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Ost Bunker werden zu Wohnhäusern
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00:15 02.02.2013
Von Susanna Bauch
Der Bunker im Lister Trageweg wird nach dem Umbau von Familie Wetekam bewohnt. Quelle: Herzog
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List/Heideviertel

Gut ein Jahr hat es gedauert, bis aus dem alten Bunker am Trageweg in der List ein großzügiges, helles Wohnhaus geworden ist. Das Weihnachtsfest konnte die vierköpfige Familie, die das Gebäude gekauft hat, schon im neuen Heim feiern - und den Blick aus zwölf Metern Höhe genießen. Die Bunkerform lässt sich auch nach dem umfangreichen Umbau nicht leugnen, dennoch wirkt die Anlage hell und wohnlich. Familie Wetekam hat ihr ein Staffelgeschoss aufsetzt. Dort oben sind auch die Terrassen angelegt, das Mauerwerk ist mit großzügigen Fenstern durchsetzt. Insgesamt galt es, vier Geschosse umzubauen. Die oberste Etage und das neu aufgesetzte Stockwerk nutzt die Familie für sich selbst.

Nach dem Krieg wurde der Bunker rund 20 Jahre als Möbelhaus genutzt, die letzten Jahrzehnte jedoch stand der Betonklotz leer. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben will mittelfristig alle 13 bundeseigenen Bunker in Hannover verkaufen. Die Gebäude werden nicht mehr benötigt, die sogenannte Zivilschutzbindung ist aufgehoben worden. Der Bunker Trageweg war 1940 für 751 Personen gebaut worden und umfasst 375 Quadratmeter - ohne Sockelgeschoss. Dass die Bundesimmobilie an den Lister Kirchweg, einen Imbiss und einen Discounter grenzt und außerdem keinen Garten hat, stört Familie Wetekam nicht - jedenfalls nicht mehr. „Die Lage war zunächst schon ein Problem“, sagt Marion Wetekam. Aber so eine Immobilie liege eben selten mitten in der Eilenriede oder an einer idyllischen Altbaustraße.

Das gilt auch für den Bunker am Wolfsburger Damm 3 im Heideviertel. Noch steht er düster da, doch auch er soll bald zum Wohnen dienen - die Probenräume für Musiker sind Geschichte. Die Hannoversche Volksbank vermarktet das Gebäude und wirbt mit „exklusivem Wohnen im ehemaligen Luftschutzbunker“. „Das Erdgeschoss ist verkauft, nun suchen wir Interessenten für die erste Etage und das Penthouse“, sagt Projektbetreuer Rene Schneider.

Der Bunker wird nach allen Seiten mit Fenstern versehen, Balkone erstrecken sich über eine komplette Außenwand. Das Penthouse erhält eine Glaskuppel, die Fenster sind bodentief. Wellnessbäder, hochwertige Bodenbeläge und ein Aufzug gehören zum Konzept. Die Wohnfläche beträgt je Geschoss etwa 185 Quadratmeter, verteilt auf dreieinhalb Zimmer. Nicht nur das Objekt ist ungewöhnlich, auch die Preise zwischen 617000 und 684000 Euro sprechen für sich. Mehr Informationen gibt es unter Telefon 700770.

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