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Nord Heimkehr hofft auf junge Mieter
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15:37 09.07.2010
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Dass das aktuelle Projekt der Wohnungsgenossenschaft Heimkehr ambitioniert ist, wird spätestens in dem Augenblick deutlich, in dem Vorstandsmitglied Sven Scriba von dem sich im Umbau befindlichen Reihenhaus im Johannes-Lau-Hof in Vahrenwald auf die gegenüberliegende Hausreihe deutet. „Das hier sah noch vor Kurzem exakt genauso aus“, sagt Scriba und genießt die Verwunderung seiner Gesprächspartner. Es ist in der Tat kaum vorstellbar, dass der helle Wohnblock mit den bodentiefen, großen Fensterelementen, den modernen Dachterrassen und luftigen Laubengängen etwas mit der tristen, graugrünen Hausfassade aus den fünfziger Jahren gegenüber gemeinsam haben soll.

Seit sieben Monaten baut die Heimkehr, die in diesem Jahr ihr 110-jähriges Jubiläum begeht, den Johannes-Lau-Hof in Vahrenwald zu einem modernen, wärmegedämmten und barrierefreien Wohnhaus um, das alle modernen Annehmlichkeiten aufweist – von großen Balkonen über Holzparkett und einen modernen Aufzug bis hin zu einer ökologischen Heizungsanlage, die Sonnenenergie und Umgebungsluft nutzt. Die Gesamtkosten für beide Reihenhäuser belaufen sich auf rund sieben bis acht Millionen Euro.

Im September sollen die ersten Mieter in die 68 bis 138 Quadratmeter großen Wohnungen einziehen. Der Mietpreis liegt bei 6,50 Euro. Die Nachfrage ist enorm. Schon jetzt liegen der Heimkehr für die 24 Wohnungen mehr als 200 Bewerbungen vor.

Sven Scriba und seine Kollegen können sich über so viel regen Zulauf im Jubiläumsjahr ihrer im Jahr 1900 gegründeten Wohnungsgenossenschaft freuen. Und auch die Zahlen und Fakten rund um die Heimkehr, die ihren Stammsitz in der Hildesheimer Straße 89 hat, lassen sich sehen: 10 000 Mitglieder hat die Wohnungsgenossenschaft. Stadtweit unterhält sie 500 Häuser mit 4800 Wohnungen, 60 Läden und Kioske sowie 600 Garagen und Stellplätze. Die Mieter sind in der Regel zufrieden, weil die Mieten günstig sind, Reparaturen schnell durch ein eigenes Handwerkerteam erledigt werden und sie ein lebenslanges Wohnrecht haben.

Gewinne darf eine Wohnungsgenossenschaft nicht machen, und so kommt das Geld den Mitgliedern wieder zugute. „Uns stehen jährlich 14 Millionen Euro allein für Modernisierungen zur Verfügung“, sagt Scriba. Wer in eine Heimkehrwohnung ziehen möchte, muss Genossenschaftsanteile kaufen. Ein Anteil kostet 250 Euro. Je größer die Wohnung ist, desto mehr Anteile benötigt der Mieter. Die Faustregel lautet: ein Anteil pro Zimmer plus ein weiterer Anteil. Für eine Drei-Zimmer-Wohnung wären also 1000 Euro nötig.

Doch es gibt auch Entwicklungen, die Scriba Sorgen bereiten. „Die demographische Entwicklung macht vor unserer Tür nicht halt. Wir brauchen dringend junge Mieter. Damit die Mischung in unseren Häusern stimmt“, sagt Scriba. Als Antwort auf die älter werdende Gesellschaft schweben der Heimkehr Mehrgenerationenhäuser vor, in denen sich die Mieter gegenseitig unter die Arme greifen. Gemeinschaften, in denen junge Leute, Paare genauso wie Singles und Familien mit Kindern, ebenso leben wie Senioren. „Im Idealfall helfen sich Jung und Alt gegenseitig. Die ältere, alleinstehende Dame passt auf den Nachwuchs auf; die junge Mutter revanchiert sich mit der Erledigung des Einkaufs. Aber das klappt nur, wenn es auch junge Leute gibt, die in unseren Häusern wohnen“, betont Scriba.

Der Johannes-Lau-Hof könnte junge Menschen ansprechen – auch wenn die Wohnungen komplett barrierefrei gestaltet sind. Schließlich erleichtern ein höherer Toilettensitz, fehlende Bodenschwellen oder eine begehbare Dusche jedem Bewohner den Alltag.

Julia Pennigsdorf

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