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Leben in Hannover Darum war „Esskult“ in Döhren elf Monate geschlossen
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Hannover: Restaurant Esskult öffnet nach elf Monaten Pause in Döhren

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10:12 07.10.2021
Lokal im neuen Look: Juri Duchan betreibt das „Esskult“ in Döhren mit seiner Mutter Irina.
Lokal im neuen Look: Juri Duchan betreibt das „Esskult“ in Döhren mit seiner Mutter Irina. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Es ist das verflixte siebte Jahr seit der Eröffnung: „Die Renovierung musste sein“, sagt Juri Duchan (33) über die Entscheidung, die er im April traf. Dass es bis Oktober dauern würde, bis er sein Restaurant „Esskult“ in der Döhrener Wiehbergstraße wieder öffnen kann, hätte er jedoch nicht gedacht.

„Der letzte Anstrich war am 30. September, am Tag danach ging der Betrieb los“, erzählt Duchan, dessen Mutter Irina (57) in der Küche das Regiment führt und die Gäste im Oktober mit Kürbissamtsuppe, gegrillten Waldpilzen und „Maronenmania“ verwöhnen will. In den sozialen Medien hatte das Team die Neueröffnung mit emotionalen Worten angekündigt: „Wir haben gekämpft, um zu bleiben – nicht nur seelisch.“

Die ganze Familie arbeitet mit: Victoria Duchan mixt Cocktails an der „Esskult“-Bar. Quelle: Christian Behrens

Im November 2020 schloss das Lokal im zweiten Lockdown, der viel länger dauerte als gedacht. Das galt aber auch für den Umbau. „Geplant war bis Anfang August“, erinnert sich Duchan. Aber Handwerker waren begehrt, Baustoffe Mangelware. „Wir mussten uns bei der Wahl der Bodenbeläge kurzfristig umentscheiden, das hätte sonst noch Monate gedauert.“ Duchan ließ außerdem die Toiletten entkernen und neu machen, alle Wände neu verspachteln. Das bisherige Farbkonzept aus Weinrot mit beigen Elementen drehte er um. „Es ist jetzt heller.“ Zuviel Veränderung wollte Duchan aber auch nicht. Das Ziel war aber immer: ,Esskult’ muss erkennbar bleiben.“

Das dürfte geklappt haben, die Stammgäste kehrten am ersten Wochenende in Scharen zurück. Viele hatte sich in den schweren Monaten beim Wirt immer wieder erkundigt, Kraft gewünscht, zum Durchhalten ermutigt. Für Duchan stand Aufgeben nicht zur Debatte. „Es mag Gastronomiebetriebe geben, bei denen die Zahlen im Vordergrund stehen.“ Bei den Duchans ist es Leidenschaft. „Wir sind dazu geboren.“ Die ganze Familie zieht mit – „mein Vater hat am Eröffnungstag Gläser gespült“, erzählt der 33-Jährige mit einem Schmunzeln.

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Mit Blick auf den Winter und eine vierte Corona-Welle will Duchan im „Esskult“ eine Strichliste führen: „Eine interne, anonyme Statistik“, betont er. „Ich will schauen, wie viele Leute mit 2G oder 3G kommen.“ Er glaubt: „Im Winter wird sich herauskristallisieren, in welche Richtung es sich entwickelt.“

Von Andrea Tratner