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West Üstra: „Niederflur ist die schlechtere Variante“
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06:15 02.04.2012
Von Rüdiger Meise
Die Üstra will keine Niederflur-Variante für die D-Linie. Quelle: Martin Steiner
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Linden-Nord

Der Streit um den Umbau der D-Linie auf Hoch- oder Niederflurtechnik geht in die nächste Runde: Mit einem offenen Brief hat die Üstra auf das Interview mit Lindens Bürgermeister Rainer-Jörg Grube geantwortet, das dieser im Stadt-Anzeiger vom 22. März gegeben hatte. Grube hatte sich für Niederflur ausgesprochen, weil diese Technik „den Interessen des Stadtteils eher gerecht“ werde. In ihrem Brief wirft die Üstra Grube „inhaltliche Fehler“ vor und betont, dass selbst „ein externer Niederflurexperte – Prof. Meyfahrt aus Kassel – zu dem Fazit kam, dass eine Umstellung auf Niederflur in Hannover die schlechtere und teurere Variante ist“.

Auch die Meinung Grubes, die Entscheidung Hannovers für Hochflur sei vor Jahrzehnten eine unternehmerische Fehlentscheidung gewesen, will die Üstra so nicht stehen lassen: „Eine Vorfestlegung auf ein Hochflursystem erfolgte 1965 durch politischen Beschluss der Landeshauptstadt Hannover. Niederflurfahrzeuge gab es zu dieser Zeit noch nicht.“ Außerdem sei Grubes Darstellung falsch, die Kosten für den Bau von Hochbahnsteigen – insgesamt eine halbe Milliarde Euro – müssten durch Tarifeinnahmen finanziert werden: „Investitionen in die Infrastruktur werden durch die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover realisiert.“ Die Tarifeinnahmen würden lediglich für den „operativen Verkehr“ verwendet.Außerdem könne die D-Linie per Niederflurtechnik nicht „schnell“ behindertenfreundlich gestaltet werden: Weil der Kauf von Niederflurfahrzeugen europaweit ausgeschrieben werden müsste, würde der zeitliche Nachteil im Vergleich zum Bau von einzelnen Hochbahnsteigen „mindestens drei Jahre“ betragen.

Grube lag der Brief bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht vor. „Das ist ebenso peinlich wie der Stil der Üstra, sich ständig unzulässig in die öffentliche Meinungsbildung einzumischen“, kommentierte er.

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