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Süd Brachgelände: Mietverhandlungen haben begonnen
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15:48 15.04.2009
Großprojekt auf der Industriebrache: Das ehemalige Kertess-Gelände soll endlich bebaut werden. Quelle: Rainer Surrey
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„Die Mietverhandlungen haben bereits begonnen“, berichtet Raik Packeiser vom Büro Insignis als Sprecher für den Grundstückseigner Aurelis. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn stehe weiterhin in Kontakt mit der Stadt, um alle rechtlich und politisch notwendigen Schritte zu unternehmen, damit die Bauarbeiten endlich beginnen können. „Alles ist im Zeitplan und läuft so, wie es in diesem komplexen Verfahren möglich ist“, erklärt Packeiser.

Seit mehr als vier Jahren besteht das Mammutprojekt nur auf dem Papier. Im Juli 2005 stellte die Stadtverwaltung die Pläne zum Südbahnhof erstmals öffentlich in einem Bürgerforum ausführlich vor. Und an denen hat sich nichts geändert: Nach wie vor will der Hagebaumarkt einen Neubau auf dem ehemaligen Kertess-Gelände mit etwa 9000 Quadratmetern beziehen. Daneben sind ein Supermarkt mit 5000 Quadratmetern und ein Fachmarkt mit 3000 Quadratmetern vorgesehen.

Viele Gutachten waren bislang notwendig, vor allem wegen der immensen Bodenverseuchung, die die ehemalige Chemikalienhandlung Kertess verursacht hatte. Mehr als 20 Jahre dauerte die Sanierung und gilt nun als abgeschlossen. Zu Verzögerungen kam es in den vergangenen Jahren aber immer wieder, weil die Investoren, die das 40.000 Quadratmeter große Gelände entwickeln wollten, abgesprungen sind. Erst wurde es nichts mit der Wohnungsbaugesellschaft Nileg, weil sie an den US-Fonds Fortress verkauft wurde. Dann endete die Zusammenarbeit von Aurelis und dem hannoverschen Investor Gregor Baum vorzeitig im Streit. Auch das Hamburger Architektenehepaar Breuer schied aus.

Offenbar hat alles das dazu geführt, dass keine engagierten Zeitpläne mehr ausgegeben werden. Denn noch im Sommer 2007 war die Rede davon, dass die drei Märkte spätestens im Herbst 2008 eröffnen. Nun ist Sprecher Packeiser vorsichtiger und lässt sich kein Datum zum Baustart mehr entlocken: „Es geht alles seinen Gang.“

von Daniela Beyer

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