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Leben in Hannover Fitness in Hannover: So wird im Boost-Club bei John Reed geschwitzt
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Fitness in Hannover: So wird im Boost-Club bei John Reed geschwitzt

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09:54 30.09.2021
Gute Halteübung: Mit John-Reed-Trainingsleiter Max Kaleta bereitet sich NP-Redakteurin Maike Jacobs auf den Boost-Club vor.
Gute Halteübung: Mit John-Reed-Trainingsleiter Max Kaleta bereitet sich NP-Redakteurin Maike Jacobs auf den Boost-Club vor. Quelle: Petrow
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Hannover

Der Boost-Club bei John Reed ist ein intensives HIIT-Workout (hochintensives Intervalltraining) in der Gruppe mit Master Trainern, Fitness Party und mehr. Es ist ein Gruppenworkout mit eigenem Körpergewicht, beziehungsweise leichten Gewichtsscheiben, aber coronabedingt ohne Partnerübungen. Der Boost-Club ist so etwas wie ein Highlight, nach der Stunde kommen die Sportler noch alle zusammen, trinken und essen gemeinsam, ein DJ macht Live-Musik.

Die Vorbereitung: Zum Boostclub muss man sich anmelden, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Sportkleidung, Handtuch, Trinkflasche sollte man dabei haben.

Das Training: Die John-Reed-Sportler sind eine Gemeinschaft, man kennt sich, ist per Du. Das liegt auch daran, dass in dem Studio nicht nur Sport gemacht wird, sondern es einen stylischen Bar-Bereich gibt, der eher an eine coole Disko erinnert, besonders, wenn ein Club-DJ wie an diesem Abend live auflegt. Kevin Kölle heißt unser Boost-Club-Trainer, unterstützt wird er von Trainingsleiter Max Kaleta.

Zunächst erklärt Kevin genau den Übungungsaufbau des intensiven Ganzkörperworkouts: Nach dem Aufwärmtraining machen wir eine Art Zirkeltraining über drei Runden. Eine Runde beinhaltet fünf Übungen. Jede Übung wird 40 Sekunden ausgeführt – das ist die Belastungszeit – dann hat man zum Wechsel zur nächsten Übung 20 Sekunden Zeit. Zwischen den Runden gibt es eine Minute Pause, am Ende des Workouts erwartet uns eine Challenge. An der Wand läuft eine Stoppuhr, die die Belastungs- und Erholungszeit anzeigt und zum Wechsel einen Signalton gibt.

Jump Squats mit Gewicht: Jeder konnte sein Level selbst festlegen. Quelle: Florian Petrow

Als Warm-up machen wir Jumping Jacks, das sind klassische Hampelmänner, Side-Lunges, seitliche Ausfallschritte mit Gewichtsverlagerung und weitere Übungen, um die Muskulatur zu erwärmen. Auch der Core wird gefordert, indem wir auf dem Rücken liegen, die Beine angewinkelt aufstellen und das Becken hochheben, so dass nur noch Schultern, Arme, Kopf und Fußflächen auf dem Boden sind. Und da wir ja sowieso schon auf der Matte liegen, können wir auch gleich die Bauchmuskeln mit Crunches weiter aktivieren. Kevin erklärt die Übungen und macht sie vor. Zwar darf er coronabedingt nicht durch die Reihen laufen und korrigieren, aber er hat alle Teilnehmer im Blick, gibt Tipps und ermahnt zur richtigen Haltung.

Für die Crunches muss der Core gut arbeiten. Quelle: Florian Petrow

Beim jetzt startenden Zirkeltraining gibt er immer verschiedene Schwierigkeitsstufen an. So können beispielsweise die Squats (einfaches Level) auch als Jumping Squats (gesteigertes Level: man hüpft aus der Kniebeuge hoch) oder mit zusätzlicher Gewichtsscheibe (für Profis: man springt aus der Kniebeuge mit Gewichtsscheibe hoch) ausgeführt werden. Bei allem Ehrgeiz ermahnt Kevin, die Squats schön sauber auszuführen und auch tief genug hinunterzugehen, mindestens, bis die Beine in einen rechten Winkel sind. Zu den antreibenden, lauten Beats gehen die Teilnehmer in die Hocke, kommen hoch, hüpfen (oder auch nicht). Wiederholung reiht sich an Wiederholung, die Übung soll möglichst intensiv und schnell ausgeführt werden mit dem Erfolg, dass wohl bei jedem die Oberschenkel brennen als endlich der Signalton erklingt: 40 Sekunden können verdammt lang sein!

So effizient ist das Training

Max Kaleta (27) hat die Trainingsleitung bei John Reed Hannover inne. Der gelernte Fitnessfachwirt ist diplomierter Sport- und Gesundheitstrainer, diplomierter Sport-Fitnesswirt und hat 12 verschiedene Lizenzen im Fitnessbereich von Ernährungsberatung über Personal- bis Functionaltraining.

Wer stellt die Übungen zusammen?

Bei den Boost-Clubs, die am selben Tag in allen John-Reed-Fitnessstudios stattfinden, gibt es einen offiziellen, studioübergreifenden Trainingsplan von John Reed. Ansonsten stellen die jeweiligen Performance-Trainer das Group-Workout selbst zusammen.

Wie ist das Training aufgebaut?

