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Leben in Hannover Fotoaktion: Ministerpräsident Stephan Weil holt sein Corona-Porträt
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Hannover: Ministerpräsident Weil holt sein Corona-Porträt bei Iris Klöpper

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09:44 23.11.2021
Freut sich über sein Porträt: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil mit Fotografin Iris Klöpper.
Freut sich über sein Porträt: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil mit Fotografin Iris Klöpper. Quelle: Karoline Eggert
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Hannover

Künstler Della (65) klemmte sich nach der Finissage sein Porträt unter den Arm, Schauspielerin Julia Goehrmann und DJ Hanns-Werner-Staude (59) gingen ebenfalls mit künstlerischer Beute nach Hause. Und auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62) hat nun ein großformatiges Bild von sich, auf dem er kämpferisch die Arme verschränkt, in die Kamera lächelt – „Kunst trotz(t) Corona“ nannte Fotografin Iris Klöpper (57) die Aktion, 125 Porträts hingen zwei Monate in der Kirche des Stephansstifts in Kleefeld.

250 Bilder insgesamt entstanden, die Gesichter eines Lockdowns, der vor allem die Kulturbranche hart traf. „Das erste gleich im März 2020“, erinnert sich die Fotodesignerin, die mit den Bildern ein Signal setzen wollte. Dass im Herbst 2021 die Inzidenzzahlen ungeahnte Höhen erreichen, schockierte auch Klöpper – die Finissage mit Musik von Marc Masconi (54), einem Video von Nikolaj Georgiew (55) und einer Videobotschaft von Kabarettist Matthias Brodowy (49) fand unter 2G-Regeln statt.

Stolz: Zwei Monate hingen die 125 Bilder von Iris Klöpper in der Kirche des Stephansstifts. Quelle: Franson

„Corona war damals nur ein Gruß aus der Küche“

In seiner Rede erinnerte sich Stephan Weil an die Fotosession mit Iris Klöpper, nach der er sofort bessere Laune gehabt habe. Im Rückblick musste er aber eingestehen: „Corona war damals nur ein Gruß aus der Küche, im Vergleich zu den heutigen Zahlen.“ Weil gab der Fotografin einen Tipp mit auf dem Weg, über den sie nachdenken will. „Er regte an, alle Menschen nochmal zu fotografieren, wenn die Pandemie vorbei ist“, erzählt Klöpper.

Wann das sein wird, steht wohl in den Sternen. So wie auch Klöppers unmittelbare Zukunft. Zum einen hat die Fotografin gerade einen gebrochene linken Arm auskuriert („Mich hat ein Radfahrer umgefahren“). Zum andere mache die Pandemie erneut Kulturschaffenden und Selbstständigen zu schaffen. Mit „Kunst trotz(t) Corona“ habe sie nichts verdient, die Aktion war eine Herzensangelegenheit. „Ich wollte an Respekt, Gemeinsinn und Solidarität appellieren. Kommunikation ist wichtig in dieser Zeit.“ Mehr Infos unter www.kloepper-fotodesign.de

Von Andrea Tratner