Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Leben in Hannover Groß: Arigbabu ist jetzt Kleingärtner
Hannover Leben in Hannover Groß: Arigbabu ist jetzt Kleingärtner
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 10.05.2014
Von Mirjana Cvjetkovic
LÄSSIGES DUO:Sonnenbebrillt chillt David Arigbabu mit Töchterchen Helena in ihrem HainhölzerSchrebergarten.Fotos: Petrow (2), Archiv
LÄSSIGES DUO: Sonnenbebrillt chillt David Arigbabu mit Töchterchen Helena in ihrem Hainhölzer Schrebergarten. Quelle: Florian Petrow
Anzeige
Hannover

Wenn Schrebergärten nur etwas für Spießer sind, dann gehört er jetzt dazu - David Arigbabu (38) ist unter die Kleingärtner gegangen. „Für Familien, die in der Stadt wohnen, ist das doch super“, schwärmt der ehemalige Basketballprofi, „innerhalb von fünf bis zehn Minuten sind wir in unserer eigenen grünen Oase. Nichts da ist spießig!“

Wir - das sind das einstige Aushängeschild der UBC-Tigers, seine Gattin Anne (32) und ihr kleiner Sonnenschein, Töchterchen Helena (1). Und der hat auf dem 600 Quadratmeter großen Gelände im Kleingärtnerverein Burgland in Hainholz richtig viel Platz zum Herumtollen, Rutschen und Schaukeln. „Für ihren Sandkasten habe ich 400 Kilo Spielsand herangekarrt“, erzählt der 2,02-Meter-Mann und lacht.

Auch die Erwachsenen haben in ihrem Garten (haben sie sich im November zugelegt) Spaß: „Wir haben Erdbeeren gepflanzt und wollen es auch mit Kartoffeln versuchen“, plaudert Anne Arigbabu drauflos, „ist doch cool, wie der Flieder hier jetzt blüht!“ Nicht nur der: Tulpen in Lila, Gelb und Rot strecken ihre Köpfe der Sonne entgegen, die an schönen Tagen jede Ecke des Gartens küsst. Das Ehepaar weiß, dass es „Rhabarber, einen Kirsch- und Pflaumenbaum und so was wie Johannisbeeren“ in seinem Garten stehen hat, doch dann hört es auch schon auf mit dem Flora-Fachwissen. „Zu Weihnachten gabs fünf Gartenbücher“, sagt die 32-Jährige, die als Einkäuferin beim Modeunternehmen New Yorker tätig ist (aktuell in Elternzeit) und lacht.

Und wenn sie gar nicht mehr weiter wissen, fragen sie das Internet. Oder Annes Eltern: „Die hatten auch einen Garten. Ist ja alles kein Hexenwerk!“ Die Arigbabus freuen sich, wenn die Tage endlich schöner werden, „fürs Grillen und Chillen mit Freunden“. Drei befreundete Pärchen mit Kindern haben sich an der Schaukel für die Lütten beteiligt. Und was ist mit einem Basketballkorb? „Kommt!“, verspricht der Hüne und wirft imaginäre Bälle in die Luft.

David Arigbabu, der heute als Marketingfachmann sein Geld verdient, will sich für die Kleingartenkultur in seiner Heimatstadt einsetzen und sieht sich als Botschafter: „Es wäre toll, wenn viel mehr jüngere Leute einen Garten pachten! So kommt man als Städter der Natur viel näher.“ Sie zahlen übrigens 440 Euro Pacht im Jahr - „machbar.“ Sein Tipp: „Einfach das Fahrrad schnappen, durch Kleingartenkolonien düsen und schauen, was so frei ist.“

www.gartenfreunde-burgland.de