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Sportmix Neururer verwandelt Bochum in ein Tollhaus
Sportbuzzer Sportmix Neururer verwandelt Bochum in ein Tollhaus
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10:50 20.04.2013
Peter Neururer freut sich über Bochums Sieg, tanze wollte er dann aber doch nicht. Quelle: Kevin Kurek
Bochum

t. Pauli gefordert, doch Neururer beschränkte sich darauf, in die Fankurve zu winken. "Wir haben ja erst einen kleinen Schritt gemacht und brauchen noch ein paar Riesenschritte, um unser Ziel zu erreichen", sagte der Coach.

Für hüftsteife Tänze, wie er sie bei seinem ersten Engagement in Bochum vor über acht Jahren nach Siegen auf dem Rasen zelebrierte und damit Kultstatus erreichte, sei es zu früh. 2004 hatte Neururer die Bochumer in den UEFA-Cup geführt, seit knapp zwei Wochen betreut er wieder den VfL und soll den Revierclub vor dem Absturz in die 3. Liga bewahren.

Auch ganz ohne Tanzeinlagen schaffte es Neururer am Freitagabend, Bochum in ein Tollhaus zu verwandeln. Die durch den Verein initiierte Mission "Wir bleiben drin" ist optimal angelaufen. Dem 2:0-Erfolg zu seinem Einstand in Cottbus ließ Bochum mit dem Triumph über St. Pauli einen weiteren Meilenstein im Abstiegskampf folgen. Die Saison-Rekordkulisse von 26 072 Zuschauern wollte Neururers Heim-Comeback erleben. Das vorherige Heimspiel gegen Aue (0:3) lockte nur halb so viele Menschen ins Stadion.

Über weite Phasen spielte der VfL in der Offensive spektakulär und vermochte es, die Zuschauer geradezu von den Sitzen zu reißen. "Der Trainer hat uns stark gemacht", erklärte Zlatko Dedic, der mit einem Doppelpack (25./Foulelfmeter/37. Minute) erfolgreich war, ehe Yusuke Tasaka (70.) den Schlusspunkt setzte. Unbestraft blieben die deutlichen Defizite in der Abwehr, die auch St. Pauli eine Fülle von Torchancen ermöglichte.

Gefeiert - mit Transparenten und Sprechchören - wurde vor allem Neururer, der die Ovationen nach rund dreieinhalb Jahren ohne Festanstellung genoss. "Die Fans waren ein ganz wichtiger Faktor. Dieses Wir-Gefühl müssen wir mitnehmen", meinte Neururer. Bereits am nächsten Freitag steigt beim Tabellenvorletzten SV Sandhausen das nächste wichtige Spiel im Abstiegskampf. "Langfristig gehört Bochum in die 1. Bundesliga, aber zunächst müssen wir Spiele wie in Sandhausen bestehen, um in der 2. Liga zu bleiben", befand der Coach.

In Bochum hat der leidenschaftliche Hobbygolfer zunächst für eine bemerkenswerte Aufbruchstimmung gesorgt. Nach dem Match standen die Fans Schlange, um Karten für das nächste Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 4. Mai zu kaufen. Dann soll das Bochumer Stadion mit 29 200 Zuschauern ausverkauft sein.

dpa

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