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Nord Kritik an offener Ganztagsschule
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14:34 17.11.2011
Von Margret Jans-Lottmann
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Vahrenheide

Die Fridtjof-Nansen-Schule in Vahrenheide will ihre Grundschüler vom kommenden Schuljahr an ganztags betreuen. Diesen Wunsch der Schule unterstützen die Stadtverwaltung und der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide. In der ersten Sitzung des neugewählten Gremiums folgten alle Fraktionen und Einzelvertreter der Empfehlung der Stadt, die Halbtagsschule zum 1. August 2012 in eine offene Ganztagsschule umzuwandeln. In dieser Schulform wird in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus dem Stadtteil eine Nachmittagsbetreuung angeboten, an der die Kinder freiwillig teilnehmen können. Der Vorstand der Fridjof-Nansen-Schule betrachtet die Einführung der offenen Ganztagsschule allerdings nur als Übergangslösung. Erklärtes Ziel ist es, zum 1. August 2013 eine teilgebundene Ganztagsschule zu werden, in der alle Kinder am Nachmittagsangebot teilnehmen.

In seinem ausführlichen Antrag an die Stadt und die Landesschulbehörde weist Rektor Hermann Städler darauf hin, dass die offene Ganztagsschule aus der Sicht des Kollegiums eher als Betreuungs- denn als Bildungseinrichtung verstanden wird. Die Entscheidung für die Einführung der offenen Ganztagsschule „ist der schlichten Not der Eltern nach Betreuung ihrer Kinder und dem Außendruck nach Einrichtung von Ganztagsschulen geschuldet“, schreibt Städtler.

Die Fridtjof-Nansen-Schule liegt in der Leipziger Straße und damit in einem Gebiet, das als sozialer Brennpunkt gilt. Insgesamt 330 Mädchen und Jungen aus 26 Nationen besuchen die verlässliche Grundschule, in der die Kinder in der Regel zwischen 8 und 13 Uhr verlässlich betreut werden. Der Anteil der Grundschüler, die ausländischer Herkunft sind, liegt damit bei 73 Prozent. Ein großer Teil der Kinder ist nach Angaben der Schule verhaltensauffällig und beherrscht die deutsche Sprache nur mangelhaft. Dadurch sei es für Grundschüler schwierig, im Unterricht erfolgreich mitzuarbeiten. Da viele Kinder sich nicht konzentrieren könnten, es ihnen schwer falle, sich richtig auszudrücken und sie schnell frustriert seien, sei das Lernklima deutlich belastet, erläutert Schädler in dem Antrag.

Die Fridtjof-Nansen-Schule versucht schon seit Jahren, diese Probleme zu lösen – unter anderem mit Bewegung im Unterricht, gesunder Ernährung und gezielter Sozialarbeit. Für ihre Arbeit wurde die Grundschule bereits mit etlichen Auszeichnungen bedacht. 2007 wurde sie als gesündeste Schule Deutschlands mit dem unter anderem von der Techniker Krankenkasse verliehenen Gesundheitspreis „Pulsus“ ausgezeichnet, 2009 erhielt sie den Deutschen Präventionspreis des Bundesministeriums für Gesundheit, der Manfred-Lautenschläger-Stiftung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Seit dem Jahr 2000 ist die Grundschule Expo-Modellschule.

Wird die Fridtjof-Nansen-Schule wie geplant offene Ganztagsschule, könnten Grundschüler dort künftig montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr betreut werden – unter anderem mit Frühförderung, selbstgekochtem Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften. Die Teilnahme wäre für die Schüler zwar freiwillig. Haben Eltern ihre Kinder aber für das offene Ganztagsangebot angemeldet, ist die Teilnahme mindestens für ein halbes Jahr verpflichtend. Für die Einführung des offenen Ganztagsangebots an der Fridtjof-Nansen-Schule muss die Stadt noch die Genehmigung des Landesschulbehörde einholen.

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