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Schützenfest Hannover 2019 79 Tonnen weniger CO2 in der Ökobilanz
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13:26 24.06.2019
Ralf Sonnenberg
Für Nachhaltigkeit: Ralf Sonnenberg vom Eventmanagement der Stadt Hannover. Quelle: Christian Wyrwa

Herr Sonnenberg, das Schützenfest wird in diesem Jahr grün – Nachhaltigkeit durch Ökostrom und Mehrwegbesteck oder Besteck aus kompostierbarem Material heißt das Stichwort. Wie kam es dazu?
Nachhaltigkeit bei Volksfesten ist ein guter und richtiger Trend. Das ist eine zeitgemäße Anforderung an eine Großveranstaltung, die wir gern annehmen. Es war eine gemeinsame Entscheidung des Teams, das jetzt für das Schützenfest umzusetzen. Auch Besucher haben uns schon danach gefragt.

Was muss sich der Besucher des hannoverschen Schützenfestes konkret vorstellen?
Zum einen beziehen wir Ökostrom über Ener­city, vertraglich sind dies zwei Millionen Kilowattstunden. Wir vermeiden durch die Umstellung auf Naturstrom 79 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2). Wir haben außerdem in der Ausschreibung festgehalten, dass 110 Lebensmittelverkäufer auf dem Platz entweder Mehrweggeschirr verwenden müssen oder Geschirr aus recycelbarem Material. Ob die Ausgabe von Mehrweggeschirr über Pfand geregelt wird, ist Sache der Betreiber. Wichtig ist uns, dass es beim Schützenfest kein Plastik gibt. Da schauen wir auch genau hin. Die Betriebe, die bei der Aktion mitmachen, bekommen ein Siegel von uns verliehen – als Motivation für diejenigen, die die Kriterien noch nicht erfüllt haben oder bei denen es noch hakt.

Bleiben wir beim Essen und Trinken: In diesem Jahr hält das Niedersachsendorf Einzug. Was hat es damit auf sich?
Das war eine Idee von Schützenpräsident Paul-Eric Stolle. Wir wandeln die Idee des Französischen Dorfs mit Spezialitäten aus Frankreich um, das vor einigen Jahren auf dem Festplatz stand. Es geht darum, neben dem bekannten Schützenfestessen auch regionale und besondere hochwertige Speisen und Getränke anzubieten, die durch ihre Produzenten spannende Geschichten erzählen. Wir haben über Thorsten Wucherpfennig, der uns bereits seit zwei Jahren mit Aktionen in seinen Edeka-Märkten unterstützt, Kontakt zu den kulinarischen Botschaftern Niedersachsens aufgenommen und beginnen mit sechs Partnern, angepasst an die Größe des Dorfs. Wir schauen mal, wie das Niedersachsendorf ankommt, dann könnte man es sicher auch ausweiten.

Das Rundteil in der Mitte des Platzes steht jedes Jahr auch immer im Fokus der Besucher. Gibt es dort Veränderungen, oder bleibt alles wie im Vorjahr?
Das Rundteil hat eine besondere Rolle, weil es anspruchsvoll zu bespielen ist. Wir finden, dass wir mit Veranstaltungsgastronom Christoph Eisermann und seiner Gastroteam Hannver GbR einen guten Betreiber haben, der mit der ­Groove-Gar­den-Rei­he vergangenes Jahr ein neues Publikum auf den Platz gebracht hat. Verbesserungen wird es bei der Wegeführung geben. Verschiedene Bauten stellen wir anders. Bei der Größe des Rundteils ist nur folgerichtig, dass man im zweiten oder auch dritten Jahr Dinge verbessert oder verändert.

Auch ein wichtiges Thema: die Sicherheit auf dem Platz. Bleibt es bei dem bewährten Verfahren der Vorjahre?
Im Prinzip schon. Einen Sicherheitsdienst an den Eingängen, der auch Taschen kontrolliert, wird es wieder geben. Taschenkontrollen erwarten die Leute inzwischen auch, das ist Standard geworden. Darüber hinaus gibt es die Polizeipräsenz mit einer Wache auf dem Platz und zusätzliche Verkehrsmaßnahmen für den Schützenausmarsch wie großräumige Absperrungen, die ebenfalls wieder geplant sind. Die Verkehrsmaßnahmen koordiniert die Polizeidirektion Hannover.

Schon mal ein kurzer Blick in die Zukunft: Was kommt als Nächstes auf den Platz?
Wir entwickeln gerade Ideen für die Festzelte. Für konkrete Angaben ist es aber noch zu früh.