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Leben in Hannover Kosmetik, Mode, Taschen: Diese Hannover-Labels tragen wir gerne!
Hannover Leben in Hannover

Kaikua, Ombelle, Maesh: Dies Hannover-Labels sind nachhaltig

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08:00 05.11.2021
Marken aus Hannover: Viele lokale Labels produzieren nachhaltig und fair.
Marken aus Hannover: Viele lokale Labels produzieren nachhaltig und fair. Quelle: Isabel Winarsch, Illona Hottmann
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Hannover

Mode wird in Hannover gemacht – es gibt viele Labels, die hier designen, produzieren, verkaufen. Viele von ihnen sind unter dem Hyperlabel „Fashion born in Hannover“ zu finden. Die Marke steht für regionale, nachhaltige und qualitativ hochwertige Mode aus der Region.

Neben der Plattform, die „Fashion born in Hannover“ bietet, betreibt die Initiative Marketing, organisiert Events, verweist auf Veranstaltungen, eröffnet Pop-up-Stores oder stellt Ausbildungsmöglichkeiten vor. Es lohnt sich also, immer mal wieder auf die Website zu schauen, um neue Shops zu entdecken oder Infos über die Modestadt Hannover zu bekommen.

Der Pop-up-Store von „Fashion born in Hannover“ ist von 5. November bis Samstag, 4. Dezember, in der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade 48 geöffnet. Mehr als 35 lokale Designer stellen hier werktags von zehn bis 19 Uhr aus und verkaufen ihre Mode. Darunter viele Tipps, die wir hier präsentieren!

Kaikua: Seifen für Haut und Haar

Kaikua sind handgefertigte Naturseifen für Haar und Haut. Sie sind natürlich, nachhaltig, vegan, biologisch abbaubar, palmöl- und plastikfrei. So reinigen die Seifen nicht nur von Kopf bis Fuß mit natürlichen Inhaltsstoffen, sondern sind die nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Duschgels und Shampoos. Auch fallen keine Transportwege an – die Seifen kommen aus Hannover.

Seifen von Kaikua. Quelle: Ilona Hottmann

Katharina Weißhaar ist die Seifenfachfrau und Kreative hinter den Produkten, Vanessa Bischof Marketing-Expertin – die beiden haben Kaikua 2020 über Crowdfunding gestartet. Inzwischen sind sie so bekannt, dass über sie auch schon in Magazinen wie „Schöner Wohnen“ berichtet wurde. Fünf Seifensorten gibt es (ab 11,50 Euro), davon sind drei als Allrounder für alles einsetzbar. Und auf den wunderschönen geriffelten Kaikua-Porzellanschalen (27,50 Euro) sind die Seifen in jedem Bad ein Hingucker.

Fashion Vo!ce: Shirts mit Sprache

Der Kleidung eine Stimme geben will Mirja Mohaupt mit ihrem Label „Fashion Vo!ce“. Auf nachhaltig produzierten Sweats, Hoodies, Shirts oder Taschen aus Biobaumwolle (ab 39 Euro) druckt sie Botschaften oder auch nur Wörter. „Ich möchte Emotionen transportieren, Ausdrucksstärke verleihen und Persönlichkeit unterstreichen“, erklärt sie das Konzept.

Mirja Mohaupt entwirft mit „Fashion Vo!ce“ Mode mit Ausdruckskraft. Quelle: Ilona Hottmann

Mirja Mohaupt kommt aus der Modebranche. Zehn Jahre war sie als Managerin in einem international agierenden Modekonzern immer unterwegs, nach der Elternzeit sortierte sie sich neu: „Ich fragte mich, wofür mein Herz schlägt – und das ist Mode, Trends und Kommunikation.“ Mit „Fashion Vo!ce“ verbinde sie diese Leidenschaften. Auf Anfrage kann man auch mit ihr gemeinsam ein Shirt gestalten.

