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Olympia 2016
Wurde wegen Dopings lebenlang gesperrt: Alexander Legkow.

Wurde wegen Dopings lebenlang gesperrt: Alexander Legkow. © Tobias Hase

Olympia

Olympiasieger Legkow wegen Dopings lebenslang gesperrt

Der russische Ski-Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow ist vom IOC wegen Dopings bei den Winterspielen 2014 in Sotschi lebenslang gesperrt worden. Das teilte das Internationale Olympische Komitee mit.

Lausanne. Der russische Ski-Langlauf-Verband will die lebenslange Sperre und einem weiteren Athleten beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) anfechten. Sobald alle Dokumente über die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vorlägen, gebe es dafür eine 21-tägige Frist, sagte Verbandspräsidentin Jelena Wjalbe der Agentur R-Sport. "Wir sind alle schockiert über die Nachricht", meinte sie.

Wjalbe bestätigte zudem, dass sich Legkow sowie der russische Ski-Langläufer Jewgeni Below wegen der Vorwürfe nicht für die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea anmelden könnten. Das IOC begründete seine Entscheidung mit Dopingvorwürfen bei den Winterspielen 2014 in Sotschi.

Legkow ist der bekannteste russische Langläufer der Gegenwart. Im Dezember 2016 wurde er wegen der vermeintlicher Doping-Manipulationen vom Weltverband FIS suspendiert und nun vom Internationalen Olympischen Komitee lebenslang gesperrt. Legkow hat Doping stets zurückgewiesen.

Der 34 Jahre alte Allrounder startete seine internationale Karriere 2003. Doch erst vier Jahre später gab es erste Erfolge. Platz zwei bei der Premiere der Tour de Ski hinter dem Deutschen Tobias Angerer, seine ersten Weltcup-Siege und Platz zwei im Gesamtweltcup machten ihn bekannt.

Danach durchschritt Legkow ein Tal der Erfolglosigkeit, ehe unter dem Schweizer Trainer Reto Burgermeister wieder aufblühte. 2012/13 sicherte er sich den Sieg bei der Tour de Ski mit einem grandiosen Auftritt beim Schlussaufstieg zur Alpe Cermis. Wie sechs Jahre zuvor schaffte er wieder Rang zwei im Gesamtweltcup und untermauerte seinen Ruf als Favorit für die Winterspiele in seiner Heimat Sotschi.

Platz zwei in der Staffel und der Olympiasieg über 50 Kilometer in der freien Technik vor zwei Teamkollegen krönten die Laufbahn des umstritten Ski-Langläufers. In Olympia-Saison schaffte er erneut Rang zwei im Gesamtweltcup. Danach konnte der Russe nur noch selten an diese Leistungen anknüpfen. Er trennte sich schließlich von seinem Coach Burgermeister und wechselte zum deutschen Trainer Markus Cramer.

dpa


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