Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sportmix Speerwerferin Obergföll: Russlands Athleten sperren
Sportbuzzer Sportmix Speerwerferin Obergföll: Russlands Athleten sperren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:12 25.05.2016
Christina Obergföll war bei den Peking-Spielen Dritte im Speerwerfen. Foto: Gero Breloer
Anzeige
Moskau

Je schlimmer die Doping-Vorwürfe werden, desto verbissener kämpft Russland um die Teilnahme seiner Athleten an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

Auf die jüngsten Verdächtigungen, russische Medaillengewinner hätten bei den Sommerspielen 2008 in Peking betrogen, antwortete Vize-Sportminister Juri Nagornych in Moskau schlicht: "Es ist im Interesse der IAAF (Internationaler Leichtathletikverband) und des russischen Leichtathletikverbandes, dass bei Olympischen Spielen die stärksten Sportler antreten."

Im November 2015 hatte die IAAF russische Leichtathleten auf Grundlage eines Berichts der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA über systematisches Doping suspendiert. Über einen möglichen Olympia-Ausschluss des russischen Teams soll am 17. Juni in Wien entschieden werden.

Der russische Verband kooperiere uneingeschränkt und halte sich vollständig an die IAAF-Auflagen, sagte der Vize-Minister Medien zufolge. Deshalb rechnet er auch damit, dass der Weltverband die Sperre aufgebe und russischen Athleten einen Start im August in Rio erlaube.

Christina Obergföll, die Speerwurf-Weltmeisterin von 2013, fordert angesichts immer neuer Enthüllungen eine Sperre für russische Athleten. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Obergföll am Mittwoch: "Das Maß ist voll. Jetzt muss endlich was passieren."

Unter dopingverdächtigen Sportlern aus Russland befinden sich einem Medienbericht zufolge zehn Medaillengewinner der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Der russische Sender Match TV veröffentlichte am Vortag ohne Angabe einer Quelle die Namen 14 russischer Athleten, die bei Nachkontrollen auffällig geworden sein sollen.

Möglicherweise gehört Obergföll zu den Betrogenen in Peking. Sie hatte hinter der Tschechin Barbora Spotakova und der Russin Maria Abakumowa Bronze gewonnen.

Selbst wenn die Russin überführt werden sollte, würde Obergföll keine Genugtuung empfinden. "Ich rücke zwar einen Platz nach oben, aber ich habe nichts mehr davon: Keinen Benefit, keine Prämien, keine Sponsorengelder", sagte sie. "Das ganze Emotionale fehlt - das kann man nicht nachholen."

Laut dem Bericht des russischen Senders sollen sich unter den Medaillengewinnern acht Leichtathleten und zwei Gewichtheber befinden. Dazu sollen vier Athleten kommen, die vor acht Jahren kein Edelmetall holten.

Das Nationale Olympische Komitee von Russland (ROC) hatte bestätigt, dass die A-Probe bei 14 Olympia-Teilnehmern des Landes positiv gewesen sei. Die B-Proben sollen am 31. Mai und 1. Juni beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne geöffnet werden.

Zu den verdächtigen Sportlern gehört auch Hochspringerin Anna Tschitscherowa, wie ihr Trainer einräumte. Sie hatte 2012 Olympia-Gold und 2008 Bronze gewonnen.

Das IOC hatte mitgeteilt, dass bei Nachkontrollen mit verfeinerten Testverfahren der Proben von Peking 31 Proben auffällig waren. Namen wurden zunächst nicht genannt. Die betroffenen Athleten kommen aus zwölf verschiedenen Ländern, insgesamt sechs Sportarten sind betroffen. Das IOC hatte 454 Dopingproben nochmals analysieren lassen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Weinzierl zu Schalke, Schuster nach Augsburg - und Darmstadt muss sich einen neuen Trainer suchen. Der Trainer-Doppelwechsel in der Bundesliga rückt näher, die Absichten der zwei Coaches sind nun bekannt. Vor den Unterschriften wird noch gefeilscht.

25.05.2016

Bernd Hollerbach ist mächtig stolz auf sein Aufstiegsteam. "Es ist eine geile Truppe. In der Mannschaft steckt eine ganz besondere Energie", sagte der Trainer der Würzburger Kickers nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga.

25.05.2016

In den Playoffs der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA sind die Oklahoma City Thunder kurz davor, nach den mitfavorisierten San Antonio Spurs auch die Golden State Warriors zu stoppen. Der Meister steht nach nur vier Partien bereits mit dem Rücken zur Wand.

25.05.2016
Anzeige