlichkeit, andere Projekte und, und, und … Es ist schwer, alle unter einen Hut zu bekommen.

Was macht ein Konzert in der Kirche so besonders?
Patricia Kelly: Die Nähe zum Publikum, du kannst jedem in die Augen sehen. Im Stadion ist der erste Mensch locker 15 Meter von dir weg. Ich liebe es, nach der Show mit den Leuten zu sprechen, das hat so eine Unbeschwertheit.

Kathy Kelly: Seit gut zehn Jahren singe ich schon in Kirchen, die Akustik ist besinnlich. Und eins ist gewiss: Ob man vor zwei oder vor 40 000 Leuten spielt - du musst das Publikum für dich gewinnen. Minimalistisch finde ich gut, denn unsere Basis ist die Musik, so kann man sich darauf fokussieren. Und nicht auf eine gigantische Show im Stadion.

In Hannover sind Sie ja früher oft aufgetreten. Wie ist das Publikum hier?
Patricia Kelly: Es ist in den ersten Augenblicken eher ruhig, explodiert dann aber. Und wenn du den Hannoveraner einmal hast, hält er dir die Treue.

Kathy Kelly: Hannover hat uns geprägt. Hier war unser Zentrum, wir standen kurz vorm Durchbruch damals. Die Stadt hat uns damals sogar ermöglicht, dass wir unser Hausboot am Mittellandkanal parken durften. Das war nicht selbstverständlich. Wir wollten eigentlich nach Berlin, aber der Wasserstand war zu niedrig, also sind wir hier geblieben. Eine tolle Zeit!

Donnerstag, 4. Dezember, 20 Uhr (An der Markuskirche 2). Karten kosten 35, ermäßigt 18 Euro.