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IM NP-GESPRÄCH: Garbsens Polizeichef Ulrich Knappe.

IM NP-GESPRÄCH: Garbsens Polizeichef Ulrich Knappe.

NP-Interview

Garbsens Polizeichef: „Es gibt mehr Einbrüche“

Garbsens Polizeichef Ulrich Knappe über Einbrüche, Garbsens soziale Brennpunkte und Prävention.

Herr Knappe, macht Ihnen zurzeit etwas Sorge in Garbsen?
Nein. Die Vergleichszahlen in der Kriminalitätsstatistik zeigen: Die Situation in Garbsen hat sich in den letzten Jahren verbessert.

Der Ortsteil Auf der Horst gilt jedoch als sozialer Brennpunkt. Hat er diesen schlechten Ruf verdient?
In vielen Bereichen sind Straftaten rückläufig. Das gilt auch für das Gebiet Auf der Horst. Doch wir dürfen nicht ignorieren, dass es hier viele Menschen mit Migra-tionshintergrund gibt.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist aber im letzten Jahr gestiegen.
Ja, das stimmt. Es gibt mehr Einbrüche. Die Zahl ist 2012 auf mehr als 150 angestiegen. Aber diese Entwicklung ist ein übergreifendes Problem. Mehr Einbrüche sind nicht nur in Garbsen zu beobachten.

Würde mehr Prävention helfen, die Kriminalität zu senken?
Es gibt Sonderdienste der Polizei, die speziell im Stadtteil Auf der Horst im Einsatz sind. Doch wir können leider nicht zu jeder Zeit an jedem Ort sein.

Nur etwas mehr als die Hälfte aller Straftaten wird aufgeklärt ...
Ja, nicht immer haben wir Spuren. Vielen Taten gehen wir aber durch Hinweise aus der Bevölkerung nach. Hier macht sich auch die Achtsamkeit der Mitmenschen positiv bemerkbar.

Gibt es denn Möglichkeiten, um sich vor Einbrüchen und Diebstahl zu schützen?
Ja. Man kann viel tun, um sein Eigentum zu schützen. Es hilft zum Beispiel schon, Türen und Fensterbeschläge gut zu sichern. Bei Dunkelheit sollte man eine bewohnte Situation darstellen, also auch dann das Licht einschalten, wenn niemand im Haus ist. Und man sollte natürlich niemals die Handtasche im Auto liegen lassen.

Carsten Richter

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