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Foto: Im neuen Wissenschaftspark Marienwerder verzögert sich die Fertigstellung des grünen Campus ein wenig. Über den Rossbruchgraben führen aber schon Brücken.

Im neuen Wissenschaftspark Marienwerder verzögert sich die Fertigstellung des grünen Campus ein wenig. Über den Rossbruchgraben führen aber schon Brücken.© Schwarzenberger

Marienwerder

Grüner Campus ist im Sommer fertig

Die Renaturierung im Wissenschaftspark Marienwerder kostet 6,6 Millionen Euro. Spatenstich für das Gründerzentrum von Hannoverimpuls ist am 13. April.

Marienwerder. Der neue Landschaftspark in Marienwerder nimmt Gestalt an: Für rund 6,6 Millionen Euro entsteht im Wissenschaftspark an der Hollerithallee ein grüner Campus. Seine Fertigstellung war ursprünglich für den April vorgesehen, verzögert sich witterungsbedingt aber. „Der Abschluss der Maßnahme ist für den Sommer 2012 vorgesehen“, sagte Bezirksratsbetreuer Darius Pilarski in der jüngsten Sitzung des Stadtbezirksrats Herrenhausen-Stöcken auf Anfrage der CDU. Auf den geplanten Bau des neuen Gründerzentrums der Hannoverimpuls GmbH soll die Verspätung aber keinen Einfluss haben: „Wir haben den Spatenstich für den 13. April festgesetzt“, sagte Geschäftsführer Ralf Meyer auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers.

Anfang vorigen Jahres hatten die Sanierungsarbeiten auf dem Gelände begonnen. Das Areal gehörte einst zum Batteriekonzern Varta. Die industrielle Nutzung hat Spuren im Boden hinterlassen: Schwermetalle mussten zusammen mit dem belasteten Boden entsorgt werden. Die Stadt hatte das Gelände von Varta gekauft und will es nun vermarkten. Neben einigen schon ansässigen Unternehmen sollen sich neue Forschungseinrichtungen und wissenschaftsnahe Unternehmen ansiedeln. Die Parkanlage soll das grüne Herz des Wissenschaftsparks werden - mit einem renaturierten Rossbruchgraben und einer neuen Landschaftsgestaltung. Die Bodensanierung selbst sei bereits im vergangenen November abgeschlossen worden, sagte Pilarski. Auch die größten Erdarbeiten sind vollendet; über den naturnah gestalteten Rossgraben führen neue Brücken.

Nun steht Hannoverimpuls in den Startlöchern für ein erstes Bauprojekt im Wissenschaftspark: Für rund acht Millionen Euro lässt die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft - an ihr sind Stadt und Region Hannover beteiligt – ein Technologie- und Gründerzentrum errichten. „Es soll 2013 eröffnen“, kündigte Geschäftsführer Meyer an. Gut ein Jahr würden die Arbeiten andauern. Es soll künftig auf rund 4000 Quadratmetern genügend Platz für Existenzgründer aus technologieorientierten Branchen bieten, und es sollen Labors, Werkstätten und Büros ausgestattet werden. Der Komplex ersetzt das alte Technologiezentrum der Gesellschaft an der Vahrenwalder Straße: Dort wurde Mitte das „Haus der Wirtschaftsförderung“ eröffnet, unter dessen Dach Stadt und Region ihre entsprechenden Institutionen vereint haben.

Die SPD-Fraktion forderte in der Sitzung zudem, dass im Zuge der Arbeiten für den Wissenschaftspark auch die Geschichte des Konzentrationslagers Stöcken berücksichtigt wird. Einer der neuen Wege auf dem Campusgelände führt an der Stelle vorbei, wo sich einst der Zugang zum KZ befand. „Dort soll eine Erinnerungstafel aufgestellt werden“, sagte Bezirksratsfrau Heidi Stolzenwald. Auf dem Gelände der ehemaligen Accumulatoren-Fabrik – dem Vorläufer von Varta – existierte von 1943 bis 1945 ein Außenlager vom KZ Neuengamme. Die Baracken standen nah am Rossbruchgraben; die Gefangenen wurden zum Arbeitseinsatz in der benachbarten Fabrik gezwungen. Ein Denkmal an der Kreuzung von Hollerithallee und Garbsener Landstraße erinnert daran.

Marcel Schwarzenberger


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