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Sportmix Heiß machen in der Sauna: Biathleten wollen Staffel-Gold
Sportbuzzer Sportmix Heiß machen in der Sauna: Biathleten wollen Staffel-Gold
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15:02 13.03.2015
Simon Schempp wird der Schlussläufer der deutschen Staffel sein. Quelle: Ralf Hirschberger
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Und nicht nur Schlussläufer Simon Schempp würde in den Sonntagszeitungen am liebsten lesen: Staffel-Gold für Deutschland!

Schon Stunden vor dem Meldeschluss bei der Biathlon-WM in Kontiolahti verriet Trainer Andreas Stitzl die Aufstellung. "Wir haben uns so entschieden, dass der Erik Lesser anläuft, auf Position zwei der Daniel Böhm, auf Position drei Arnd Peiffer und auf der Vier der Simon Schempp. Wir setzen auf die Erfahrung. Die Staffel hat bei Olympia den zweiten Platz belegt."

So demonstrierte der Assistent von Bundestrainer Mark Kirchner das gewachsene Selbstvertrauen. Was die Gegner machen, ist den Skijägern mittlerweile völlig egal. Nichts anderes als Gold soll es werden am Samstag über die 4 x 7,5 Kilometer.

"Zeit wird es langsam. Ich bin jetzt schon das dritte Jahr dabei, und es ist noch kein Sieg dabei rausgesprungen. Irgendwann sind wir auch mal dran mit dem Quäntchen Glück", sagte Verfolgungs-Weltmeister Lesser.

Titelverteidiger Norwegen, Olympiasieger Russland, Frankreich, die starken Tschechen und Österreich zählten die Skijäger am Freitag in einer humorigen Presserunde als die größten Konkurrenten in Finnland auf. "Wir wollen natürlich auf das Podest kommen, das ist doch klar", sagte Peiffer. Der Ex-Weltmeister erinnerte daran, dass "wir eine sehr ausgeglichene Mannschaft haben. Im Einzel hatten wir im Schnitt die beste Laufzeit."

Lag das etwa an der ungewöhnlichen Vorbereitung, die Lesser in seiner Reporter-Rolle aufdeckte? "Du warst heiß auf das Rennen? Warst Du in der finnischen Sauna und hast Dich da richtig vorbereitet?", fragte der Weltmeister mit einem Schmunzeln auf den Lippen und biss dabei in sein belegtes Brot.

"Was Du da isst, das bekommt Dir nicht", entgegnete Böhm, der im 20-Kilometer-Einzel am Donnerstag als Elfter zweitbester Deutscher hinter Schempp war. Dann scherzte er: "Ich habe mich am Vormittag noch vier Stunden in die Sauna gesetzt, damit ich richtig heiß bin. Aber für Dich hat es doch noch gereicht."

Es war nur eine Momentaufnahme, aber sie steht stellvertretend für das Klima. "Es kommt uns zu Gute, dass wir uns auch so gut verstehen, ohne Weltcup-Zyklus und WM. Es ist immer schön, wenn man unterwegs ist und man hat Freunde an der Seite. Dann ist allgemein alles etwas entspannter." Das Silber-Quartett von Sotschi, dass im Sommer auch zusammen im Ägypten-Urlaub war, hält zusammen wie Pech und Schwefel. Und vergisst auch den kranken Andreas Birnbacher und den für die Staffel nicht nominierten Benedikt Doll nicht.

dpa

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