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Leben in Hannover Hannover-Botschafterin zieht durch die Welt
Hannover Leben in Hannover Hannover-Botschafterin zieht durch die Welt
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21:28 19.07.2012
Von Simon Lange
NICHT OHNE MEINEN HUT: Susanne L. Born hat alle ihre Hobbys zum Beruf gemacht – und weiß das zu schätzen.
NICHT OHNE MEINEN HUT: Susanne L. Born hat alle ihre Hobbys zum Beruf gemacht – und weiß das zu schätzen. Quelle: NANCY HEUSEL
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Hannover

Der Hut darf auf keinen Fall fehlen. „Den habe ich mir vor 20 Jahren in New Orleans gekauft“, sagt Susanne L. Born und präsentiert das Panama-Modell. „Seitdem begleitet er mich überall mit hin. Über hunderttausende von Kilometern.“

Born kommt rum. Zuletzt verschlug es die Reisejournalistin auftragsgemäß nach Südengland. „14 Reiseführer habe ich schon geschrieben“, sagt sie. Viel USA, weil sie dort lange lebte, aber auch Hong Kong und eben England. „Auf allen Reisen bin ich auch als Botschafterin von Hannover unterwegs.“ Wann sie hier geboren wurde, das will sie nicht verraten. „Ich bin so alt wie Madonna“, sagt sie zwinkernd und streicht sich durch ihr Haar. 53, könnte passen.

Opa Curt arbeitet im Wettbüro, eröffnete nach dem Krieg ein Geschäft in der List. Daher die Leidenschaft für Rennpferde. Born ist nicht zufällig auch Pressesprecherin der Neuen Bult. Und wenn wir schon bei den Großeltern sind: Das L in ihrem Namen ist an Oma Lina angelehnt. „Ich koche so gern, und Oma Lina war eine der ersten professionellen Küchenchefinnen Deutschlands“, sagt Born stolz.

Kulinarisches, Reisen, Pferderennen. Sie hat ihre Hobbys zum Beruf gemacht. „Traumhaft, ich weiß das zu schätzen“, sagt sie. Für ihren neuen Band über Südengland (Dumont Bildatlas, 8,50Euro, ab Herbst im Handel) war eine Rennbahn-Reportage aus Bath Pflicht, ebenso der Besuch eines Weinguts.

Wie sie zu ihren Geschichten kommt? „Oft ist das purer Zufall. Die Dinge finden einen, nicht andersherum.“ Ihr Highlight? „Ich wusste, dass diese Frage kommt“, sagt Born gut vorbereitet. Ihre Antwort ist umso verblüffender. „Ich habe nicht alle Geheimnisse in dem Buch verraten. Ich will, dass einige Dinge unentdeckt bleiben, möchte die Natur verschonen.“ Na ja, gut, die Scilly-Inseln vorm Süd-West-Zipfel sollte man dann doch besucht haben. Traumstrände, mediterranes Klima. Kannte Born nämlich selber nicht.

Fernweh? „Oh ja, habe ich oft.“ Ihre Reisen sind auch immer „kleine Fluchten.“ Aber, „ich muss nicht woanders Leben“, betont sie, „hier in Hannover bin ich sehr glücklich“.