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Brennpunkt Eichendorff-Schule: Hier stinkts den Schülern
Thema Specials Brennpunkt Eichendorff-Schule: Hier stinkts den Schülern
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21:48 29.04.2013
VOR ORT: Bela und Kester zeigen, wie stinkig die Schultoiletten bei ihnen sind. Quelle: Behrens
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Hannover

Es stinkt nach Urin, gelbe Flecken haben sich am Keramik der Toiletten festgesetzt. Für die Spülung gibt es eine Kordel mit kleinem Griff – die Kleinsten reichen nicht mal heran. In diesem Zustand sind die Toiletten der Eichendorff-Grundschule in Linden Nord seit vielen Jahren.
Mit der Bitte um Unterstützung wandten sich nun die Eltern der Schülerschaft an das NP-Brennpunkt-Team.

Vor Ort zeigten sie uns gemeinsam mit Schülern und Schulleiterin Ursula Starker das Elend. „Das riecht da ganz komisch, da geh ich nicht gerne hin“, sagt der siebenjährige Kester. Ilka Sotek, Mutter von zwei Kindern auf der Schule, berichtet, dass die Kinder so sehr die Toilette mieden, dass sie sich das Trinken verkniffen. Die stellvertretende Schulelternratsvorsitzende Anja Schnell ergänzt: „Es gab Kinder, die deshalb mit Bauchweh heim gingen.“

Neben dem dringend sanierungsbedürftigen Zustand, gibt es für die Jungs der Schule nur den Weg über den Schulhof, um ihre Notdurft zu verrichten – bei Wind und Wetter und wenn der Klassenraum in der zweiten Etage ist, von dort über den Hof bis in den Keller und in den Gestank. Bei den Mädchen wurde hier bereits eine kleine Baumaßnahme durchgeführt.
„In den zehn Jahren, die ich hier tätig bin, hat sich nie etwas geändert, obwohl mir von Seiten der Stadt immer wieder gesagt wurde, dass großer Bedarf besteht an den Sanierungsarbeiten“, erklärt Schulleiterin Ursula Starker. Begründung für die fehlenden Baumaßnahmen seien die Kosten. Die Ganztagsschule wäre bereits begutachtet worden, auch ein Architektenplan bestehe. Dieser sah vor, im Rahmen von Brandschutzumbauten die Sanitäranlagen zu modernisieren. Es stellte sich heraus, dass durch einen Unterschied im Gefälle zusätzlich eine Pumpe hätte eingebaut werden müssen. Diese wiederum: Zu teuer. „Ich weiß bisher noch nichts von den Problemen“, reagierte Bezirksbürgermeister Rainer Grube verwundert. Auch die Stadt bedarf mehr Zeit, um zu schauen, wo das Problem liege.

Eva-Maria Weiss

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