Flawed Youth: Mode mit Spende

Makelloses Shirt: Konstantin Barmeier vom Label Flawed Youth. Quelle: Ilona Hottmann

Wer sich bei „Flawed Youth“ (deutsch: „fehlerhafte Jugend“) ein Shirt bestellt, bekommt ein veganes, nachhaltig und biologisch gefertigtes Produkt ohne Chemiefasern – sogar die Versandbeutel sind aus biologisch abbaubarem Harz gefertigt. Außerdem unterstützt man mit jedem Kauf eine Spendenaktion, bei der aktuellen Kollektion wird ein Tierheim für Straßenhunde in Griechenland unterstützt. Hinter dem Label stehen Hannes Wienkoop, Konstantin Barmeier (Foto), sowie als kreativer Kopf Laureen Steding. Shirts gibt es ab 34,90 Euro, zu finden ist das auf Instagram unter flawedyouth.co

Serecraft: Gehäkelte Handtaschen

Handtaschen gibt es viele – aber welche, die wirklich nachhaltig, leder- und kunststofffrei und langlebig sind? „Ich hatte da meine Schwierigkeiten“, sagt Sabrina Frixen von Serecrafts. Ihre Lösung: Die Hannoveranerin häkelt Handtaschen aus möglichst sogar recycelten Baumwollgarn. Die sind frei von Mikroplastik, waschbar und allergiefrei.

Häkeltaschen: Sabrina Frixen hat das Label Serecrafts. Quelle: Ilona Hottmann

Einige Modelle hat sie in ihrem Etsy-Shop in Netz, jede Tasche ist ein Unikat. Wer dort nicht seine Traumtasche findet, kann auch mit ihr Farben und Form besprechen und sie fertigt diese dann an. Ab 50 Euro kosten bei Serecrafts die Häkel-Taschen.

Typevibe: Wortspiele und Buchstaben

Viele Jahre war das Projekt TypeVibe für Carina Müller nur ein Gedankenspiel – sie studierte Architektur und setzte ihre Kunst „nur“ ein, um ihre Arbeiten möglichst schön zu präsentieren. Erst nach dem Studium begann sie sich intensiv damit zu beschäftigten, inzwischen hat sich die Architektin mit TypeVibe ein zweites Standbein neben ihrem Beruf aufgebaut.

Kunstvolle Buchstaben: Carina Müller von TypeVibe. Quelle: Ilona Hottmann

Dann zeichnet, schreibt, malt, layoutet sie, wobei der Fokus auf analogem Handlettering und digitaler Schriftgestaltung liegt. So beschriftet und bedruckt sie, was möglich ist – ob Fußmatten, Holzbretter, Textilien, Grußkarten. Sie stellt die Papeterie für Hochzeiten, Taufen oder andere Festen her. Ganz aktuell ist ihr Adventskalender, der aus vielen einzelnen Schachteln besteht – beschriftet natürlich. Für Kleingruppen gibt Müller auch Handlettering-Kurse auf Anfrage. Auf Instagram ist sie unter @mytypevibe zu finden.

Alextravagant: Rockiges aus Festival-Shirts

Rockige, coole Shirts stellt Alexandra Weber von Alextravagant her. Das Beste: Alles sind Unikate, da die Designerin eine nahezu unendliche Möglichkeit an Upcycling-Techniken wie Bleichen, Färben, Print, Cut Outs, Strick und mehr verwendet. So wird aus einem simplen Oberteil ein absoluter Hingucker. Als Basis dienen ihr dafür ehemalige Festival-Shirts. Und in der Musik hat das Label Alextravagant auch sein erstes Standbein. Alexandra Weber, die in Hannover Modedesign studiert hat, entwirft für Bands wie die Metal-a-capella-Gruppe Van Canto oder die Band Grailnights die Band- und Bühnenoutfits.

Alte Shirts, neues Leben: Alexandra Weber von Alextravagant. Quelle: Ilona Hottmann

Übrigens: Alexandra Weber hat derzeit eine Merchandise-Sammelaktion gestartet – wer alte Festival- und Band-Shirts spendet, bekommt entsprechende Wertgutscheine. So kann man das Label unterstützen und alten T-Shirts sinnvoll zu einer neuen Zukunft verhelfen.

