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Sportmix MT Melsungen rüstet für Angriff auf Spitze personell auf
Sportbuzzer Sportmix MT Melsungen rüstet für Angriff auf Spitze personell auf
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16:00 16.04.2019
Nationaltorhüter Silvio Heinevetter wechselt spätestens im Sommer 2020 von den Berliner Füchsen zur MT Melsungen. Quelle: Guido Kirchner
Melsungen

Der Umzug von Nationaltorwart Silvio Heinevetter aus der Millionenmetropole Berlin in die nordhessische Provinz ist eigentlich erst im Sommer 2020 geplant.

Doch nun scheint ein früherer Wechsel des 34-Jährigen zur MT Melsungen nicht mehr ausgeschlossen, nachdem sich Heinevetter mit Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning überworfen hat. "Wenn die Situation nicht mehr haltbar ist, dann würde man das mit aller Konsequenz tun", sagte Hanning dem Pay-TV-Sender Sky über eine mögliche vorzeitige Trennung.

Davon sei man derzeit zwar noch ein Stück entfernt, doch die Suche nach einem Nachfolger für Heinevetter läuft bei den Füchsen bereits auf Hochtouren. "Mir sind mittlerweile rund 50 Torhüter angeboten worden, darunter auch wirkliche internationale Klasse", sagte Hanning in einer Presserunde. Über Heinevetter urteilte er: "Es ist ja nicht so, dass er die letzten anderthalb Jahre Weltklasse gehalten hat."

In Melsungen verfolgt man die verbale Schlammschlacht, die durch ein Instagram-Post von Heinevetters Lebensgefährtin Simone Thomalla zusätzlich befeuert wurde, gelassen. Die prominente Schauspielerin hatte - offenbar in Anspielung auf Hanning - zu einem Bild von einem kleinen Mann im Mantel, dessen Gesicht von einem Fuchs-Emoji bedeckt wurde, geschrieben: "Lügen haben kurze Beine". Hanning konterte: "Posts von Spielerfrauen kommentiere ich grundsätzlich nicht. Auf dieses Niveau komme ich nicht. Da schlägt sie mich mit ihren Waffen."

Sollte der Streit zwischen Heinevetter und Hanning eskalieren und der Keeper tatsächlich vor Ablauf seines Vertrages aus Berlin flüchten, würde dies dem ambitionierten sportlichen Projekt der MT Melsungen, das zudem finanziell gut unterfüttert ist, einen weiteren Schub verleihen. Denn die Nordhessen planen in den nächsten Jahren den Angriff auf das Bundesliga-Establishment.

"Der Weg in die nationale Spitze wird nicht leicht. Deshalb sind wir dabei, den Kader in die richtige Richtung zu bringen", begründete MT-Vorstand Axel Geerken unlängst in einem Interview der Zeitung "Hessische Niedersächsische Allgemeine" die personelle Aufrüstung des derzeitigen Tabellenfünften.

Dazu gehören auch die Verpflichtung von Nationalspieler Kai Häfner zur Saison 2020/21 sowie die langfristige Vertragsverlängerung mit Rückraum-Kanonier Julius Kühn bis 2024. "Das möchten wir als eindeutigen Beleg für unsere sportlichen Ambitionen in den kommenden Jahren verstanden wissen", betonte Geerken.

Künftig tummeln sich fünf deutsche Nationalspieler bei den Nordhessen, die dann das Gros der DHB-Auswahl stellen werden. In einem ersten Schritt hatte der Verein im Sommer 2017 neben Kühn bereits Rechtsaußen Tobias Reichmann und Abwehrhüne Finn Lemke verpflichtet.

Innerhalb weniger Jahre hat sich der Verein von einer grauen Maus der Liga zu einer attraktiven Adresse im deutschen Handball entwickelt. Das liegt in erster Linie an der großzügigen Unterstützung des Hauptsponsors (B. Braun), einem ortsansässigen Unternehmen für Pharma- und Medizinbedarf, das weltweit operiert und im Vorjahr einen Umsatz von mehr als sechs Milliarden Euro verzeichnete.

Hinzu kommen ein klares sportliches Konzept und ein gutes Klima in der Mannschaft von Trainer Heiko Grimm, der deutlich schneller und flexibler spielen lässt als in den Jahren zuvor. "Wir haben noch viel vor und wollen zunächst unter die besten fünf Teams der Bundesliga kommen", sagte Kühn und richtete eine Kampfansage an die etablierte Konkurrenz um Meister SG Flensburg-Handewitt, Rekord-Champion THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen: "Ich möchte mit der MT gern um mindestens einen Titel mitspielen."

dpa

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