Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Saisonstart Hannover 96 „Ich freue mich richtig auf die Aufgabe“
Anzeigen & Märkte Themenwelten Saisonstart Hannover 96 „Ich freue mich richtig auf die Aufgabe“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:26 25.07.2019
Marvin Bakalorz
Ist nach dem Trainingslager sehr zufrieden mit der Mannschaft: Marvin Bakalorz Quelle: Florian Petrow

Herr Bakalorz, Sie haben eine lange Saisonvorbereitung mit einem intensiven Trainingslager hinter sich. Sind Sie als Kapitän zufrieden?
Das Trainingslager war natürlich total hart, die Beine waren schwer. Die Jungs haben aber super mitgezogen. Ich bin mit der Arbeitsmoral in der Mannschaft sehr zufrieden.

Als erfahrener Spieler wissen Sie, wie hart so ein Trainingslager ist. Ist es trotzdem immer wieder eine neue  Erfahrung, sich da durchzubeißen?
Ja, das ist so. Aber das muss auch so sein. Ich bin lieber am ersten Spieltag komplett fit und fühle mich sicher, als dass ich im Trainingslager eine ruhige Zeit habe und dann einfach nicht fit bin. Bundesliga ist hart. Du musst auf den Punkt fit sein, mental wie auch körperlich. Im Trainingslager muss man sich durchbeißen. Aber man tut das dafür, um sich auf dem Platz gut und sicher zu fühlen. Für junge Spieler ist das erste Mal hart, sie haben eine solche Vorbereitung noch nicht mitgemacht. Da muss jeder durch.

In Stuttgart geht es los. Mit was für einem Gefühl gehen Sie in die Saison, was gibt es für Ziele?
Wir müssen die ersten Wochen und Monate abwarten. Wir haben einen Umbruch hinter uns: Viele Spieler sind gegangen, andere sind neu dazugekommen. Wichtig ist der Charakter der Mannschaft. Und da habe ich ein gutes Gefühl. Jeder für sich ist klasse. Die Jungs haben sich gut eingebracht und super integriert. Aber rein sportlich gesehen müssen wir einfach die ersten Spiele abwarten.

Gleich auswärts in Stuttgart – das ist schon ein bisschen Bundesliga ...
... und darüber freuen wir uns. Wir haben auch keinen Bammel, dass wir jetzt sofort gegen Stuttgart ran müssen. Ob großer oder kleiner Verein, das ist eigentlich egal. Auch in der 2. Liga ist jedes Wochenende schwer.

In der Schlussphase der Saison hielten die Fans in der Nordkurve ein Plakat hoch, mit dem sie Sie zum Verbleib bei 96 überreden wollten. Hat Sie das stolz gemacht?
Das war für mich ein Gänsehautmoment. Daran werde ich mich noch nach Karriereende erinnern. Es gibt kein größeres Lob als das von den Fans. Das ist in meine Entscheidung zu bleiben mit eingeflossen.

Sie sind 2015 mit dem SC Paderborn abgestiegen, haben die Mannschaft dann als Kapitän durch die 2. Liga geführt – also eine Parallele zu heute. Kann man aus der damaligen Erfahrung lernen?
Ich schaue ungern in die Vergangenheit. Aber was ich daraus mitnehme: Ich muss lockerer an die Sache rangehen. Damals war ich verbissener in der Rolle des Kapitäns. Mir ist wichtig, dass Leute mit einem Lächeln zum Training kommen und Bock darauf haben. Ich freue mich richtig auf die Aufgabe. Hannover ist ja nicht irgendein Verein, sondern ein richtiger Traditionsverein. Für 96 zu spielen und die Mannschaft durch die nächste Saison zu führen ist für mich eine Ehre.

Trotzdem noch mal ein Blick zurück: Wissen Sie, was am 1. Dezember 2013 war?
(Bakalorz überlegt) Nein.

Damals sind Sie zu Ihrem ersten Bundesliga-Spiel angetreten. Im  Trikot von Eintracht Frankfurt.
Genau! (lächelt)

Und wissen Sie, wo?
In Hannover! Das weiß ich noch, gegen Edgar Prib sogar. Ich habe lange darauf hingearbeitet, irgendwann in der Bundesliga zu spielen. Armin Veh (von 2011 bis Juni 2014 Trainer bei Eintracht Frankfurt) hatte mir die Chance gegeben. Dass mein erstes Bundesliga-Spiel in Hannover war, wusste ich. Dass ich jetzt in Hannover spiele, das ist natürlich schön – damit schließt sich der Kreis. Trotzdem witzig, dass ich mich an das Datum meines ersten Bundesliga-Spiels nicht erinnern kann.