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Leben in Hannover Auf den letzten Drücker: Weihnachtsgeschenke für Spätzünder
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Auf den letzten Drücker: Weihnachtsgeschenke für Spätzünder

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08:03 23.12.2021
Bis Heiligabend ist es nicht mehr lang: Wer jetzt noch Geschenke benötigt, sollte sich beeilen.
Bis Heiligabend ist es nicht mehr lang: Wer jetzt noch Geschenke benötigt, sollte sich beeilen. Quelle: Bernd Weißbrod
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Hannover

Wir haben Ideen gesammelt und in drei Kategorien unterteilt: Die Redaktion empfiehlt Geschenke in den Rubriken „Zum Lesen“, „Für Leib und Seele“ und „Für gemeinsame Zeit“ – für alle, die jetzt noch auf der Suche sind.

Lesen, Lieben & Lernen

Quelle: Archiv

Zum Lesen: „Wir Menschen sind die neugierigsten, emotionalsten, einfallsreichsten, aggressivsten Tiere auf diesem Planeten. Dabei tun wir alle so, als hätten wir mit den Tieren nichts gemeinsam, außer, dass wir sie beherrschen“, schreibt Melanie Challenger in ihrem Buch „Wir Tiere“ (Btb, 120 Seiten, 22 Euro). Challenger gruppiert den Menschen als Tier ein – ein Ansatz, über den man wunderbar diskutieren kann.

Für Leib und Seele: Mutterglück heißt das Label von Marina Tuma. Die Hannoveranerin stellt liebevoll handgefertigte Dinge her – von Shirts (ab 26 Euro) über Topflappen (20 Euro), Musselintüchern (ab 29 Euro) bis zu Kosmetiktaschen (12,50 Euro). Und da sie selbst Yoga praktiziert, hat sie hier einen besonderen Fokus: So gibt es bei ihr Yogamatten-Gurte (25 Euro), Augenkissen mit Lavendel fürs Shavasana (zehn Euro), Yogastulpen (23,50 Euro) und mehr. Wer das Geschenk noch bis Weihnachten braucht: Am besten via Instagram @go45hearts anschreiben und zum Abholen verabreden. Mehr Infos HIER.

Für gemeinsame Zeit: Samstag, 25., und Sonntag, 26. Dezember, bietet das Wilhelm-Busch-Museum eine Führung durch die Ausstellung „Die drei ???“ an. Da kann man mit Kind und Kegel in die Welt von Künstlerin Aiga Rasch und den Detektiven Justus, Peter und Bob einsteigen. Die Führung dauert 45 Minuten. Die Teilnahme kostet fünf Euro plus Museumseintritt (sechs Euro, Familien 14 Euro). Anmeldungen unter Telefon 05 11/16 99 99 11.

Gedenken & Andenken

Quelle: Schaarschmidt

Zum Lesen: Sie gehört zu den Ausnahmekünstlerinnen des 21. Jahrhunderts, ihre Musik ist einzigartig und doch fand sie ein jähes Ende – Amy Winehouse. Im Bildband „Beyond Black“ (Prestel, 288 Seiten, 36 Euro) wird ihr kurzes Leben (sie wurde 27) wunderbar widergespiegelt. Kuratiert hat das Werk Naomi Parry, die als Stylistin und Freundin mit der 2011 verstorbenen Sängerin unterwegs gewesen ist. Darin finden sich Fotos, Texte und Entwürfe unveröffentlichter Songs, Erinnerungen von Weggefährten. Kein Wunder, dass Parry das Ganze einen Liebesbrief an Amy Winehouse nennt.

Für Leib und Seele: Wer hat nicht schon mal im Urlaub etwas Leckeres getrunken und es sich dann nach Hause gewünscht? Ein Geheimtipp für Balkan-Liebhaber: Zum einen der Rotweinlikör Teranino. Der Obstbrand wurde sechs Monate in 15 verschiedenen Waldfrüchten eingelegt, ist vierfach destilliert. Dem macht der Mistelschnaps Aura Biska Konkurrenz: Der Brandy ist ein Tresterbrand aus Misteln und vier Kräutern. Das Rezept ist 2000 Jahre alt – und streng geheim. Wir verraten, wo es die Flaschen (je 0,7 Liter für 30 Euro) gibt: Im Misburger Restaurant „Bei Ranko“ (Waldstraße 48), das von 17 bis 22 Uhr geöffnet hat.

