Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sportmix „Ich hoffe ein bisschen auf den 96-Effekt“
Sportbuzzer Sportmix „Ich hoffe ein bisschen auf den 96-Effekt“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 24.09.2010
DER MANN AN DER LINIE: Tigers-Trainer Mahmut Ataman. Quelle: zur Nieden
Anzeige

VON SIMON LANGE

Mahmut Ataman, Sie sind kaum wiederzuerkennen. Wieviel Kilo haben Sie abgenommen?

Von 118 auf 93 Kilo, also genau 25 Kilo.

Wie kommts?

Ich habe mir das richtig vorgenommen. Vor 13, 14 Wochen habe ich damit angefangen. Ich bin leichter, und es macht mir das Leben leichter. So ein 25-Kilo-Rucksack mit sich herumzuschleppen, ist sehr anstrengend. Ich fand das für mich nicht mehr gut. Für mein Alter und meine Größe von 1,90 Meter habe ich jetzt mein Normalgewicht erreicht. Ich sehe natürlich ein bisschen Mager aus, alle sagen, ich soll damit aufhören.

Sie helfen mit einem Pülverchen nach.

Das ist kein Geheimnis. Das ist ein Nahrungsergänzungsmittel auf Soja-, Joghurt-, Honigbasis.

Was bestimmt ganz toll schmeckt ...

Was nicht so gut schmeckt. Aber es wirkt.

Bleiben wir im Bild. Auch der UBC muss den Gürtel enger schnallen. Die Amerikaner wurden relativ spät eingekauft, weil billig. Das Team ist noch nicht eingespielt. Ist der UBC überhaupt konkurrenzfähig?

Die Frage kann ich gar nicht mit Nein oder Ja beantworten. Das ist die Frage, die wir uns alle stellen. Management, Trainer, Spieler. Das können wir nicht hundertporzentig einordnen. Die Wahrheit liegt wohl auf dem Parkettboden. Die Goch-Brüder sind sich bewusst, dass es holprig losgehen könnte. Wenns nicht reicht, werden wir personell nachbessern. Wechsel sind noch bis Februar möglich.

Wie lange wird das Team brauchen?

Das wird eine ganz Zeit dauern, das kann ich jetzt schon sagen. Was die Sache schwer macht, ist, dass wir zehn Spieler aus zehn Ecken der Welt haben. Wir haben in der Liga den extremsten Umbruch. Nur David Arigbabu ist geblieben. Auch das Trainerteam hat sich verändert. Die Mannschaft ist qualitativ genauso gut besetzt wie letztes Jahr, hat aber mehr Tiefe.

Was ist das Ziel?

Die Saison dient zur Optimierung in allen Bereichen. Wir waren letzte Saison 13.. Wenn es in den einstelligen Tabellenbereich geht, ist das schon ein Traumergebnis.

Die Testergebnisse waren wenig vielversprechend ...

Im Vergleich zum letzten Jahr sind die schwächer, ganz eindeutig. Aber wir haben eine schlechtere Ausgangslage: Weniger Vorbereitungszeit mit einer komplett neuen Mannschaft. Ich hoffe ein bisschen auf den 96-Effekt.

Wie meinen Sie das?

Nach dem Pokalaus gegen eine Viertligisten, haben wir jetzt in der Bundesliga gesehen, was möglich ist. Die ersten sechs Spiel sind hammerhart. Die können alle verloren gehen. Aber auch vermeintlich gute Gegner kann man auf dem falschen Fuss erwischen.

Der UBC verbringt erstmals seit Klub-Gründung ein zweites Jahr in derselben Liga. Tut die Verschnaufpause mal ganz gut, um sich besser aufzustellen?

Auf jeden Fall. Aber wenn jetzt ein Sponsor daherkommt und sagt, die finannziellen Rahmenbedingen stellen wir her, dann haben wir auch alle anderen Rahmenbedingungen, die wir für die erste Liga brauchen: Halle, Parkett, Organistion. Wir sind durchaus in der Lage, von dieser Saison auf die nächste erstligafähig zu werden. Aber wir müssen natürlich auch guten Sport liefern, gutes Entertainment. Der Unterhaltungswert in der Halle muss groß sein.

Der UBC Masterplan sieht vor, 2011 in der ersten Liga zu ein. Ist das in Stein gemeißelt?

Nein. Wenn wir erst 2012, 2013 oder 2014 aufsteigen, ist das auch in Ordnung. Trotzdem haben wir uns das Ziel gesetzt, immer das Beste abzurufen, was wir können. Und wenn das zum Aufstieg 2011 führt, dann nehmen wir das war. Aber es muss finanziell passen. Der Etat muss Minimum um das drei- bis vierfache höher sein als jetzt mit unseren 350 000 Euro. Und wir müssen uns breit aufstellen. Dass wir nicht abhängig sind von einem Sponsor wie Günter Papenburg bei den Scorpions. Der dann sagt, naja, ich habe vielleicht doch keine Lust mehr von heute auf morgen.

Apropos Geld. Bayern München ist Krösus der Liga. Trainer Bauermann wird jeder Wunsch von den Lippen gelesen. Neidisch?

Überhaupt nicht. Das ist ja keine Sache, die wir beeinflussen oder selbst so erreichen könnnen. Das ist eine Ausnahmesituation, die es im deutschen Basketball so noch nie gegeben hat.

Fluch oder Segen?

Segen, nur gut für den deutschen Basketball. Das wertet die Sportart auf, die Liga ist in aller Munde. Das kann allen nur helfen. Ich finde das toll. Da können sich einige ein Beispiel dran nehmen.

96?

96 hat meines Wissens sogar mal Basketball gehabt, war sogar mal Meister vor 50 Jahren, oder so. Aber ich denke nicht, dass das wieder ein Thema ist bei 96.

Letztes Jahr gabs mit Emmanuel Holloway einen Anführer auf dem Feld, der beste Spieler der Liga. Wer kann die Lücke füllen?

Er war ein sehr guter Spieler. Ein großer Verlust als Spielmacher. Steffan Johnson spielt jetzt auf der Position. Von den Qualitäten her ist er vielleicht sogar noch einen Tick besser. Er bringt alle Voraussetzungen mit. Mal schauen, wie er sich entwickelt.

Die Starting-Five für das Crailsheim-Spiel schon im Kopf?

Das Grundgerüst steht. Wir müssen abwarten, was mit Charles Little ist, dem haben sie einen Weisheitszahn gezogen diese Woche. Calvin Henry sehe ich ganz vorne. Ein gesetzter Spieler ist auch David Arigbabu. Dann kommt noch ein weiterer deutscher Spieler auf den kleineren Positionen dazu.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der unter Dopingverdacht geratene Tischtennis-Profi Dimitrij Ovtcharov aus Hameln will mit einer Haaranalyse seine Unschuld beweisen. In der A-Probe fanden Dopingfahnder die verbotene Substanz Clenbuterol, die auch zur Kälbermast verwendet wird.

23.09.2010

Philipp Kohlschreiber hat das deutsche Achtelfinal- Duell beim ATP-Turnier in Metz gegen David Berrer für sich entschieden.

23.09.2010

Schalke 04 hat im fünften Anlauf den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath gewann am Mittwoch 2:1 beim SC Freiburg.

22.09.2010
Anzeige