Das Training heute ist ähnlich einem Tabata-Workout. 40 Sekunden ist die Belastung, 20 Sekunden Pause.

Durch die intensive Belastung treiben wir die Pulsfrequenz schnell nach oben und die Muskelspeicher entleeren sich. In der Pause fällt wiederum die Pulsfrequenz, das ist die Erholung. Durch diesen Wechsel hat das Training trotz der kurzen Zeitspanne eine enorm hohe Effizienz.

Unsere Group Workouts variieren aber auch – neben Tabata kann der Coach auch Trainingsstunden geben, die auf AMRAP – also ,As Many Reps As Possible’ (Anm. Red: so viele Wiederholungen wie möglich) oder EMOM – also ,Every Minute on the Minute’ (Anm. Red: jede Minute eine andere Übung) basieren.

Was wird trainiert?

Das Group-Workout ist ein Ganzköpertraining. Schulter, Brust, Trizeps, Coremuskulatur waren dieses Mal besonders dabei, aber je nachdem, welche Übungen der Trainer aussucht, liegt auch der Fokus etwas anders.

Was soll mit dem Training erreichten?

Formung und Kräftigung des Körpers und mehr Fitness. Das Herz-/Kreislaufsystem wird gestärkt, das Körperfett verringert.

An wen richtet sich das Training?

Im Prinzip ist das Training für jeden und jedes Alter geeignet. Jeder Teilnehmer kann bestimmen, auf welchem Level er trainieren möchte. Daher gibt der Trainer zu jeder Übung Progressions- oder Regressionsmöglichkeiten. Da man fast nur mit dem eigenen Körpergewicht arbeitet, ist auch die Gelenkbelastung gering.

Wie oft sollte man trainieren, um fit zu sein?

Um fit zu werden, drei bis viermal die Woche, um fit zu bleiben, reichen dreimal die Woche. Ideal ist es, das Training vielseitig zugestalten. Hier bei John Reed gibt es neben verschiedenen Workout-Stunden auf der Fläche und den Spinning-Möglichkeiten auch viele verschiedene Cardio-, Kraft-, Crossfitgeräte und mehr.

Wie halten Sie sich fit?

Ich trainiere viermal in der Woche im Fitnessstudio, mache Functional- und Crossfit, zwei bis dreimal in der Woche Muay Thai (Thaiboxen), dazu laufe ich zwei bis dreimal die Woche und fahre Mountainbike.

Auch bei der folgenden Übung – aus der Liegestützposition heraus die Knie im Wechsel seitlich nach vorne zu ziehen – gibt Kevin Progressionsmöglichkeiten bis hin zum Mountainclimber, bei dem aus der hohen Plankposition in sprunghaften schnellen Bewegungen die Knie Richtung Ellenbogen gezogen werden. Wahlweise mit der Gewichtsscheibe gehen wir in die Lunges, den klassischen Ausfallschritten. Und ebenfalls effektiv werden die Bauchmuskeln gefordert: Wir liegen auf dem Rücken, heben die gestreckten Beine etwas an, ziehen sie angewinkelt Richtung Bauch und strecken sie wieder aus. Eine Variation sind Crunches: „Löst die Schultern vom Boden“, ermahnt Kevin immer wieder. Der Schweiß läuft, aber da stehen auch noch klassische Liegestütze – je nach Können auf Knien oder Füßen – auf dem Plan.

Der krönende Abschluss des Trainings ist die Challenge: Wer schafft in drei Minuten die meisten Burpees? Diese Ganzkörperübung ist ein Mix aus Kniebeuge, Liegestütz und Strecksprung – bei zunehmender Wiederholungszahl super effektiv. Der Siegerin wird applaudiert, sie bekommt ein kleines Goodie.

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Nach diesem knackigen Training brennen Schulter, Brust, Trizeps und Coremuskulatur. Aber beim gemütlichen Drink und einem Snack in der Lounge im Anschluss stellt sich schnell das schöne Gefühl ein, gut etwas für sich getan zu haben.

Info: John Reed Fitnesstraining

Für wen geeignet: Training mit dem Körpergewicht ist ideal für gesunde Menschen jeden Alters.

Was bringt es: Vor allem die große Muskelgruppen werden gestärkt.

Spaßfaktor: Trainieren in der Gruppe macht viel Spaß, so zieht man sich gegenseitig mit.

Kalorienverbrauch: Tabata- und HIIT-Training zählt zu den Kalorienburnern, je nach Gewicht, Trainingsintensität, Fitnesslevel zirka 130 Kalorien in zehn Minuten.

Location: Auf 2700 Quadratmeter gibt es in dem Club (Weidendamm 2) verschiedene Trainingsbereiche von Functional, Kraft, Zirkeltraining bis Cardio. Außerdem gibt es Räume für Gruppenworkouts, die Kurse finden als Cyberobics im Lifestream statt oder mit Trainern vor Ort. Probetraining kostet 20 Euro, es wird bei Anmeldung mit der Mitgliedschaft (ab 40 Euro) verrechnet. Als Mitglied kann man weltweit in allen John-Reed- und McFit-Studios trainieren.

Übrigens: Kein Club sieht wie der andere aus, in allen wird aber viel Wert auf Optik, coole, stylische Atmosphäre und Design gelegt.

Der Club im Internet

Von Maike Jacobs