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Hannover Hannover: Schwimmende Inseln für den Maschteich
Hannover Hannover: Schwimmende Inseln für den Maschteich
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00:18 06.05.2019
Kunst auf dem Maschteich: Das Projekt von Joy Lohmann (Zweiter von rechts) schafft Anbauflächen für Obst und Kräuter auf schwimmenden Inseln. Regine Leo (rechts), Leiterin des Schulbiologiezentrums, schließt sich dem Künstler an. Quelle: Wilde
Hannover

Bald wird der Geruch von Schnittlauch, Minze und anderen Kräutern und Pflanzen über das Maschteich-Ufer wehen. Nicht weil rund um das Gewässer neue Beete angepflanzt werden – sondern mitten auf dem Wasser. Denn der Maschteich bekommt schwimmende Gärten.

Die schwammen auch schon im Jahr 2000 zur Expo auf dem Teich. Damals handelte es sich um schwimmende Inseln, die Enten und Teichhühnern einen Nistplatz boten. 19 Jahre später schafft das Projekt von Künstler Joy Lohmann (53) Anbauflächen für Obst, Gemüse und Kräuter. Die Idee hat einen ernsten Hintergrund: „Die Meeresspiegel steigen, die Gewässer werden dreckiger und der Lebensmittelanbau muss nachhaltiger werden“, so Lohmann.

Der Vorteil von schwimmenden Gärten

Der Clou bei den Schwimminseln: Die Pflanzen müssen nicht bewässert werden, sondern werden vom Maschteich bewässert. Zudem reinigen die Wurzeln der schwimmenden Pflanzen das Wasser und bieten Fischen Biotope. Lohmann hat sich bei seiner Idee auch von den alten Ägyptern inspirieren lassen, die ähnliche Systeme nutzten. „Für mich ist es völlig unverständlich, dass sowas heute keiner mehr macht“, sagt er.

Auch für Schüler ist es ein interessantes Projekt. Deshalb hat sich das Schulbiologiezentrum Hannover dem Künstler angeschlossen und 20 Schulklassen aus der Region machen mit. Eine der drei Inseln wird von den Schülern bepflanzt. Und auch „Hannover Gin“ legt eine eigene Insel an. Die angepflanzten Aromen werden dann in der hauseigenen Schokolade verarbeitet.

Am 15. Mai werden die Inseln ins Maschteich-Wasser gelassen. Dort bleiben sie bis zum Erntedankfest im Oktober – dann werden die Erträge geerntet und gemeinsam mit den Schülern verspeist. „Hinterher möchten wir das Projekt auf Schulhöfen und eigenen Gewässern weiterführen“, so Regine Leo, Leiterin des Schulbiologiezentrums. „Es bietet ein tolles Format für erlebnisorientiertes Lernen und nachhaltige Entwicklung.“

Von Josina Kelz

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