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Thema digitales Erbe betrifft alle Nutzer

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09:16 31.08.2020
Dan Voss, Experte für digitale Themen bei der Sparda-Bank
Dan Voss, Experte für digitale Themen bei der Sparda-Bank
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Warum sollte sich jeder beim Thema digitales Erbe angesprochen fühlen?
Weil es tatsächlich alle betrifft, die sich im Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten bewegen. Keine Nutzergruppe ist ausgenommen. Wer bei Portalen wie Instagram und TikTok Fotos oder Videos hochlädt, hinterlässt ebenso Spuren wie Kunden bei Onlinebestellungen und -bankgeschäften. Und nicht zu vergessen: Auch beim regelmäßigen Austausch per E-Mail bleiben Daten erhalten.

Worauf achten Sie persönlich bei der Nutzung von Social- Media-Kanälen oder beim Abschluss von Onlineverträgen und -käufen?
Ich persönlich achte darauf, nur die nötigsten persönlichen Daten preiszugeben. Wenn ich ein ungutes Gefühl habe, nehme ich von einer Bestellung auch schon mal Abstand. Accounts, die ich nicht nutze, lösche ich. Auch bei Fotos bin ich sehr vorsichtig. Niemand muss in Echtzeit wissen, wo ich gerade bin oder was ich auf dem Teller habe. Live-Informationen sind für mich grundsätzlich tabu. Für den Ernstfall habe ich mich über entsprechende Vollmachten abgesichert.

Was raten Sie betroffenen Angehörigen, die sich um das digitale Erbe – etwa der Eltern oder des Partners – kümmern müssen?

Wenn der digitale Nachlass nicht geregelt ist, kann das für Hinterbliebene zu einer mühsamen und belastenden Aufgabe werden. Sie müssen Unterlagen durchforsten und gegebenenfalls Anbieter kontaktieren. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs sind diese übrigens dazu verpflichtet, Hinterbliebenen Zugang zu Konten des Verstorbenen zu gewähren. Ich kann jedem nur empfehlen, das digitale Erbe zu Lebzeiten zu regeln, um der Familie diesen Weg zu ersparen. Checklisten dafür gibt es unter anderem bei den Verbraucherzentralen.