Ombelle: Kosmetik für französische Schönheit

Ombelle heißt die Kosmetikserie, die inspiriert ist von der rauen Schönheit der bretonischen Küste, dem Leben am Meer und dem Segeln. Denn dort, am Atlantik, wuchs Cécile Morice auf. Schon als kleines Kind liebte sie es, mit der Kosmetik ihrer Mutter zu spielen, später wurde aus dem Spiel Leidenschaft – die Französin wurde Naturkosmetikerin.

Cécile Morice zeigt ihre Ombelle-Produkte. Quelle: Ilona Hottmann

Nachdem sie 20 Jahre in dem Beruf gearbeitet hat, hat sie in ihrer neuen Heimat Hannover ihre eigene Pflegelinie kreiert. Diese ist nachhaltig, vegan, plastikfrei, biologisch und hat wenige, aber hochwertige Inhaltsstoffe zertifizierter Anbauer. Alle Produkte – vom Badesalz (4,90 Euro), Deocreme (24,90 Euro), Sheabutter (16,90 Euro) bis Sonnenschutzcreme (37,90 Euro) sind aufeinander abgestimmt. Ihre Produkte gibt es im Kaufhaus Linden (Posthornstraße 31), Mademoiselle Belle (Marienstraße 18) und im Ombelle-Webshop.

Maesh: Faire und nachhaltige Taschen

Maesh ist das Taschenlabel aus Hannover, das inzwischen weit über die Grenzen der Stadt bekannt ist. Denn Maesh vereint als faires und nachhaltiges Produkt viel: Die Taschen werden ausschließlich in der Nordstadt hergestellt. Das Material sind gebrauchte Werbebanner. Genäht werden die Maesh-Taschen von Frauen mit Migrationshintergrund, die auf dem Arbeitsmarkt nur schwer eine Chance gehabt hätten. Jetzt bringen sie ihr Können und ihr Talent bei Maesh zum Einsatz. Die Taschen sind alle Unikate, es gibt Sporttaschen, Rucksäcke, Einkaufstaschen, Crossbags und mehr.

Individuell: Jede Maesh-Tasche ist ein Unikat. Quelle: Isabel Winarsch

Mit dem Kauf erhält man also nicht nur eine wunderbare, durchdacht konzipierte Tasche, die perfekt genäht ist, man unterstützt auch ein Projekt, bei dem der Produktionsstandort Hannover gestärkt wird und Frauen zeigen können, dass Textilfertigung in Deutschland eine Zukunft hat.

Projekt mit Zukunft: Frauen mit Migrationshintergrund nähen die Taschen. Quelle: Dipl. Des. Isabel WInarsch

Wer Lust hat, die Maesh-Familie kennenzulernen, kann sie in der Nähwerkstatt in der Lilienstraße 16 B besuchen und vor Ort eine Tasche aussuchen. Einfach eine E-Mail an hello@maesh schreiben und einen Termin vereinbaren. Jeden dritten Donnerstag im Monat von 17 Uhr bis 20 Uhr lädt die Nähwerkstatt zum After-Work-Shopping ein.

Passion: Kreativ-Raum für die Südstadt

Mit Passion will Kostümbildnerin Lisa Edelmann kreative Menschen in der Südstadt verbinden. Noch sucht sie Räumlichkeiten und präsentiert ihre Ideen in temporären Locations. Langfristig soll Passion aber ein Café, ein Raum für Workshops, Events, Pop-up-Stores, Coworking-Space und Galerie sein. Das Logo für Passion hat der japanische Künstler Yohei Cocoloque Sakai entwickelt: Auf japanischen schreibt er im Kreis über die Leidenschaft, mit der Träume wahr und Brücken gebaut werden. Shirts gibt es ab 30 Euro. Bei Instagram ist sie unter @passion_hannover

Von Maike Jacobs