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Thema Specials Meine Stadtteile Wird der Lister Platz zur ewigen Baustelle?
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22:47 18.02.2015
Von Susanna Bauch
Stillstand am Lister Platz: Die Fahrbahn sollte Mitte Januar asphaltiert werden - doch im Winter ist es dafür zu kalt.  Quelle: Insa Cathérine Hagemann
Hannover

„Asphaltarbeiten sind extrem witterungs- und temperaturabhängig“, betont Stadtsprecher Alexis Demos. Hierfür müssten über mehrere Tage konstante Temperaturen von plus fünf Grad herrschen. Aus diesem Grund könne die Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen verbindlichen Termin nennen.

Immerhin, ein bisschen ist schon passiert. Südwestlich liegende Nebenanlagen zur Lister Meile wie Bordstein, Gosse, Geh- und Radweganschlüsse sind ebenso fertiggestellt wie die Aufpflasterung des Einmündungsbereiches der Lister Straße zur Ferdinand-Wallbrecht-Straße. In diesem Zusammenhang sind Leitungsarbeiten für die Anpassung der Ampelanlage erledigt worden. „Diese Arbeiten wurden größtenteils bei laufendem Verkehr ausgeführt“, sagt Demos. Eigentlich war geplant, die Fahrbahn Mitte Januar zu asphaltieren. Daraus wurde bislang nichts, auf einen Termin möchte sich die Verwaltung nicht mehr festlegen.

Dasselbe gilt auch für den Umbau des Wendehammers Jakobistraße. Der Bereich von der Edenstraße bis zur Einmündung in die Lister Meile soll zu einer Fußgängerzone umgestaltet werden, ursprünglich sollte mit den Arbeiten hier schon begonnen werden. Die Planungen sind längst abgeschlossen. „Im Rahmen des Umbaus der Jakobistraße werden fünf Bäume gepflanzt und zehn Fahrradbügel für rund 40 Fahrräder aufgestellt“, erläutert Demos. Dafür fallen bis zu fünf Stellplätze weg. Alle Zufahrten für Anlieger bleiben jedoch bestehen. Die Bauzeit an der Jakobistraße wird rund zwei Monate betragen.

Unfallträchtige Situation für Radfahrer

„Der Lister Platz scheint sich zu einer ewigen Baustelle zu entwickeln“, sagt Monica Plate, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in Vahrenwald-List. Kürzlich bei einem Gespräch mit Fachleuten vom Tiefbauamt stellte sich heraus, dass nur bei höheren Temperaturen die gesamte Fahrbahndecke erneuert werden könne. Erst danach kann die Fahrbahnführung endgültig markiert werden und damit die gewünschte Entzerrung von Bus, Rad- und Autoverkehr eintreten. „Wir sind enttäuscht, dass der Umbau nicht zügig vor Weihnachten zu Ende gebracht wurde, als es deutlich wärmer war“, sagt Plate, auch im Namen etlicher Anwohner im Umfeld des Lister Platzes.

Vor allem die provisorische Führung der Fahrbahnen auf unebenem Asphalt stellt eine unfallträchtige Situation für Radfahrer dar. Nach Auskunft des Tiefbauamtes kann aber aufgrund der momentanen Temperaturen keine schnelle Abhilfe geschaffen werden. Ferner führt die Verwaltung an, dass die Ausbesserungen im laufenden Verkehr vorgenommen werden müssten, was erneute Behinderungen verursache. Da die endgültigen Arbeiten ja bald anstünden, sei das zumutbar für die Verkehrsteilnehmer. „Wir wünschen uns von den Baufirmen eine sorgfältige Ausführung und von der Verwaltung eine Überwachung der Qualität“, appelliert Plate mit Blick auf die anstehenden Arbeiten im Straßennetz.

Die Stadt sortiert die Wege neu – damit es für Fußgänger und Radfahrer sicherer wird

Lister Platz: Die jahrelangen Planungen rund um den Lister Platz sollen ein Ende haben. Vier Punkte hat sich die Stadtverwaltung vorgenommen – es geht um Verbesserungen für Üstra-Fahrgäste, Radfahrer und Fußgänger. Ein Punkt wurde 2012 mit dem Rückbau der Rechtsabbiegespur von der Bödeker- in die Podbielskistraße schon erledigt. Nun sollen noch rund 120000 Euro in die weiteren Schritte der Umgestaltung fließen. Eine optische Aufwertung des Platzes selbst oder der oft diskutierte Abbau des Tonnengewölbes über dem U-Bahn-Eingang sind indessen nicht vorgesehen.

Lister Straße: Die Einmündung in die Ferdinand-Wallbrecht-Straße soll umgestaltet werden. Um den Autoverkehr zu bremsen – für mehr Sicherheit sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger – wird die Einmündung aufgepflastert. Eigentlich sollte dort auch ein Baum gepflanzt werden, doch die unterirdischen Leitungen sind im Weg. Der Fußweg über die Ferdinand-Wallbrecht-Straße soll künftig schräg über die Fahrbahn führen und damit für eine direkte Verbindung zwischen Lister Meile und Lister Straße sorgen.

Jakobistraße: Das östliche Ende der Straße ist bereits Fußgängerzone. Sie soll nun bis in Höhe Edenstraße ausgebaut und mit den gleichen Klinkersteinen ausgelegt werden, das bisherige Kopfsteinpflaster wird entsorgt. Der Wendehammer verschwindet. Fünf neue Bäume sollen in der Mitte der neuen Fußgängerzone gepflanzt werden, dazwischen werden neue Fahrradbügel installiert.

Fahrradplätze: Letzter Punkt der Umbauliste ist es, mehr Freiraum auf Gehwegen zu schaffen. Die bestehenden Fahrradbügel sollen künftig so aufgestellt werden, dass die angeschlossenen Räder Passanten nicht mehr im Weg stehen. Zudem sollen neue Bügel direkt auf dem Platz sowie an den Einmündungen von Jakobi- und Lister Straße installiert werden. Offiziell gibt es derzeit 110 Abstellplätze für Räder, nach dem Umbau sollen es 350 sein.

Bushaltestelle Lister Platz: Aus Sicht der Stadt ist die Haltestelle vor dem Tonnengewölbe ein Brennpunkt mit Gefahren für Radfahrer und Passanten, den es zu entschärfen gilt. Zwar hat der Bus, von der Ferdinand-Wallbrecht-Straße kommend, eine eigene Spur und kommt damit dem Autoverkehr nicht in die Quere. Insgesamt aber haben am Lister Platz sowohl Radfahrer als auch Passanten und wartende Fahrgäste zu wenig Platz. Vor allem die Tatsache, dass sich Radfahrer zwischen dem Bus und ein- oder aussteigenden Passagieren hindurchschlängeln müssen, missfällt den Planern. Der Radweg wird auf die Fahrbahn verlegt. Wartebereich und Haltebucht für den Bus sollen künftig eine gemeinsame Zone bilden.

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