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Fünf Irrtümer über die Patientenverfügung

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12:24 15.10.2021
Unfall, Krankheit, Alter: 65 Prozent der Deutschen glauben, dass Lebenspartner oder Angehörige für sie entscheiden dürfen. Das ist ein Irrtum!
Unfall, Krankheit, Alter: 65 Prozent der Deutschen glauben, dass Lebenspartner oder Angehörige für sie entscheiden dürfen. Das ist ein Irrtum! Quelle: www.patientenverfuegung.digital Illustration: iStock/bluebearry
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1. Irrtum:  Eine Vorsorgevollmacht deckt die Gesundheitssorge ab

Das stimmt nicht. Adressat der Patientenverfügung ist der behandelnde Arzt. Eine Vorsorgevollmacht regelt, welche Person im Fall einer Situation, in der jemand seinen Willen nicht mehr äußern kann, über dessen Gesundheitszustand entscheiden soll. Der Bevollmächtigte berät mit den Ärzten, was zu tun ist – anhand des mutmaßlichen Willens des Betroffenen. Allein aufgrund der Vorsorgevollmacht sind die Wünsche aber nicht nachzuvollziehen. Diese müssen gesondert in einer Patientenverfügung bestimmt werden.

2. Irrtum: Meine Angehörigen entscheiden für mich

Ehepartner und Kinder sind nicht die gesetzlichen Vertreter. Angehörige können nur entscheiden, wenn sie eine rechtsgeschäftliche Vollmacht für den Einzelfall, eine Vorsorgevollmacht haben, oder vom Vormundschaftsgericht als Betreuer bestellt wurden.

3. Irrtum: Ärzte halten sich nicht an die Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung ist juristisch bindend. Seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs im Jahr 2003 müssen sich Ärzte im Notfall nach dem Willen des Patienten richten. Deshalb sollte die Patientenverfügung so konkret wie möglich formuliert sein.

4. Irrtum: Ich leide während der Sterbephase

Während der Sterbephase braucht niemand zu leiden. Es gibt Medikamente, mit denen sich Schmerzen kontrollieren lassen, auch Luftnot kann verhindert werden.

5. Irrtum: Die Patientenverfügung ist nur für ältere Menschen relevant

Das Leben ist nicht planbar. Eine Patientenverfügung ist daher für jeden Menschen sinnvoll, weil Schicksalsschläge jeden treffen können. Natürlich steigt das Risiko von Erkrankungen und Unfällen im Alter – aber auch junge, gesunde Menschen können schwer erkranken oder zum Pflegefall werden. Dabei kann der Inhalt einer Patientenverfügung je nach Lebenssituation unterschiedlich sein. Junge Menschen können regeln, dass alles versucht werden soll, was möglich ist. Alte und kranke Menschen werden vielleicht eher bestimmen, dass sie in einem bestimmten Krankheitsstadium keine Maximaltherapie mehr wünschen.

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