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Leben in Hannover Hannover: Schumann strahlt nicht nur im Lux
Hannover Leben in Hannover Hannover: Schumann strahlt nicht nur im Lux
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18:16 26.09.2014
Von Mirjana Cvjetkovic
TOPFIT UND AMBITIONIERT:„Das Bild, das ich früher von 50-Jährigen hatte, erfülle ichüberhaupt nicht“, sagt Rainer Schumann über sich.
TOPFIT UND AMBITIONIERT: „Das Bild, das ich früher von 50-Jährigen hatte, erfülle ich überhaupt nicht“, sagt Rainer Schumann über sich. Quelle: NANCY HEUSEL
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Hannover

Ob vor 25 000 Fans an der Expo-Plaza (mit den Furys vergangenen Sommer), vor 120 000 am Hockenheimring (mit den Furys, Sommer 1990) oder vor 130 Leuten im Lux (in zwei Wochen mit neuer Band) am Schwarzen Bären - „im Prinzip ist es doch das Gleiche, du musst auf die Bühne gehen, die Leute kriegen und das Publikum für dich gewinnen.“ Rainer Schumann (50) trommelt neulich Vormittag beim Treffen mit der NP mit seinen Fingern auf der Theke im Lindener Lux, dem Klub in dem der Ex-Fury-Drummer am 11. Oktober mit seiner neu formierten Band „Schumann“ muckt.

„Das wird ein schönes Konzert“, verspricht er, „die neue Band ist so etwas wie meine musikalische Hängematte“. So neu ist die Gruppe aber dann aber nicht, schließlich ist neben dem 50-Jährigen auch Gero Drnek (54) dabei - mit ihm hat er jahrelang bei Fury in the Slaugtherhouse gespielt. Neben dem Keyboarder gehören zur Truppe noch Lars Lehmann (42, Bass) und Kristof Hinz (39, Schlagzeug).

Mit der aktuellen Formation erfüllt sich Schumann einen Traum, er singt nämlich selbst und spielt Gitarre. Schlagzeug spielen macht er nämlich nicht seit je her, „ich habe ein Jahr drauf rumgehämmert und dann lief es“. Erfolgszeiten mit den Furys hängt er nicht nach („machen wir uns nichts vor, das ist lange her“), wird aber beim Gig im Lux ein paar „alte Nummern“ und eigene Songs, „die ich während der Fury-Zeit geschrieben habe“, spielen. Die hat er im Frühjahr auf seinem ersten Soloalbum „Sunshine, Love, Music and Football“ rausgebracht, der Titel beschreibt, was ihn im Leben so bewegt (hat).

Apropos bewegt: Wie geht es ihm eigentlich nach der Trennung von Freundin Tina-Marie Butenhoff (36), mit ihr hat er Sohn Leo (4)? „Ich kümmere mich um meine Musik und meine Projekte“, sagt Schumann. Also keine Lust auf eine neue Liebe? „Ich schließe das nicht aus, bin aber nicht auf wilder Brautschau. Es kommt, wie es kommt.“

„Projekte“ hat er viele - „Klang und Leben“ heißt eines. Da ist er mit Graziano Zampolin (52) und Oliver Perau (44) dreimal wöchentlich (!) bundesweit in Seniorenheimen unterwegs, um mit betagten und demenzkranken Menschen zu musizieren. Eine Erfolgsgeschichte, von der es in Kürze eine wissenschaftliche Studie, ein Buch und eine TV-Doku geben wird. Dann gibt Schumann noch Trommelworkshops (Suchtprävention an Schulen) und ist mit Musiker Kuersche (47) am Start. Der hat in seiner Band-Version auch die alten Furys Drnek und Christian Decker (42) um sich geschart. Gut zu tun, Herr Schumann! „Und es kommt noch mehr, es geht wieder ins Studio, neue Songs aufnehmen!“

www.rs-musik.de

Schumann: 11. Oktober im Lux (Schwarzer Bär 2), Vorverkauf 14 Euro (plus Gebühr), Abendkasse 16 Euro.