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Mitte Koch verursacht Fettexplosion
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22:19 21.07.2010
Fettexplosion in einem Schnellrestaurant in Hannover-Mitte: Koch erleidet Verbrennungen. Quelle: dpa
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Bei einem Küchenbrand in der Marienstraße 47 im Stadtteil Hannover-Mitte erlitt der Koch eines Restaurants Verbrennungen zweiten Grades. Die Feuer- und Rettungswache 3 wurde am Dienstagmittag, kurz nach 13 Uhr, alarmiert und brachte das Feuer schnell unter Kontrolle.

Als die 14 Feuerwehr- und Rettungskräfte in fünf Fahrzeugen am Unfallort eintrafen, konnten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung und Feuerschein aus der Küche erkennen. Ein Atemschutz-Trupp drang umgehend in die Küche ein und löschte den Friteusenbrand mittels Fettbrandlöscher.

Der Koch hatte bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbst einen Löschversuch unternommen. Nach Angaben der Feuerwehr hat er vermutlich mit dem für Fettbrände ungeeigneten Löschmittel Wasser versucht, die brennende Friteuse zu löschen. Dabei kam es zu einer Fettexplosion, bei der sich der Koch schwere Verbrennungen zuzog.

Da brennendes Fett oder Öl bereits bei Entzündung mehrere hundert Grad Celsius heiß ist, verdampft zugegebenes Wasser schlagartig. Aus einem Liter Wasser entstehen etwa 1700 Liter Wasserdampf. Weil das Wasser jedoch einige Sekundenbruchteile benötigt, um im heißen Fett zu verdampfen, sinkt es vorher noch darin ein. Durch das explosionsartige Verdampfen wird das brennende Fett mit dem Wasserdampf aus dem Behälter gerissen. Die Auswirkungen für den Löschenden und die Umgebung sind meist verheerend.

Fettbrände werden am besten durch Ersticken, wie etwa mit einem Topfdeckel, einer Löschdecke oder speziellen Fettbrandfeuerlöschern gelöscht.

Die Ursache für den Brand im Schnellrestaurant ist derzeit noch unbekannt. Die Feuerwehr schließt jedoch eine Überhitzung der Friteuse nicht aus. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 3000 Euro. Der Koch wurde vor Ort von Rettungskräften versorgt und zur weiteren Behandlung in eine Klinik transportiert.

jhe

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