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Leben in Hannover Action-Cam: Diese Sportfilme sind zum Abheben
Hannover Leben in Hannover Action-Cam: Diese Sportfilme sind zum Abheben
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12:17 24.09.2013
GIPFELSTÜRMER: Auch im Frankreich-Urlaub startete Hartmann mit dem Gleitschirm – undbrachte atemberaubende Aufnahmen mit.
GIPFELSTÜRMER: Auch im Frankreich-Urlaub startete Hartmann mit dem Gleitschirm – und brachte atemberaubende Aufnahmen vom Lac d'Annecy mit.
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Hannover

„Den Boden unter den Füßen zu verlieren - das ist schon cool.“ Sagt einer, der an sich mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht: Jannik Hartmann (24) studiert im dritten Master-Semester Maschinenbau, arbeitet nebenbei als Werksstudent. Ganz bodenständig - außer, wenn er mal wieder in die Luft geht. Er sitzt in seiner Wohnung in der Kronenstraße (Oststadt) vorm Computer und schaut sich die Videoaufnahmen aus dem letzten Urlaub an.

Wenn Hartmann verreist, gehört für ihn die Action dazu - sein Hobby ist Gleitschirmfliegen. Immer mit dabei hat er seine Kamera, die er an seinem Helm befestigen kann. Im Fachjargon nennt man diese Mini-Kameras Action-Cams. Sie sind einsetzbar bei allen Hobbys, wo es wild und rasant zugeht: beim Motorradfahren oder Tauchen, auf dem Skateboard oder auf dem Surfbrett. Tausende Filme - professionelle, aber auch viele private - findet man im Internet auf Youtube.

Jannik Hartmann sammelt die Videos nur für eigene Zwecke, hat sich mittlerweile ein kleines Archiv zusammengefilmt. Er nutzt die Kamera GoPro Hero 2, eine kleine stoßfeste und wasserdichte Kamera des kalifornischen Unternehmens und Marktführers Woodman Labs. Inzwischen gibt es bereits das Nachfolgemodell, die Hero 3. Aufnahmen in Full-HD-Qualität sind jedoch auch mit dem Vorgänger möglich. „Praktisch ist auch die Zeitrafferfunktion“, sagt Hartmann.

Das Gleitschirmfliegen ist erst seit vergangenem Jahr sein Hobby. „Mein älterer Bruder macht das schon seit fünf Jahren.“ Er hat die Begeisterung in Hartmann geweckt, als er ihn mal auf eine Startwiese mitgenommen hat - auch der Bruder hat eine Helmkamera stets im Gepäck. Gemeinsam mit ihren Freundinnen fahren die Brüder für zwei Wochen zum Fliegen in die französischen Alpen. Mit dabei natürlich: die Helmkamera. Die Grundausbildung und den A-Schein hat Hartmann bereits in der Tasche. Dieser Schein berechtigt ihn zu Höhenflügen in unterschiedlichen, ausgewiesenen Fluggebieten. Die Premiere war aufregend - und stressig: „Beim ersten Flug habe ich gar nichts von der Landschaft wahrgenommen“, erinnert sich der 24-Jährige. Umso besser, wenn man die Bilder der Kamera nach der Landung nochmal in Ruhe sichten kann…

Inzwischen hat Hartmann die Gipfel Südtirols ebenso aus der Vogelperspektive erkundet wie die Steilküste Dänemarks, auch den Lac d‘Annecy in den französischen Savoyen hat er von oben gesehen. Es muss aber nicht immer hoch hinaus gehen. Beim Winterurlaub in Norwegen hat er die Kamera bei einer rasanten Rodelfahrt im Schnee eingesetzt. Trotzdem: „In der Abendsonne aufs Meer blicken, das ist sehr reizvoll.“ Namibia, Peru, Brasilien - die Wunschliste des Studenten ist noch lang. Wir wünschen allzeit guten Flug!

Carsten Richter