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15:17 22.05.2019
Parkett verlegen
Praktisch: Die Parkettelemente sind ringsum mit Nuten und Federn versehen, die ineinandergreifen. Quelle: Pik/Initiative Parkett im Klebeverbund/dpa-mag

Parkett und Laminat lassen sich einfach verlegen – trotzdem hat auch diese Arbeit für Heimwerker ihre Tücken. Wichtige Fragen dazu und Antworten darauf.

Welche Vorbereitungen sind fürs Verlegen notwendig?
Profis sind laut der DIN-Norm 18356 verpflichtet, unter anderem die Ebenheit, Oberflächenfestigkeit und Feuchtigkeit des Untergrunds zu prüfen. „Das sollten auch Heimwerker unbedingt tun“, rät Dirk Mayer-Mallmann, Sprecher der Initiative pik-Parkett im Klebeverbund in Stuttgart. Vor allem in Neubauten ist es wichtig abzuwarten, bis der Estrich ausreichend getrocknet ist, oder Grundierungen aufzutragen, die die Feuchtigkeit abhalten.
Größere Unebenheiten im Untergrund lassen sich mit einer Ausgleichsmasse beheben – sonst bilden sich Spannungen, geweitete Fugen und schlimmstenfalls Überstände im Parkett. Praktisch sind hierfür selbst verlaufende Ausgleichsmassen, die aufgrund ihrer Konsistenz und Verlaufseigenschaft ebene und glatte Flächen erzielen.

Brauche ich eine Trittschalldämmung?
Parkett erzeugt meist weniger Trittschall als Laminat. Trotzdem ist eine Trittschalldämmung bei beiden Belägen wichtig – vor allem, wenn sie schwimmend verlegt sind, also der Boden nicht am Untergrund klebt. Die Dämmung besteht aus spezieller Pappe, Kork oder Schaumstoff. Ein verklebter Bodenbelag erzeugt weniger Trittschall, so Mayer-Mallmann.

Wo fange ich an?
Das hängt von der Beschaffenheit des Raumes und vom Verlegemuster ab. „Um den Verschnitt gering zu halten, empfiehlt es sich, an der längsten geraden Wand zu beginnen“, rät Florian Zeller vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel. Wenn es die räumlichen Bedingungen hergeben, sollte man möglichst zum Licht hin arbeiten.

Wie groß muss der Abstand zu den Wänden sein?
„Der Abstand sollte so groß sein wie die Stärke des Parketts“, so Mayer-Mallmann. „Mindestens ein Zentimeter sollte es schon sein.“ Diese Bewegungsfugen geben dem Bodenbelag Platz, da er nach dem Verlegen noch arbeitet. Bei größeren Flächen sind sogar innerhalb der Räume Bewegungsfugen notwendig. Der Laminatverband EPLF rät ebenfalls zu Randfugen von mindestens zehn Millimetern entsprechend den Vorgaben des Herstellers.
Wie bekomme ich saubere  Kanten an den Wänden?
„Dafür gibt es im Handel Profile und Schienensysteme sowie Kunststoffelemente für die Ecken“, sagt Zeller. Sie werden auf die entsprechenden Längen zugeschnitten, auf die Bewegungsfugen aufgesetzt und befestigt. Auch für den Abschluss von Raumübergängen, beispielsweise zum Bad, gibt es passende Profilelemente.

dpa/tmn