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Leben in Hannover Sechs Tipps für einen tollen Silvesterabend
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Hannover: Tipps für einen tollen Silvesterabend

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10:51 31.12.2021
Tipps für Silvester
Tipps für Silvester Quelle: dpa
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Hannover

Die NP hat Tipps, wie man den Abend trotzdem schön verbringt. Das geht mit Besinnlichkeit, mit Stockbrot am Lagerfeuer – und mit vielen Spielen, die am letzten Abend des Jahres garantiert die Laune heben. Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch!

Julia Braun: In unserer Familie ist es der Partyspiel-Klassiker: „Wer bin ich?“ (in Anlehnung an die Beruferateshow „Was bin ich?“ mit Robert Lembke, siehe Foto). Alle am Tisch schreiben für den Menschen rechts von ihnen einen prominenten Namen auf einen Zettel und kleben ihn an die Stirn des Nebenmannes oder der Nebenfrau. Reihum muss man nun herausfinden, wer man ist, und darf nur Fragen stellen, die klar mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Bei der ersten negativen Antwort ist der Nächste in der Runde dran.

Ein paar Ratschläge aus vielen Jahren Spielerfahrung. Tipp eins: Zuerst klären, ob man noch am Leben ist und welches Geschlecht man hat. Das kann zwar zu einem schnellen Nein führen, ist aber entscheidend für alle weiteren Fragen. Tipp zwei: Antworten stichpunktartig notieren (man hat sie, bis man wieder an der Reihe ist, IMMER vergessen). Tipp drei: Vorab die Regel klären, dass Biene Maja und Pinocchio keine Optionen sind. Tipp vier: Auch wenn es reizvoll ist, die Mitspielenden herauszufordern – Sergei Wiktorowitsch Lawrow ist zu schwierig. Der russische Außenminister möge es uns nachsehen.

Die Zeit nutzen

Josina Kelz: Besonders in Zeiten der Pandemie ist es nicht selbstverständlich, Silvester in Gesellschaft zu feiern. Einige sind allein. Doch alleine ins neue Jahr zu rutschen, muss nicht gleich sinnlos sein, ganz im Gegenteil: Der letzte Abend des Jahres ist der perfekte Anlass, um einmal tief in sich zu gehen. Man kann die vergangenen zwölf Monate reflektieren und sich darüber klar werden, was man sich für das kommende Jahr wünscht, was man ändern will. Dabei geht es nicht um stumpfe gute Vorsätze, sondern um einen ehrlichen Reflexionsprozess und darum, Vorfreude auf ein neues Jahr zu kreieren.

Dieses Jahr haben Sie sich mehr um alle anderen als um sich selbst gekümmert? Dann planen Sie für das kommende Jahr eine Unternehmung pro Monat ein, die nur für Ihre Seele bestimmt ist. Melden Sie sich bei dem Tanzkurs an, den Sie schon immer mal besuchen wollten, gönnen Sie sich eine Kosmetikbehandlung, planen Sie einen Tag am Meer. Und schreiben Sie all Ihre Pläne auf.

Ganz bestimmt starten Sie nach diesem Abend besser gewappnet in das neue Jahr als nach jeder noch so tollen Party.

Spiele ausdrucken

Stefan Gohlisch: An den vergangenen Lockdowns ist ja nun wirklich wenig schönzureden. Aber manche Entwicklungen wurden dadurch beschleunigt, kreativer Umgang mit den Mitteln des Digitalen zum Beispiel. Die wurden auch genutzt von Verlagen für das an sich analoge Gesellschaftsspiel – „Print and Play“-Angebote boomten: Spiele, deren Dateien man sich herunterlädt, ausdruckt und nach ein bisschen Herumschnipseln mit der Schere auf den Tisch bringt.

Asmodee brachte beispielsweise eine solche Version seines preisgekrönten Kommunikationsspiels „Dixit“ heraus, das sich um Assoziationen zu traumhaft illustrierten Karten dreht. print-and-play.asmodee.fun

Sehr lustig und politisch garantiert unkorrekt ist „Cards against Humanity“ (Foto). Besagte Karten müssen auf möglichst kreative Weise kombiniert werden. Absurdität hat gute Chancen, böser Humor noch größere. cardsagainsthumanity.com

Tipp für Vielspieler: „Rolling Realms“, inzwischen auch als „Würfelwelten“ bekannt, ist ein Würfelspiel für Fortgeschrittene. Regeln und mehr (auch für viele weitere „Print and Play“-Spiele) gibt es auf der englischsprachigen Seite boardgamegeek.com

Begriffe zeichnen

Maike Jacobs: Wenn man schon nicht in großen Gruppen feiern kann, dann wenigstens in coronakonformer Runde spielen! „Sauklaue“ ist ein echt heißer Tipp, der viele Lacher garantiert. Denn Sauklaue (Potato Games, 26,99 Euro, bis zu acht Spieler) ist so etwas wie „Stille Post“ – nur auf Zeichenebene.

