Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Leben in Hannover Hommage an Hannover-Gin: In diesem Hotel-Zimmer schläft „Niemand“
Hannover Leben in Hannover

Hannover: "Me and all"-Hotel gestaltet Zimmer im "Niemand"-Look

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:33 29.10.2021
Zimmer im Gin-Style: Torben Paradiek (links) und Sebastian Maria Otto im „Niemand“-Zimmer im „Me and all“-Hotel am Aegi.
Zimmer im Gin-Style: Torben Paradiek (links) und Sebastian Maria Otto im „Niemand“-Zimmer im „Me and all“-Hotel am Aegi. Quelle: Ilona Hottmann
Anzeige
Hannover

Wie schläft man wohl im „Niemand“-Land? Ab Freitag, 29. Oktober, kann das jeder ausprobieren im „Me and all“-Hotel am Aegidientorplatz. Der erste so genannte „Pop-Up Room“ im sechsten Stock ist eingetaucht in die typische rosarote Farbnote des preisgekrönten Hannover-Gins mit Rosmarin-Lavendel-Sandelholz-Note. Außerdem gibt es in Zimmer 627 Gin-Literatur auf dem Nachttisch und ein Glücksrad, das über die Drinks aus der Minibar entscheidet.

Auf einer gemeinsamen Reise nach Amsterdam entstand schon vor einigen Jahre bei den Gin-Pionieren Sebastian Maria Otto (47) und Torben Paradiek (38) die Idee für ein „Niemand“-Zimmer. „Wir möchten die Gäste einladen, unsere Welt zu entdecken“, erklärt Paradiek das Design des außergewöhnlichen Hotelzimmers. „Es geht um Menschen und Dinge, die uns geprägt haben.“

Viele Details aus dem Leben der „Niemand“-Macher

Eine Kassette steht für das Projekt „Niemand tanzt“, das das Duo während der Pandemie ins Leben gerufen hatte. Auf der Toilette kann man via QR-Code Reise-Videos der beiden anschauen. Im Bad hängt ein Bild des Künstlers Alexander Isakov, der eine Kreativ-Challenge auf dem „Niemand“-Instagram-Account gewonnen hatte– „hier wollten wir ihm nochmal ein Denkmal setzen.“

Was wollen wir trinken? Das Glücksrad nimmt Übernachtungsgästen die Entscheidung ab. Quelle: Ilona Hottmann

Lässt man den Blick im sechsten Stock aus dem „Niemand“-Zimmer schweifen, sieht man Rathaus, die warmen Brüder und die Skyline von Hannover. Auf den Fenstern haben die beiden Gin-Buddys kleine Wegweiser, Hannover-Tipps oder Aussichten als Sticker notiert.

Eröffnet wird das Zimmer (kostet 129 Euro pro Nacht, am Wochenende 99 Euro) unter dem Motto „Hier schläft niemand“ am 29. Oktober ab 20 Uhr mit einigen Events und Überraschungen. „Alle Fans sind herzlich eingeladen, mit uns zusammen Bad, Dusche, WC und Bett einzuweihen und auf diese neue, tolle Symbiose anzustoßen“, so Hotel-Managerin Lisa Edelmann. „Die „Me and all“-Kette betont in allen Häusern die lokalen Bezüge, integriert in der Landeshauptstadt Hannover-Marken und -Produkte. „Individuell und am Puls der Zeit“, so beschreibt Edelmann den Kurs.

So kämpft Sebastian Maria Otto mit den Folgen der Krankheit

Was auffällt: Es ist keines der markanten Bilder von Künstler und Mitinitiator Sebastian Maria Otto in dem Raum zu finden. „Wir hatten es überlegt, aber wir wollten hier auch einmal anderen den Vortritt lassen“, so Otto. Der Maler erlitt im September vergangenen Jahres ein Aneurysma, die Folgen dieser Hirnblutung verlangen ihm bis heute viel Kraft und Disziplin ab. „Ich fühle mich teilweise, wie ein Kindergartenkind, ich habe oft das Gefühl für die Zeit verloren.“

Die Macher des preisgekrönten „Niemand“-Gins aus Hannover haben im „Me and all“-Hotel am Aegi ein Zimmer im sechsten Stock sehr persönlich gestaltet.

Doch gerade große Projekte wie das „Niemand“-Zimmer seien wichtig für ihn: „Sie helfen mir, mich zu ordnen, mich zu strukturieren und weiter zu machen.“ Otto schaut nach vorn. Anfang Dezember soll es in Linden eine Ausstellung mit alten und neuen Werken von ihm geben. „Jeden Tag um 16 Uhr male ich ein Bild. Und jeden Tag um kurz vor 16 Uhr freue ich mich darauf“, so Otto, der zusammen mit Paradiek auch an einer hochprozentigen Idee für die kalte Jahreszeit bastelt. „Gin & Juice“ soll der nächste Clou werden.

Neues aus der Gastro-Szene

Die Neuigkeiten rund um Hannovers Gastronomie-Szene jeden Donnerstag gegen 12 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Von Luisa Verfürth