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Leben in Hannover Diana Babalola: Die Adele aus Hannover
Hannover Leben in Hannover Diana Babalola: Die Adele aus Hannover
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14:56 16.06.2014
Von Mirjana Cvjetkovic
Diana Babalolakomponiert ihre Songs am Klavier,hier in ihrem Studio in Wülfel.
Diana Babalola komponiert ihre Songs am Klavier, hier in ihrem Studio in Wülfel. Quelle: Felix Küpper
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Hannover

Wenn diese junge Frau „Rolling in the Deep“ von Adele (26), „Drunk in Love“ von Beyoncé (32) oder wahlweise „I‘m No Good“ von Amy Winehouse († 27) anstimmt, passieren zwei Dinge: Man fragt sich, woher die zierliche Diana Babalola (21) die Kraft für ihre Stimme nimmt. Und man muss die Gänsehaut, die einem über den kompletten Körper fährt, in den Griff kriegen. Kurzum: Wow!

Dass die Frau mit dem blond gefärbten Lockenschopf singen kann, weiß sie selbst auch: „Mein Ziel ist es schon, international erfolgreich zu sein“, sagt sie selbstbewusst, als die NP sie in ihrem Wülfeler Proberaum besucht.

Schnell ist glasklar, dass es für Babalola wohl keine andere Option im Leben als die Musik gibt: „Wenn ich stumm werden sollte, dann höre ich auf. Sonst nicht.“ Irgendwie auch kein Wunder, denn auf ihrem bisherigen Lebensweg hat die Musik sie schon immer begleitet: Als kleines Mädchen singt sie im Chor der Epiphaniaskirche im Sahlkamp, als Sechsjährige sitzt sie am Klavier, erhält klassischen Unterricht. „Und ich habe eine Schule mit Musikzweig besucht“, erzählt sie über die Zeit an der Herschelschule am Großen Kolonnenweg.

Dort fällt auch einem Lehrer ihr Talent auf, „ich wurde wahnsinnig unterstützt und gefördert“, erinnert sich die Sängerin. Dank eines Stipendiums kann sie von Klasse acht bis 13 Gesangsunterricht bei Laura Pohl, einer hannoverschen Sopranistin, nehmen. „Mein Herz schlug aber immer schon mehr für Pop, Soul und R ‘n‘ B“, sagt die 21-Jährige. Mit 15 hatte sie ihre erste eigene Band „und das erste Konzert außerhalb der Schule im Woodstock an der Fiedelerstraße.“

Mittlerweile hatte Babalola schon diverse Aufritte während des Maschseefests (mit der Band „Perfect Sin“ von Heiko Steiner, 34), im Jazzclub am Lindener Berg (gewann dort „Winning Jazz 2009“), sie begleitete Ministerpräsident Stephan Weil (55) auf seiner Wahlkampftour, und auch in diesem Jahr steht wieder ein Gig bei der Fête de la Musique (21. Juni, 16 Uhr, Platz der Weltausstellung) an.

„Musik ist mein Leben“, fasst sie ihre Leidenschaft zusammen. Und anstatt, wie früher, mit Kellnerjobs im Gig am Lindener Markt oder der Ouzeri Geld zu verdienen, gibt der hübsche Wirbelwind jetzt selbst Unterricht - in der Schule CK Voice Lessons von Carl Keaton (45). Da lässt übrigens auch Carlotta Truman (14, „The Voice Kids“, „Supertalent“) ihre Gesangskünste auf Vordermann bringen.

Derzeit nimmt Babalola eine Single auf: „Lover Undercover“, ein autobiografisches Liebeslied aus ihrer Feder, soll im August erscheinen. Ihr musikalischer Coach ist Dimitrios Givizinis (30), ein talentierter Mann, mit dem sie wohl nicht nur die Liebe zur Musik teilt: Etwas verlegen, aber gekonnt geht die junge Frau mit ukrainischen (Mutter Maria, 58) und nigerianischen (Papa Gahazal, 66) Wurzeln nicht näher auf den Beziehungsstatus mit dem 30-Jährigen ein. Über Musik und ihre Band „The Panthers“ redet sie deutlich lieber. Was glaubt sie, was drin ist? Eine Karriere à la Beyoncé oder Adele? Babalola lacht. „Alles ist drin!“, sagt sie überzeugt. „Wenn man dran glaubt, es fühlen und sich vorstellen kann, dann ist es auch möglich.“ Hoffentlich hören wir noch viel von ihr.