Jeder zieht eine Karte, auf der eine Redewendung, eine Handlung oder ein Begriff steht, zeichnet diese und gibt sie weiter. Der Nächste schreibt auf einer neuen Karte, was er sieht, heftet diese auf die untere Karte und gibt sie weiter. Sein Nachbar muss nun das Wort zeichnen und wiederum auf den Stapel heften. Das Zeichnen und Beschreiben wiederholt sich, bis der erste Spieler den Kartenstapel in der Hand hält. Oft kommt auf der Reise ein völlig anderes Wort oder Bild heraus, denn die Begriffe sind teilweise ganz schön knifflig – was wohl aus „dunkle Materie“ oder „vom Speck träumen“ wird? Die Ergebnisse können dementsprechend absurd und sehr komisch werden. Zum Schluss werden Punkte vergeben – die bekommt derjenige, der die beste oder irrwitzigste Kritzelei oder den besten Rateversuch abgeben hat.

Stockbrot backen

Andrea Tratner: Im zweiten Corona-Winter kann uns nichts mehr schrecken, gegen Kälte sind wir quasi immun. Deshalb können wir am Silvesterabend zwischen Raclette und Mitternachtsdrink unseren Kindern ein Highlight bieten und auf Balkon oder Terasse, im Garten oder auf dem Garagenhof die Feuerschale anwerfen und gemütlich Stockbrot als kleinen Zwischensnack braten. Den einfachen Quarkölteig schon nachmittags aus 150 Gramm Magerquark, sechs Esslöffeln Öl, sechs Esslöffeln Milch, einer Prise Zucker, einem Teelöffel Salz, 300 Gramm Mehl und einem Päckchen Backpulver anrühren.

Teig in sechs bis acht gleich große Portionen teilen, lange Rollen formen und ruhen lassen. Abends kann man mit den großen und kleinen Partygästen die gesäuberten und angespitzten Holzstöcke (das Sammeln ist eine tolle Nachmittagsbeschäftigung) mit dem Teig spiralförmig umwickeln. Achtung: Die Stockspitze muss mit Teig bedeckt sein, sonst fängt sie Feuer. Dann ins Feuer halten (ein einfacher Kohlegrill funktioniert übrigens auch) und backen. Tipp: Fertiges Stock­brot vorsichtig vom Holz abziehen und mithilfe eines Messers mit Nutella füllen!

Punkte sammeln

Mirjana Cvjetkovic: Als Kind habe ich fasziniert zugeschaut, wie sich meine Eltern mit Freunden (Gruß an dieser Stelle nach Velber, guten Rutsch!) ­50-Pfennig-Stücke abluchsten. Drei braucht man (drei Leben), also heute 50 Cent, wenn man um Geld spielen möchte. Wahlweise nimmt man Knöpfe oder Kieselsteine. Ansonsten benötigt man nur ein Skat-Blatt mit 32 Karten.

Jeder Spieler (zwei bis neun) bekommt drei Karten beim „Schwimmen“ – es gibt regional Namen wie Knack, Schnauz, Wutz und Einunddreißig – und versucht, durch sinnvolle Kartenkombinationen 31 Punkte zu sammeln. Bilderkarten sind zehn Punkte wert, Asse elf, die Karten mit Zahlen zählen so viel wie die Augen. Auch gleiche Karten können gesammelt werden: drei Neuner oder drei Buben – diese Kombination zählt immer 30,5 Punkte. Durch smartes Tauschen mit offenen Karten in der Tischmitte wird im Uhrzeigersinn gespielt, wer nicht tauschen möchte, sagt: „Ich schiebe“. Beendet wird das Spiel durch Klopfen. Spieler können dann noch einmal tauschen. Ganz vorbei ist es, wenn jemand drei Asse auf der Hand hält. Die sind ein „Blitz“ – und alle müssen zahlen!

Von NP