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Fit rund um die Uhr Mit Schwung am Schreibtisch
Thema Specials Fit rund um die Uhr Mit Schwung am Schreibtisch
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15:01 22.01.2010
Quelle: Ralf Decker
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VON SÖREN NOLTE

Rückenschmerzen, schwere Beine, Verspannungen: Wer im Job sitzt oder steht, hat oft mit Beschwerden zu kämpfen. Die lassen sich jedoch vermeiden.

Bei sitzender Bürotätigkeit ist es wichtig, den Arbeitsplatz so einzurichten, dass Zwangshaltungen vermieden werden. Das heißt: Die Ellbogen sollten frei beweglich sein und nicht auf der Tischplatte abgestützt werden. "Sonst blockiert die Schulter und es drohen Verspannungen im Rückenbereich", erklärt Olaf Köhler, Berater für betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK.

Auch auf eine gerade Sitzhaltung sei zu achten. Dazu muss die Höhe von Stuhl und Tisch so angepasst werden, dass die Füße festen Bodenkontakt haben und die Unterarme entspannt auf der Tischkante abgelegt werden können. Computermaus und Telefon sollten leicht erreichbar sein und am besten links und rechts neben der Tastatur stehen. Damit man den Kopf nicht ständig drehen muss, den Bildschirm parallel zur Tischkante aufstellen. "Um Sehenscheidenentzündungen vorzubeugen, sind außerdem ein ergonomisches Maus-Pad und eine Handballenauflage sinnvoll", sagt Köhler.

Zwischen durch ist Abwechslung wichtig: hin und wieder weg vom Bildschirm aus dem Fenster schauen oder Besprechungen, Konferenzen oder Pausen im Stehen abhalten, um die Durchblutung zu fördern und den Rücken zu entlasten. Auch so genannte "Steh-sitz-Arbeitsplätze" helfen. Bei ihnen lässt sich die Tischplatte so weit nach oben fahren, dass man mühelos auch stehend arbeiten kann. "In Skandinavien wird das zunehmend Standard."

Auch für Menschen, die ständig stehend arbeiten, muss er Arbeitsplatz die richtige Höhe haben. Vorbild ist ein Kneipentresen: "Die Höhe wird von den meisten als angenehm empfunden, in der Regel gibt es eine Stange, auf der man wechselweise einen Fuß abstützen kann, Barhocker fungieren als Stehhilfen." Zudem sollte man Schuhe tragen, die das Körpergewicht gut abdämpfen.

Wichtig ist vor allem, dass die Gesamtatmosphere am Arbeitsplatz stimmt. "Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen", sagt AOK-Experte Köhler. Immer mehr Personalchefs würden erkennen, dass nur glückliche Mitarbeiter gesund und leistungsfähig blieben.

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