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Kleefeld Rainer Voltmer: "Es ist ein bisschen wie auf dem Dorf"
Thema Specials So lebt Hannover Ost Kleefeld Rainer Voltmer: "Es ist ein bisschen wie auf dem Dorf"
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10:36 25.11.2009
Rainer Voltmer
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Sie sind ja kein gebürtiger Kleefelder. Was hat Sie hergezogen?

Die Stadtnähe. Und dass es ein bisschen ist wie auf dem Dorf. Man kennt sich. Dann das Grün ringsherum – Eilenriede, Hermann-Löns-Park, Annabad – also der Freizeitwert. Und dass wir alles, was wir zum Leben brauchen, im Stadtteil finden und zu Fuß erreichen können.

Eine kleine grüne Insel, die aber von zwei Hauptverkehrsadern durchzogen wird. Ein Problem?

Es fällt schwer, sich Alternativen vorzustellen. Kirchröder und Berckhusenstraße sind ja historisch gewachsene Verkehrsachsen. Wünschenswert wäre sicherlich eine kleinere, verkehrsberuhigte Zone wie in der Limmerstraße, wo sich Fußgänger, Rad- und Autofahrer auf Augenhöhe begegnen können. Wo sich auch Themen wie Einzelhandel und soziale Treffpunkte harmonisch miteinander verbinden ließen.

Am Kantplatz wurde lange über den Standort der geplanten Hochbahnsteige gestritten. Nun sollen die Haltestellen bleiben, wo sie sind. Eine richtige Entscheidung?

Ich bin froh, dass überhaupt eine Entscheidung getroffen wurde. Es hat lange genug gedauert. Ich fand den Vorschlag, die Haltestellen bis zur Petrikirche zu verlagern, eigentlich vernünftig. Denn dadurch hätten wir im Bereich Kantplatz und Scheidestraße Chancen für andere Entwicklungen gehabt, die jetzt verbaut sind.

Oft wird beklagt, dass in Kleefeld Angebote für Jugendliche fehlen. Haben Sie keine Bedenken, dass es Ihren Kindern in ein paar Jahren hier zu langweilig werden könnte?

Der Bürgerverein wird bis dahin auch Angebote für diese Altersgruppe einrichten (lacht). Was uns fehlt, ist ein Treffpunkt, ein soziokulturelles Zentrum, wo man ohne Konsumzwang unterschiedliche Dinge machen und erleben kann.

Man könnte denken, Sie hätten mit Arbeit und Familie genug um die Ohren. Warum noch der Bürgerverein?

Ehrenamtliches Engagement ist für mich immer wichtig gewesen. Ich hab das Gefühl, es geht mir gut, und ich möchte dadurch etwas zurückgeben. Da liegt mir der Stadtteil am nächsten, und er bietet auch die besten Möglichkeiten, etwas gestalten zu können.

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