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Leben in Hannover Hans-Günther Schnieder: Bungee mit 70 in Macao
Hannover Leben in Hannover Hans-Günther Schnieder: Bungee mit 70 in Macao
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18:51 15.01.2015
Von Andrea Tratner
ALLES GUT: Der Burgwedeler ist ein mutiger Extremsportler.
ALLES GUT: Der Burgwedeler ist ein mutiger Extremsportler.
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Hannover

Es ging 233 Meter in die Tiefe. „Der Sprung kostet normalerweise 325 Euro, die Veranstalter haben ihn mir aber geschenkt - weil ich der älteste Solo-Springer war, der sich da runtergetraut hat“, erzählt der Burgwedeler.

Besteigung des Matterhorns, eine neuntägige Nordpol-Expedition, Fallschirmspringen. Sportlich ging es im Leben des ehemaligen Flughafenmanagers schon immer zu. Und im Alter macht er munter weiter! Erst im vergangenen Herbst rannte er bei Eis und Schnee in weniger als zehn Stunden 50 Kilometer beim „Trail Run“ durch die Rocky Mountains, zum 70. Geburtstag ließ er sich auf der Tragfläche eines Doppeldecker-Flugzeuges für einen so genannten „Wing Walk“ festschnallen. Vor dem Bungee-Sprung in Macau hatte er aber Respekt. „Ich hab das erst einmal gemacht, da ging es aber nur um 40 Meter.“

Weil er über Silvester mit seiner Frau Astrid (47) in Hongkong war, fuhr er mit dem Tragflächenboot nach Macau, die chinesische Sonderverwaltungszone ist innerhalb von einer Stunde zu erreichen. Als er auf der Aussichtsplattform stand, sei ihm aber einiges durch den Kopf gegangen: „Habe ich den Mumm, die Angst zu überwinden?“ Hatte er. „Aber ich war ganz schön angespannt“, gibt der Mann doch zu. „Da ist extrem viel Luft zwischen dir und dem Boden,“ Noch aufgeregter war seine Frau. „Aber die ist so was von mir ja gewöhnt.“

Dreimal die Woche schnürt Schnieder die Joggingschuhe, daheim baumeln an einem Regal die Medaillen von Marathon, Iron Man und diversen Wettkämpfen. Der 70-Jährige ist fit („Für den Bungee-Jump wollten die nicht mal ein ärztliches Attest“). Und hat einen Traum: „Ein Flug in der Schwerelosigkeit.“