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CeBIT 2010 Street View: Google verteidigt sich in Hannover
Thema Specials Messe CeBIT 2010 Street View: Google verteidigt sich in Hannover
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16:54 02.03.2010
Sind auch schon durch Hannover gefahren: Die Kamera-Autos von Google Streetview Quelle: dpa
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Die Aufnahme der Panorama-Bilder aus 2,90 Metern Höhe verletze nicht die Privatsphäre von Hausbesitzern, sagte Google- Sprecher Kay Oberbeck am Dienstag auf der Cebit (2. bis 6. März) in Hannover. Die Funktion ist eine Ergänzung zum Online-Kartendienst „Maps“ und liefert einen Rundum-Blick auf den Straßenzug samt Häusern, Autos und Passanten. Die Montagehöhe der Kameras ist auch unter Juristen umstritten.

Die Höhe sei sinnvoll, da die Kameras dort besser Straßenzeichen und Schilder von Geschäften und Restaurants aufnehmen könnten, sagte Oberbeck. Gleichzeitig verhindere Google, dass Passanten auf der Straße direkt abgelichtet würden, was bei 1,80 Metern Höhe der Fall wäre. Das Unternehmen anonymisiert automatisch alle sichtbaren Gesichter und Autokennzeichen. Trotz der Aufnahmehöhe ermöglichten die Fotos keinen Blick in abgeschirmte Areale wie Gärten, betonte Oberbeck. Die Kameras seien waagerecht ausgerichtet und fotografierten nicht von oben herab.

Juristen sind sich nicht einig, ob „Street View“ mit derzeitigem deutschen Recht in Einklang steht. Am Montag veröffentlichte die rheinland-pfälzische Landesregierung ein Rechtsgutachten, das den Dienst nur unter gewissen Einschränkungen für zulässig hält. Andere Gutachten - darunter eines von der Universität Hannover - halten „Street View“ dagegen für „datenschutzrechtlich unbedenklich“. Google-Sprecher Oberbeck ging nicht auf die einzelnen Gutachten ein. „Grundsätzlich glauben wir, dass Google „Street View“ rechtmäßig ist“, betonte er aber. dpa

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