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Sportmix Sieg in USA: Kaymer gelingt Golf-Sensation
Sportbuzzer Sportmix Sieg in USA: Kaymer gelingt Golf-Sensation
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13:08 16.08.2010
Sensationssieger: Der 25-jährige Golfprofi Martin Kaymer aus Mettmann. Quelle: dpa
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VON RAINER FÜLSCHER

KOHLER (WISCONSIN). Martin Kaymer hat mit seinem Sieg bei der PGA-Championship für eine Golf-Sensation gesorgt. Mit 25 Jahren gewann Kaymer in Kohler/Wisconsin das vierte und letzte Major-Turnier dieses Jahres. Im nervenaufreibenden Stechen behielt der Profi aus Mettmann kühlen Kopf und setzte sich gegen den US-Amerikaner Bubba Watson durch.

„Ich kann noch nicht realisieren, was passiert ist - ich habe mein erstes Major gewonnen und bin erst seit vier Jahren auf der Tour. Ich habe Gänsehaut“, sagte Kaymer. Pechvogel Dustin Johnson (USA) hatte mit einem Kardinalfehler in der Schlussphase für Kaymer Tür und Tor zum Erfolg geöffnet, weil er für einen Verstoß mit zwei Strafschlägen belegt worden war. Damit verpasste der bis dahin Führende das Playoff mit Kaymer und Watson.

Spätestens mit seinem Erfolg, für den Kaymer über eine Million US-Dollar kassierte, läutete der Profi aus Mettmann einen neue Ära im deutschen Golf ein. Altmeister Bernhard Langer, der in seiner ruhmreichen Karriere auf zwei Major-Titel zurückschauen kann, war voll des Lobes für den Shooting-Star. „Ich freue mich riesig über seinen Sieg. Er hat vier lange Tage die Kraft gehabt, alles zu bündeln, um sich auch noch im Stechen durchzusetzen“, sagte Langer nur wenige Stunden nach Kaymers Coup in Kohler. Er habe vor allem Stressresistenz bewiesen und sei selbst mit 25 Jahren schon reif im Kopf für den Sieg in so einem schweren Turnier, meinte der 52 Jahre alte Anhausener am Montag an seinem US-Wohnsitz in Boca Raton/Florida.

Weltweit gehörten Kaymer dann auch am Montag die Schlagzeilen. Ob „New York Times“ oder die britische BBC, überall prangte Kaymer auf den Homepages mit einem zufriedenen Lächeln und dem riesigen Sieger-Pokal „Wanamaker Trophy“. Für den Rheinländer, der 2006 ins Profilager gewechselt war und im Januar 2008 in Abu Dhabi seinen ersten von sechs Europa- Tourniersiegen feierte, schlugen ebenso wie für seinen Kontrahenten Watson nach der Schlussrunde 277 Schläge zu Buche. Die Entscheidung musste im Stechen über drei Löcher fallen. „In der regulären Runde habe ich viel Druck gespürt, speziell auf den letzten vier, fünf Löchern. Beim Stechen war ich sehr ruhig und zuversichtlich“, schilderte Kaymer. „Ich habe nur gedacht, mach jetzt keine dummen Fehler“.

Gesagt, getan. Watson spielte am letzten Loch einen Doppel-Bogey, zwei Schläge mehr als Lochstandard. Und Kaymer: ein Bogey. Zuvor hatte Deutschlands bester Golfprofi eine 70er Schlussrunde gespielt. Durch seinen Erfolg hat er einen Platz im Ryder Cup-Team sicher, das Anfang Oktober in Wales zum Prestige-Duell gegen Titelverteidiger USA antritt. Er ist nach Langer erst der zweite Deutsche, der ein Major- Turnier gewonnen hat. Langer hatte 1985 und 1993 das Masters in Augusta/Georgia für sich entschieden und stünde nach einer glänzenden Saison sogar für eine Wild Card von Captain Colin Montgomerie bereit. Kaymers glanzvoller Auftritt kommt nicht nur für den deutschen Golfsport zur besten Zeit. Branchenprimus Tiger Woods konnte nicht für positive Schlagzeilen sorgen und landete abgeschlagen auf dem 28. Platz. Der Weltranglisten-Erste spielte im Whistling Straits GC eine 73er Schlussrunde und blieb mit 286 Schlägen zwei unter Par. dpa

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