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Nächste Woche fällt die Vorentscheidung: Die Stöckener wünschen seit Jahren ein Kinderbecken für ihr Bad.

Nächste Woche fällt die Vorentscheidung: Die Stöckener wünschen seit Jahren ein Kinderbecken für ihr Bad.© Mario Moers

Bäderkonzept der Stadt

Stöckener bangen um ihr Schwimmbad

Der Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken fordert eine zügige Sanierung des Stöckener Bads. Eine Vorentschiedung fällt am Montag: Der Sportausschuss des Rats berät das Bäderkonzept der Stadt.

Hannover. Das Kleinkinderbecken für das Stöckener Bad kommt, es fragt sich nur wann. Die Stadtverwaltung versicherte dem Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken auf Anfrage jetzt, dass der seit 2001 geplante Kinderbereich im Zuge der Sanierung berücksichtigt werden soll. „Ja, die Verwaltung strebt die Errichtung eines solchen Beckens an“, erklärte Stadtsprecher Darius Pilarski auf der jüngsten Sitzung des Bezirksrats im Freizeitheim Stöcken.

Wie der Kinderbereich aussehen wird, und wann die Erweiterung realisiert wird, bleibt derweil unklar. Der Bezirksrat setzt sich seit Jahren dafür ein, dass ein Kinderbecken in dem Bereich der jetzigen Außenterrasse angebaut wird. Pläne dazu liegen seit 2001 bei der Verwaltung. Immer, wenn sie drohten, in Vergessenheit zu geraten, stellte der Bezirksrat eine Anfrage, wann das Kinderbecken denn komme. Die unverbindliche Zusage der städtischen Planer ist allerdings lediglich ein Etappensieg. Die Realisierung des Kinderbereichs hängt, wie die gesamte bevorstehende Sanierung, von der endgültigen Fassung und Umsetzung des stadtweiten Bäderkonzepts ab.

Besucher des Stöckener Bads werden deshalb der kommenden Woche entgegenfiebern. Am Montag berät der Sportausschuss erneut über das Konzept. Am 12. März entscheidet dann der Rat. In den vergangenen Monaten hatte eine Bürgerinitiative Unterschriften gegen den diskutierten Abriss und für die Aufwertung des Bades gesammelt. Nach nachdrücklichem Protest, auch aus dem Bezirksrat, steht in der Sportausschusssitzung nun der Sanierungsfahrplan für die 13 Schwimmbäder zur Debatte. Die CDU-Fraktion beantragt, das Stöckener Bad und das Fössebad deutlich vorzuziehen. „Mit der Planungsphase wird bei beiden Bädern im Jahr 2016 begonnen; im Anschluss ist eine zügige Durchführung der Sanierung sicherzustellen“, fordert der Zusatzantrag.

In Stöcken befürchtet man, dass sich ein zu langer Aufschub für das Bad als Todesurteil erweisen könnte. Das Bäderkonzept sieht eigentlich vor, Stöcken frühestens 2023 zu sanieren. Auch ein Abriss und Neubau sind nicht ausgeschlossen, falls sich diese Option im Laufe der weiteren Planungen als sinnvoll erweist. Im Bäderkonzept ist außerdem vorgesehen, das Stöckener Bad als Gruppenbad auszulegen. Schulen und Vereine bekämen dann hinsichtlich der Nutzungszeiten Vorrang vor den normalen Schwimmern. Auch diese umstrittene Profilbildung, sowie die Öffnungszeiten und die Eintrittsgelder stellt der CDU-Zusatzantrag erneut zur Diskussion.

In Stöcken steht der gesamte Bezirksrat hinter den Änderungsforderungen. In seiner Sitzung verabschiedete das Gremium einstimmig einen Dringlichkeitsantrag zum Bäderkonzept. Darin wird das Gruppenbad-Konzept abgelehnt. Außerdem soll die Verwaltung prüfen, ob die bereits beschränkten öffentlichen Schwimmzeiten erweitert werden können. „Wir wollen vor der Sitzung noch einmal unsere Punkte deutlich machen“, so der SPD-Vorsitzende im Bezirksrat Holger Diener.


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