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Leben in Hannover Im „Cuchillos“ zapfen Gäste ihr Bier am Tisch
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Hannover: Im „Cuchillos“ zapfen Gäste ihr Bier am Tisch

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14:05 23.10.2021
Gute Idee: Im oberen Bereich des „Cuchillos“ können Gäste ihr Bier direkt am Tisch zapfen – wie Andreas Oldenburger zeigt. Neu ist auch der Raum für private Feiern (links) mit eigenem Barkeeper.
Gute Idee: Im oberen Bereich des „Cuchillos“ können Gäste ihr Bier direkt am Tisch zapfen – wie Andreas Oldenburger zeigt. Neu ist auch der Raum für private Feiern (links) mit eigenem Barkeeper. Quelle: Fotos: Hottmann
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Hannover

Vor dem leeren Bierglas sitzen und durstig auf die nächste Runde warten? Kann den Gästen des Steak- und Tacohauses „Cuchillos“ an der Schmiedestraße nicht mehr passieren. Andreas Oldenburger (38), Monty Emrich (31) und Frido Marquardt (33) haben die obere Etage ihres Lokals fertig renoviert – hier können Besucherinnen und Besucher nun selbst den Zapfhahn bedienen.

An drei der sechs Tische in der „Cuchillos“-Lounge sind Zapfanlagen installiert, mit denen sich die Gläser jederzeit auffüllen lassen, gezahlt wird mit einer Prepaid-Karte. Man muss sich nur entscheiden, ob man ein Gilde oder ein König Ludwig hell trinken möchte.

Cuchillos: Tische mit Bierzapfhahn Quelle: Ilona Hottmann

„Ich habe das vor einiger Zeit in Amsterdam gesehen und fand es genial“, sagt Andreas Oldenburger. Die Fässer sind in einem einsehbaren Kühlraum gelagert, das Bier fließt durch riesige Kupferrohre an der Decke zu den Tischen.

Private Area mit Barkeeper

Auch der hintere Bereich des oberen Stockwerks ist fertig. „Da ist jetzt unsere private Dining-Area“, so Oldenburger. Bis zu 20 Menschen können den Extraraum mit einem großen Tisch und einer eigenen Bar buchen. „Dort bekommt man auch seinen eigenen Barkeeper“, sagt der 38-Jährige. Bestellt werden können Menüs mit mehreren Gängen oder auch ein Taco-Büfett. Oldenburger freut sich schon jetzt über rege Buchungen.

Das Besondere zu bieten, werde für Gastronomen und Gastronominnen immer wichtiger, glaubt der Mann, der am Engelbosteler Damm auch das „Locorito“ führt. „Wir müssen mehr als früher Anreize schaffen, damit die Leute häufiger ausgehen. Man muss Ideen haben, die sonst keiner hat und sich dadurch absetzen.“

Cuchillos, obere Etage ist fertig Quelle: Ilona Hottmann

Dazu gehöre es auch, Erlebnisse zu schaffen – wie sein eigener Bierzapfer zu werden. Nach Strecken mit strengen Corona-Auflagen bemerkt Oldenburger aber auch eine neue Lust aufs Ausgehen. „Die Gäste sind nicht mehr so ängstlich wie vor ein, zwei Monaten.“ Was der Branche gut tut. „Aber auch wenn die Leute wiederkommen: Wir haben nach den Lockdowns noch viel aufzuholen.“

Von Julia Braun