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11:20 30.09.2019
Vom Berliner Testament bis zum Erbschein: Ein gewisses Grundwissen rund ums Erbe sollte jeder haben. Quelle: iStockphoto.com/PeopleImages
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Berliner Testament: Gemeinschaftliches Testament, in dem der Nachlass zwischen den Beteiligten geregelt ist. Beliebt ist das Berliner Testament bei Ehepaaren, um den überlebenden Partner zunächst allein zu begünstigen. Die Eheleute setzen sich gegenseitig als Erben ein. Die Kinder werden vorerst enterbt und beerben den zuletzt verstorbenen Elternteil erst nach dessen Ableben.

Pflichtteil: Für einen engen Kreis von Angehörigen sieht der Gesetzgeber ein Pflichtteilsrecht vor. Dieses ist allein auf den Ausgleich in Geld gerichtet, Ansprüche auf einzelne Gegenstände aus dem Nachlass bestehen nicht. Anspruch haben biologische sowie adoptierte Kinder des Verstorbenen, der Ehepartner, der eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartner sowie die Eltern, sofern sie nach der gesetzlichen Erbfolge auch Erben geworden wären.

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Vermächtnis: Mit einem Vermächtnis kann im Testament festgelegt werden, dass eine Person einen Geldbetrag oder eine Sache aus dem Nachlass erhalten soll, ohne dass diese als Erbe eingesetzt wird. Ein Unterschied zur Einsetzung als Erbe ist, dass der Vermächtnisnehmer nicht für die Schulden des Verstorbenen aufkommen muss. Die Regelung wird oft verwendet, um bestimmte Gegenstände aus dem Nachlass auszusondern und sicherzustellen, dass etwa eine Immobilie als Ganzes auf einen Begünstigten übergeht. Damit soll ein Erbstreit vermieden werden.

Erbfolge: Ohne Testament oder Erbvertrag kommt die gesetzliche Erbfolge zum Tragen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist festgelegt, welcher Erbteil dem Ehegatten zufällt und wie der Nachlass unter sonstigen gesetzlichen Erben verteilt wird.
Erbschein: Damit sich ein Erbe als solcher ausweisen und über den Nachlass verfügen kann, bedarf es eines Erbscheins. Dieser ist ein vom Nachlassgericht auf Antrag ausgestelltes amtliches Zeugnis, das eine oder mehrere Personen (in Erbengemeinschaft) als Erben ausweist.

Nachlass: Den Nachlass bilden alle Vermögenswerte, die der Erblasser zum Zeitpunkt des Todes besessen hat. Dieser geht als Ganzes auf den Alleinerben bzw. die Erbengemeinschaft über. Zu beachten ist, dass nicht nur Vermögenswerte, sondern auch Schulden in den Nachlass einfließen, sodass die Entscheidung über Annahme oder Ausschlagung gut überlegt sein sollte.