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Fit rund um die Uhr Starthilfe für Morgenmuffel
Thema Specials Fit rund um die Uhr Starthilfe für Morgenmuffel
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14:59 22.01.2010
Joggt sich morgens am Maschsee fit: Claudia Brand, Moderatorin von NP-TV. Quelle: Frank Wilde

VON CHRISTIAN BOHNENKAMP

„Spätestens danach fühlt man sich einfach unglaublich gut“, sagt Uwe Wegner (49), Chefarzt der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft. Loslegen mit dem Frühsport sollte man am besten vor dem Frühstück. „Wenn der Magen voll ist, wird sehr viel Blut für die Verdauung benötigt. Wenn man dann Sport treibt, brauchen es die Muskeln ebenfalls, und dann entstehen an beiden Stellen Mangelerscheinungen“, erklärt der Experte. Es sei deshalb besser, erst nach der Belastung zu frühstücken. Vor dem Frühsport sei es jedoch wichtig, ein Glas Wasser zu trinken, um den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen.

Ein Extra-Aufwärmprogramm vor dem Sport am Morgen ist nicht nötig. „Ich würde aber die ersten zehn Minuten etwas lockerer angehen. Danach kann man die Belastung so hoch steigern, wie man möchte“, sagt Uwe Wegner. Anfänger sollten es zu Beginn allerdings nicht übertreiben und die Belastung vorsichtig erhöhen. „Die Muskeln und der Kreislauf gewöhnen sich sehr schnell daran, aber die Gelenke und Sehnen hinken hinterher. Und wenn man sich verletzt, kann es manchmal bis zu anderthalb Jahre dauern, bis sich eine Sehne komplett erholt hat“, erklärt der Sportarzt. Anstatt die Intensität zu erhöhen, sei es deshalb meistens besser, den Trainingsumfang zu steigern. Wer anhaltend Beschwerden hat, sollte spätestens nach einer Woche zum Arzt gehen. „Was dann nicht weg ist, kann wirklich zu einem Problem werden. Man muss auf seinen Körper hören“, rät der Experte.

Für gestresste Berufstätige hat Uwe Wegner gute Nachrichten: Fälschlicherweise habe sich die Meinung verbreitet, dass man den besten Trainingseffekt dann hat, wenn man zum Beispiel fünfmal 30 Minuten pro Woche läuft. „Studien haben aber gezeigt, dass es genauso viel bringt, wenn man sich zweimal am Wochenende anderthalb Stunden richtig auspowert. Das ist – wenn sich die Sehnen und Gelenke an die Belastung gewöhnt haben – nicht ungesünder.“

Krankheiten und Wehwehchen sind laut Wegner meistens kein Grund, auf Sport zu verzichten. „Es gibt so gut wie kein Krankheitsbild, das Bewegung komplett verbietet. Jeder hat die Möglichkeit, etwas für seinen Körper zu tun. Es kommt dann natürlich auf die richtige Dosis an“, sagt der Sportarzt. Nur bei Fieber, bakteriellen und Viruserkrankungen solle man auf jeden Fall eine Pause einlegen.

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