Für gemeinsame Zeit: So richtig viel machen, kann man in diesen Zeiten ja nicht ... Was immer geht, ist ein Spaziergang – zu zweit, zu dritt, zu viert. Mit Kaffee und Kuchen auf der Hand. Optionen gibt es viele: Maschsee, Eilenriede, Tiergarten.

Bohnen, Birne & Beere

Quelle: Frank Wilde

Zum Lesen: Allen, die eine gute Erzählung schätzen, sei die Autorin Doris Knecht empfohlen. In „Die Nachricht“ (Hanser, 256 Seiten, 22 Euro) bekommt die Journalistin Ruth anonyme Mails, die immer bedrohlicher werden. Ihr Mann ist erst vor Kurzem bei einem Skiunfall gestorben, die Witwe findet nach seinem Tod heraus, dass ihr Ehemann ein Doppelleben führte und ihr untreu war. Kommen die Nachrichten von seiner Liebhaberin? Die Story ist fesselnd, entspricht aber keineswegs dem typischen Krimistil. Eine starke Geschichte, die nachdenklich macht.

Für Leib und Seele: Kaffee-Liebhaber freuen sich unter Garantie über die hervorragenden Bohnen der Hannoverschen Kaffeemanufaktur. Die gibt es in den Filialen in der Altstadt und in Limmer, aber auch in vielen Edeka- und NP-Märkten. Der „Bio Espresso Supremo“ schmeckt wunderbar als Milchkaffee, aber auch die Sorte „Bio Mexico Santa Catarina“ ist eine Wucht. Die Marke wir immer beliebter – zu Recht.

Für gemeinsame Zeit: Ein Eiskurs bei Julian Rakowski (Foto oben) von der Eismanufaktur „Birne & Beere“ (Calenberger Straße 43-45) ist eine genussreiche Veranstaltung. In rund dreieinhalb Stunden stellt man ein Parfait, ein Eis und Eiskonfekt her (was man am Ende mit nach Hause nimmt). Es gibt Snacks, Schaumwein, Kaffee, Tee und ein Geschenk für alle Teilnehmenden. Heiligabend ist von zwölf bis 18 Uhr geöffnet, man kann also schnell noch einen Gutschein kaufen (89 Euro pro Person).

Achtsamkeit & Abenteuer

Quelle: Ilona Hottmann

Zum Lesen: Gibt es das Literaturgenre Anwaltsroman? John Grisham zählt natürlich zu den Spezialisten – Karsten Dusse läuft ihm im deutschsprachigen Raum gerade den Rang ab. „Achtsam morden“ (Heyne, 416 Seiten, 10,99 Euro) ist sein genialer, vor schwarzem Humor triefender Rundumschlag gegen die Berufskollegen. Anwalt Björn Diemel macht ein Achtsamkeitsseminar, um seine Ehe zu retten. Die wohlfeilen Merksätze und Ratschläge seines Therapeuten wendet er aber auch auf die Zusammenarbeit mit seinem mafiösen Hauptklienten an. Und reinigt so mal eben Job und Leben. Dusse ist Anwalt, schreibt aber auch Texte für Comedy-Formate im TV. Das merkt man. Auch bei den beiden Folgebänden.

Für Leib und Seele: Einfach auf die Recordtaste drücken und erzählen, vorlesen oder singen. Wer es im Feiertags- und Coronastress nicht geschafft hat, Weihnachtspost zu verschicken, kann punktgenau noch eine Audiodatei rausschicken. Mit einem Gedicht oder einer Weihnachtsgeschichte kann man Großeltern, Patenkinder oder alte Freundinnen überraschen.

