Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Maschseefest Maschseefest: Vier Straßen zeitweise voll gesperrt
Thema Specials Maschseefest Maschseefest: Vier Straßen zeitweise voll gesperrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:42 01.08.2017
   Quelle: Jan Philipp Eberstein 2016
Anzeige
Hannover

 Die Polizei macht den Bereich zwar dicht, verzichtet dabei aber auf Betonblöcke an den Zufahrten. „Es sind Absperrschranken vorgesehen“, erklärt Sprecherin Wiebke Weitemeier. Und dazu viele Beamte: „Im Vergleich zum Vorjahr wird an den stark frequentierten Tagen die polizeiliche Frequenz erhöht.“

Der Sperrbezirk umfasst Arthur-Menge-Ufer (ab Court­yard-Hotel), Culemannstraße, Rudolf-von-Bennig­sen-Ufer (bis Altenbekener Damm) und Willy-Brandt-Allee: Mittwochs und freitags (jeweils ab 19 Uhr), sonnabends ab 17 Uhr und sonntags ab 13 Uhr ist dieser Bereich für alle Fahrzeuge tabu. „An diesen Sperrstellen werden auch Polizeibeamte im Einsatz sein“, sagt Weitemeier.

Im Partybereich sind vier festinstallierte Kameras angebracht: in der Nähe des Fackelläufers, der Bruchmeisterallee, der HDI-Arena und am Waterlooplatz. „Wir nutzen aber grundsätzlich keine Kameras zur Überwachung des Maschseefestes“, betont die Sprecherin. Zwei Ausnahmen gebe es: Bei „herausragenden Straftaten und Gefährdungslagen“ würde doch auf die Technik zurückgegriffen.

Eine temporäre erweiterte Videoüberwachung von Großveranstaltungen wie dem Maschseefest wäre in Niedersachsen zurzeit rechtlich auch nicht möglich. Ob­wohl vor einem halben Jahr von Innenminister Boris Pistorius angekündigt, lässt eine Änderung des Polizeigesetzes weiter auf sich warten.

Grundsätzlich ist die Deutsche Polizeigewerkschaft für den Einsatz von Videotechnik, so der Landesvorsitzende Alexander Zimbehl: „Aber sie muss zielgerichtet sein.“ Mehr Kameras würden beim Maschseefest überhaupt keinen Sinn ergeben: Damit sei kein Attentat zu verhindern, so der Ge­werkschafter. Auch ohne zusätzliche Kameras sei die Sicherheit beim Maschseefest aus seiner Sicht gewährleistet. „Mit ihrer Kräftekonzeption und den Straßensperrungen ist die Polizei gut aufgestellt“, meint Zimbehl. Matthias Karsch, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter in Niedersachsen, teilt diese Auffassung. Lediglich bei ganz konkreten Hinweisen auf An­schläge und auf bestimmte Täter wäre zusätzliche Ka­mera-Aufklärung hilfreich. Das wahllose Filmen von Besuchern sei jedenfalls nicht zielführend.

Auch für den Sperrbezirk sind Ausnahmen möglich – zum Beispiel, wenn Gastronomen dringend Getränke- oder Lebensmittel-Nachschub brauchen, sagt Hans Nolte, Chef der Hannover-Veranstaltungsgesellschaft: „Dafür haben wir einen Notfallplan.“

Von Britta Mahrholz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige