Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Leben in Hannover Hans Klok: Großer Zauberer, kleines Fest
Hannover Leben in Hannover Hans Klok: Großer Zauberer, kleines Fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:59 10.07.2012
Von Andrea Tratner
IM SPIELER-PARADIES:Mit Ex-Baywatch-Badenixe Pamela Anderson trat Klok 2007 in Las Vegas auf.
IM SPIELER-PARADIES: Mit Ex-Baywatch-Badenixe Pamela Anderson trat Klok 2007 in Las Vegas auf. Quelle: Jens Kalaene
Anzeige
Hannover

Was lassen Sie denn heute Abend verschwinden?
Viele Sachen (lacht). Außerdem lasse ich eine Dame in der Luft schweben, zeige aber auch Kartentricks – Nummern, mit denen ich meine Karriere angefangen habe. Ich trete ja open-air auf. Ohne riesiges Scheinwerferlicht, großes Bühnenbild, Tänzerinnen. Das ist schwierig für einen Magier. Man muss gut sein, um das Publikum zu erreichen. Ich habe auch nur 20 Minuten Zeit. Eigentlich. Aber ich überziehe immer ein wenig ...

Sie sind zum zweiten Mal beim Kleinen Fest. Wie kam es dazu?
Ich trete zwar jeden Abend dreimal auf, aber das Kleine Fest ist für mich wie Urlaub. Auf Tournee bin ich jeden Tag in einer anderen Stadt, habe einen Lkw mit Bühnenrequisiten dabei, alles muss aufgebaut werden, es gibt Pressekonferenzen. Hier habe ich tagsüber frei und nicht so viel Druck. Ehrlich gesagt, habe ich angerufen und gefragt, ob ich wiederkommen darf. Ich habe hier eine gute Zeit gehabt. Hannover ist eine tolle Stadt mit einer großen Varieté-Kultur.

Aber 2007 sind Sie sechs Monate mit Pamela Anderson in Las Vegas aufgetreten!
Der amerikanische Traum! Ich war mit Pamela in jeder großen TV-Show. Sie war ein perfekter Türöffner in den USA – das Beste, was passieren konnte. Dabei hatte sie zuvor noch nie auf einer Bühne gestanden, hat aber hart gearbeitet.

Braucht ein Zauberer eine Super-Blondine auf der Bühne, damit das Publikum abgelenkt ist ...?
Vielleicht (lächelt geheimnisvoll). Magie ist ein bisschen altmodisch – wie die ganze Entertainment-Branche. Beim Kleinen Fest habe ich auch drei schöne Frauen, die mich unterstützen.

Ihr Team besteht nur aus fünf Leuten, in Las Vegas waren es 90.
Da hatte ich einen Friseur, einen Make-up-Artist, eine Frau war nur für die Perücken der Mädels zuständig. In Hannover machen wir alles selber.

Dieses Jahr treten Sie im Gartentheater auf. Weil die Bühne nach hinten besser abgeschirmt ist?
Es gibt immer zwei Gruppen im Publikum: Die einen wollen staunen, die anderen herausfinden, wie es funktioniert. Wenn die zweite Gruppe auch abschaltet und den Abend genießt, dann freue ich mich. Sie sollen träumen mit geöffneten Augen. Das ist für mich das Wichtigste.

Wie geht der Trick: Fragen Sie sich das bei Konkurrenten nicht auch?
Mit elf Jahren habe ich einen Trick von Harry Blackstone aus den USA gesehen. Er ließ eine brennende Glühlampe über dem Publikum schweben. Als ich ihn Jahre später auf einer Magier-Convention traf, habe ich ihn gefragt: „Wie geht das?“ Er antwortete nur „Sehr gut!“. Wir sind Freunde geworden. Als er starb, hat er mir diesen Trick vermacht.

Sie haben mit zehn Jahren angefangen zu zaubern?
Das ist genau das richtige Alter. Man muss schon als Kind seine Fingerfertigkeit trainieren. Ich war in der Schule furchtbar schlecht, weil ich so auf die Zauberei fokussiert war. Aber ich übe immer noch jeden Tag. Weil ich das Gefühl habe, gerade erst angefangen zu haben. Die Spannung, ob alles gut geht, ist bei jedem Auftritt da.