Für gemeinsame Zeit: Nichts lieben Kinder mehr als ein Trampolinabenteuer. Im „Jump one“ (Foto) am Weidendamm kann man sich nach den Feiertagen dem Hüpfrausch hingeben – und als Erwachsener Pluspunkte sammeln, wenn man nicht nur skeptisch am Rande steht, sondern sich auch mal traut. Die Preise sind gestaffelt, 60 Minuten kosten zwölf Euro pro Person.

Überfall & Überraschung

Zum Lesen: Der Banküberfall, mit dem „Eine ganz dumme Idee“ (Goldmann, 464 Seiten, 20 Euro) beginnt, geht fürchterlich in die Hose. Aber sonst gelingt vieles in dem wunderbar herzerwärmenden neuen Roman von Frederik Backman („Ein Mann namens Ove“). Er erzählt lebensklug von einer Gemeinschaft von Individuen und davon, dass nur so altmodische Tugenden wie Anstand und Nächstenliebe uns retten können. Dieses Buch nicht zu verschenken, wäre nun wirklich eine ganz dumme Idee.

Für Leib und Seele: Erst die Seele, dann der Leib, so gehört es sich – bei dem Spiel „Espresso Doppio“ (Huch!, für zwei Personen ab acht Jahren, etwa 25 Euro) von Walter Obert sowieso. Als Spielfiguren dienen Espresso-Tassen samt Untertassen und Löffeln in drei verschiedenen Farbtönen. Die müssen auf einem mitgelieferten Tischläufer so angeordnet werden, wie es die Aufgabenkarten verlangen. Und wer verliert, muss anschließend dem Gegenüber einen Espresso kochen. Molto bene!

Für gemeinsame Zeit: Wichtiger für die seelische Hygiene als jede Drogerie, geistig nahrhafter als jeder Supermarktbesuch ist doch immer noch ein Gang ins Theater. Hier nur mal ein paar aktuelle Tipps für das hannoversche Schauspiel: „Der eingebildete Kranke“ (lustig), „Aschenputtel“ (familiengerecht) und „Klimatrilogie“ (relevant). Also Karten kaufen für Schenkende und Beschenkte – das Getränk für den Gedankenaustausch danach sollte inklusive sein.

Süß & Sinnlich

Quelle: privat

Zum Lesen: „Anne auf Green Gables“ (Loewe, 624 Seiten, 7,95 Euro) ist in Deutschland nahezu unbekannt, im englischsprachigen Raum hat die Geschichte hingegen einen Kultstatus wie hierzulande „Pippi Langstrumpf“. Astrid Lindgren hat sich sogar von Lucy Maud Montgomerys „Anne“ inspirieren lassen. „Anne auf Green Gables“ ist 1908 erschienen, die Buchautorin war Kanadierin. Die Geschichte handelt von einem Waisenkind, das von einer Bauernfamilie aufgenommen wird und deren Welt umwirbelt. Bei Netflix gibt’s aktuell die Serien-Verfilmung „Anne with an E“.

Für Leib und Seele: Ein weiterer Pandemie-Trend: Bruchschokolade herstellen. Eignet sich toll als Geschenk, denn die Schoki ist nicht nur dekorativ, sondern kann mit den Lieblingszutaten des Beschenkten gemischt werden. Dafür je zwei Tafeln Vollmilch-, Halbbitter- und weiße Schokolade auf einem Backblech bei 50 Grad schmelzen, anschließend mit einem Holzstab Muster einzeichnen und Nüsse, Salzbrezeln, Smarties und Co. untermischen. Fest werden lassen und hübsch verpacken.

Für gemeinsame Zeit: Zu zweit in einem Raum mit Kamin, Obstplatte, Pralinen und Sekt entschleunigen und gleichzeitig von zwei Masseuren durchgeknetet werden? Solche Partner-Massagen bietet die „Vitaloase“ (Prinzenstraße) in Paketen von 70 bis 140 Euro an. Der Wellness-Salon bietet außerdem Partner-Workshops an, sodass es mit dem Massieren auch daheim klappt.

Von NP